gebeichtet. Ich kam zu einem ältlichen fetten Kooperator, mit einem
großen runden Gesicht. Ich kannte ihn nur vom Sehen, und er schien mir
nachsichtig zu sein, weil er immer so freundliche Mienen machte.
Zuerst beichtete ich meine kleinen Sünden. Doch er unterbrach mich mit
der Frage: »Hast vielleicht gar Unkeuschheit getrieben?«
Zitternd sprach ich: »Ja ...«
Er legte seine harten Wangen dicht an das Gitter und fragte: »Mit
wem ...?«
»Mit dem Franzl ...«
»Wer ist das?«
»Mein Bruder ...«
»Dein Bruder ...? So! So! Und vielleicht noch mit wem?«
»Ja ...«
»Also ...?«
»Mit dem Herrn Horak ...«
»Wer ist das?«
»Der Bierversilberer in unserm Haus.«
»Mit wem noch ...?« Seine Stimme bebte.
Ich mußte das ganze Namensregister herzählen.
Er rührte sich nicht, als ich fertig war. Nach einer Pause fragte er:
»Wie hast du Unkeuschheit getrieben ...?«
Ich wußte nicht, was ich antworten sollte. Da herrschte er mich an:
»Also wie habt ihr's denn gemacht?«
»Mit ..., na ...«, ich stotterte, »mit dem, was ich zwischen den
Füßen ...«
Er schüttelte den Kopf: »Habt ihr gevögelt ...?«
Mir kam das Wort aus seinem Munde merkwürdig vor, aber ich sagte:
»Ja ...«
»Und hast du's auch in den Mund genommen ...?«
»Ja.«
»Und hast du dir's auch in den Arsch stecken lassen?«
»Ja.«
Er schnaufte und seufzte und sagte: »Ach Gott, ach Gott, mein Kind ...,
Todsünden ..., Todsünden ...«
Ich war ganz weg vor Angst. Er aber meinte: »Da muß ich alles wissen,
hörst du? Alles!« Nach einer Weile fuhr er fort. »Das wird aber eine
lange Beichte werden ..., und die andern Kinder warten ..., bleibt nix
übrig, als daß du extra beichten kommst, verstehst?«
»Ja, Hochwürden ...«, stammelte ich.
»Gleich Nachmittag, so um zwei ..., kommst zu mir ...«
Ich verließ verzweifelt den Beichtstuhl. »Bis dahin«, sagte mir der
Kooperator Mayer noch zum Schluß, »bis dahin erinner dich an alles. Denn
wenn du nicht alles beichten wirst, hilft dir die Absolution nicht ...«
Ich schlich beklommenen Herzens nach Hause, setzte mich nieder und
dachte krampfhaft nach und ließ mir alles, was ich getan hatte, wieder
einfallen. Vor der Beichte im Zimmer des Kooperators hatte ich eine
große Angst und fürchtete mich vor der Buße, die er mir auferlegen
werde. Als es aber Zeit war und ich gehen mußte, fragte mich mein Bruder
Lorenz, wohin ich in dem schönen Kleid wolle, und da sagte ich stolz:
»Zum Herrn Kooperator Mayer muß ich ..., er hat mir's geschafft, daß ich
hinkommen soll.« Lorenz sah mich mit einem sonderbaren Blick an, und ich
ging.
Es war Sommer, aber im großen Pfarrhaus umfing mich eine heilige Kühle
und eine Stille, die mir Ehrfurcht einflößte. Ich las an den Türen die
Namensschilder und klopfte an die Türe, auf der »Kooperator Mayer«
stand. Er öffnete mir selbst. Er war in Hemdärmeln, und seine schwarze
Weste war aufgeknöpft, so daß sein ungeheurer Bauch hervorquoll.
Jetzt, da ich ihn außerhalb des Beichtstuhles zum erstenmale wiedersah,
und sein dickes, rotes Pfaffengesicht mir Respekt erregte und mir
außerdem einfiel, daß er von mir das viele wußte, trieb mir die
Beschämung und die Angst das Blut ins Gesicht.
»Gelobt sei Jesus Christus ...«
»In Ewigkeit ...«, antwortete er. »Da bist du ja ...«
Ich küßte seine fleischige, warme Hand, und er versperrte die Tür. Wir
traten durch ein kleines dunkles Vorgelaß in sein Zimmer. Es ging auf
den Friedhof. Die Fenster standen offen und die grünen Baumwipfel
versperrten jede Aussicht. Das Zimmer war breit und ganz weiß
gestrichen. Ein großes Kruzifix hing schwarz an der einen Wand, davor
stand ein Betschemel. An der anderen Wand stand ein Eisenbett, eine
gesteppte Decke war darüber gebreitet. Ein breiter Schreibtisch nahm die
Mitte ein, mit einem riesigen, schwarzledernen Armsessel.
Der Kooperator zog seine Soutane an und knöpfte sich zu.
»Komm«, sagte er.
Wir traten an das Betpult, knieten nebeneinander nieder und sprachen ein
Vaterunser.
Dann führte er mich an der Hand zum Großvaterstuhl, setzte sich hinein,
und ich stand vor ihm gegen die Schreibtischkante fest angelehnt.
»Na«, sagte er, »also ich höre ...« Ich schwieg aber und wußte nicht wie
anfangen vor Verwirrung.
»Also erzähl ...«
Ich schwieg noch immer und schaute zu Boden.
»Hör du!« begann er, faßte mich unterm Kinn und zwang mich, ihm in die
Augen zu schauen. »Du weißt, daß du schon gesündigt hast ...,
Unkeuschheit ..., eine Todsünde ..., verstehst du ..., und mit deinem
eigenen Bruder ..., Blutschande ...«
Ich hörte das Wort zum erstenmal, und ohne es zu verstehen, erbebte ich.
Er fuhr fort: »... Wer weiß ..., vielleicht bist du ganz verdammt und
hast dein Seelenheil schon verwirkt für immer ..., wenn ich deine Seele
noch retten soll, muß ich alles wissen, ganz genau ..., und du mußt es
mit Bußfertigkeit erzählen.«
Er sprach mit leiser, stockender Stimme, und das machte einen solchen
Eindruck auf mich, daß ich zu weinen anfing.
»Wein nicht«, herrschte er mich an.
Ich schluchzte.
Er wurde milder: »Na, wein nicht, Kinderl. Vielleicht wird alles
gut ..., erzähl nur.«
Ich wischte mir die Tränen ab, vermochte aber nichts zu sagen.
»Ja, ja«, hub er an, »die Versuchung ist groß ..., und du hast
vielleicht gar nicht gewußt, daß das so eine Sünde ist, was ...?
Gewiß ..., du bist ja noch ein Kind ..., du hast nichts gewußt ...,
nicht wahr?«
Ich faßte Mut: »Nein, nichts hab' ich gewußt ...«
»Na«, sprach er, »das ist schon besser ..., bist du nicht dem eigenen
Drang gefolgt ..., sondern verführt worden ..., zum Beispiel ...?«
Ich erinnerte mich sofort an das erste »Vater- und Mutterspiel« und
beteuerte lebhaft: »Ja, Hochwürden ..., verleitet bin ich worden ...«
»Hab' mir's gleich gedacht ...«, nickte er mild, »wenn man das da so
sichtbar trägt ..., das lockt die Versucher an.«
Er legte seine Hand leicht auf meine Brust, die schon spitz und hoch
unter meiner Bluse hervorstach. Ich spürte die Wärme, die von ihm
ausging, und es beruhigte mich, aber mir fiel nichts Arges dabei ein.
»Das ist ein Werk des Satans«, fuhr er fort, »daß er einem Kind schon
die Brüste eines Weibes gibt ...«, dabei nahm er meine andere Brust in
die zweite Hand und hielt nun beide.
»Aber die Duteln müssen die Weiber verstecken«, sprach er weiter, »sie
müssen sie unsichtbar machen und schnüren, um die Männer nicht zu
reizen. Diese Duteln sind Werkzeuge der Wollust ... Gott hat sie dem
Weibe verliehen, damit sie ihre Kinder säugen, aber der Teufel hat ein
Spielzeug für die Unkeuschen daraus gemacht, und man muß sie
verstecken.«
Ich fand nichts dabei, daß er das tat, sondern hörte ihm voll Spannung
und Erbauung zu.
»Also, wie ist das gewesen«, fragte er wieder.
Aber wieder war es mir nicht möglich davon zu reden.
»Gut ...«, meinte er milde, nachdem er eine Weile gewartet hatte, daß
ich spreche: »Gut ..., ich sehe ..., dein Herz ist rein ..., und du
trägst Scham, von diesen Dingen zu sprechen.«
»Ja ..., Hochwürden ...«, stammelte ich begeistert.
»Also ...«, flüsterte er, »ich werde dich fragen, und du wirst
antworten oder besser, wenn du nicht sprechen kannst, wirst du mir durch
Gebärden zeigen, was du verbrochen hast! Ja?«
»Ich will's, Hochwürden«, versprach ich dankbar, nahm seine Hand von
meiner Brust und küßte sie inbrünstig.
»Ich muß«, erläuterte er weiter, »alle Grade und Arten der Unkeuschheit
kennen, die du begangen hast. Also beginne. Hast du den Schweif in den
Mund genommen ...?«
Ich nickte.
»Oft ...?«
Ich nickte wieder.
»Und was hast du mit ihm gemacht ... der Reihe nach ...?«
Ich schaute ihn ratlos an.
»Hast du mit der Hand gespielt damit?«
Ich nickte wieder.
»Wie hast du gespielt ...?«
Ich stand da, ohne zu wissen, was ich sagen oder tun sollte.
»Zeig mir genau«, flüsterte er, »wie du's gemacht hast ...«
Meine Ratlosigkeit stieg auf ihren Gipfel.
Er lächelte salbungsvoll: »Nimm nur meinen Schweif ...«, sagte er, »an
dem geweihten Priester ist alles rein ..., nichts an ihm ist Sünde ...,
und nichts an ihm ist sündig.«
Ich war sehr erschrocken und rührte mich nicht.
Er faßte mich bei der Hand und flüsterte weiter: »Nimm nur mein Glied
und zeige mir alle deine Sünden. Ich leihe dir meinen Leib, damit du vor
meinem Angesicht beichtest und dich reinigest.« Und damit führte er
mich an sein Hosentürl.
Ich mußte tief unter seinen Bauch greifen und zitterte vor Ehrerbietung
dabei. Er knöpfte sich auf, und ein dicker kurzer Schwanz stand aufrecht
und steif unter der schwarzen Mauer seiner Hose.
»Wie hast du mit ihm gespielt?« fragte er.
Ich war furchtbar verlegen. Aber ich faßte, wenn auch zaghaft, die
Nudel, zu der er mich führte, umschloß sie mit der Hand und fuhr zwei-,
dreimal schüchtern auf und nieder.
Er machte ein ernstes Gesicht und forschte weiter: »Das war alles?
Verheimliche mir jetzt nichts ..., ich sag' es dir ...«
Ich fuhr noch ein paarmal hin und her.
»Was hast du noch damit getan?«
Ich erinnerte mich an den Griff Klementinens, faßte ihn mit Daumen und
Mittelfinger unter der Eichel und tupfte mit dem Zeigefinger die Vorhaut
herab.
Er lehnte sich im Großvaterstuhl zurück. »Was hast du noch an verruchten
Künsten geübt?«
Ich scheute mich, mehr zu tun, ließ ihn beim Schwanz los und lispelte:
»... In den Mund ..., hab' ich's genommen ...«
»Wie ...?« Er atmete heftig, »... wie hast du das getan ...?«
Zweifelnd blickte ich ihn an. Aber er schaute voll Ernst und Würde auf
mich und meinte: »Bist du bereit? Oder willst du mir undankbar sein, für
die Gnade, die ich dir erweise. Wisse denn, du bist von aller Sünde
schon halb gereinigt, wenn du mich so berührst wie deine Buhlen ...«
Das leuchtete mir außerordentlich ein, und ich pries mich glücklich, daß
ich so von Sünden kommen dürfe.
Wie er also nochmals fragte: »Was hast du noch damit getan«, kniete ich
ungesäumt nieder und nahm vorsichtig seinen Schwanz in den Mund.
»Nur das Spitzel ...«, fragte er.
Augenblicklich stieß ich mir den Storchenschaft tiefer in den Rachen.
»Und sonst nichts ...?« tönte die Stimme von oben.
Ich fuhr mit den Lippen auf und ab, suzelte und sog an diesem Speer und
kitzelte mit der Zunge daran herum, und eine heftige Erregung erfaßte
mich. Aber ich wußte damals nicht, ob es mehr Angst, Bußfertigkeit oder
Geilheit war.
Ich hörte, wie der Kooperator stöhnte: »Ach ..., ach ..., so was ..., so
eine Sünderin ..., ach ..., ach ...«, und ich bedauerte ihn so sehr, daß
ich nachließ, ihm diese Qual nicht länger zu bereiten, sondern aufhörte.
Ich ließ seinen Schwanz aus meinem Mund gleiten, trocknete ihn, der in
meiner Hand zuckte, mit dem Taschentuch sorgsam ab und stand auf.
Der Kooperator war blaurot im Gesicht und haschte mit der Hand nach mir.
»Und was noch ..., was hast du mit den Schwänzen, so du gehabt hast ...,
noch getan ...«
»Unkeuschheit getrieben, Hochwürden«, flüsterte ich.
»Das weiß ich ...«, flüsterte er, nach Atem ringend, »du hast mir jetzt
drei Arten davon gezeigt ..., hast dich von drei Arten gereinigt, ... du
hast aber noch mehr mit einem Schwanz getan ..., willst du jetzt
leugnen ...«
»Nein, Hochwürden ...«
»Also, was war's, was du getan hast ...?«
»Gevögelt habe ich, Hochwürden ...«
»Wie gevögelt ...«
»Na ..., gevögelt«, wiederholte ich.
»Damit weiß ich gar nichts«, brauste er auf, »du mußt mir zeigen, wie
du's gemacht hast ...«
Ich war wieder ratlos. Meine Röcke aufzuheben und mich selbst mit seinem
Schweif zu vögeln, traute ich mich doch nicht.
»Soll ich dir's vielleicht zeigen, wie du's gemacht hast ...«, fragte
er. »Soll ich dich selber fragen?«
»Ja ...«
Ich war jetzt selbst begierig, daß alles geschehen möge und war froh
zugleich, denn mit ihm schien es ja keine Sünde, sondern ein Mittel, die
Sünde abzubüßen. Und da ich so lange schon keinen Schwanz im Mund oder
sonstwo gehabt hatte, war mir bei diesem Schlecken doch der Wunsch
erwacht, diesen Pfeil auch in das Zentrum gestoßen zu kriegen.
Der Kooperator stand auf und führte mich zum Bett.
»Wie hast du's gemacht ...?«
Ich sagte: »Hochwürden wissen schon ...«
»Nichts weiß ich«, fiel er ein, »... du mußt mir alles sagen. Hast du
dich niedergelegt, oder bist du oben gelegen ...?«
»Einmal so und dann wieder so ..., Hochwürden ...«
»Also wie bist du unten gelegen ...?«
Ich legte mich, wie ich stand, quer mit dem Rücken über das Bett. Meine
Beine hingen über den Rand herab.
»So bist du gelegen ...?«
»Ja.«
»Da wirst du aber wohl schwerlich was angestellt haben ...«, meinte er,
»da kann dir ja der böse Versucher nicht an den Leib ..., was hast du
dann noch gemacht ..., oder hat er dir die Röcke aufgehoben ...?«
»Ja.«
»So vielleicht ...?« Er streifte mit einem Ruck meine Kleider in die
Höhe, so daß meine nackten Schenkel und die blondbraune, frischbehaarte
Grotte freilagen.
»War es so ...«, fragte er.
»Ja ..., Hochwürden«, gab ich liegend zur Antwort.
Er schob meine Knie auseinander: »Und so ...?«
»Ja.«
Er trat zwischen meine Beine und sein dicker Bauch lag auf dem meinigen,
obwohl der Herr Kooperator stand.
»Und ist der Schweif so zu dir hineingekommen, um dir fleischliche Lüste
zu bereiten ...?«
Stehend schob er mir seine geweihte Kerze, die ganz warm war, an die
Öffnung. Ich mußte, als ich das verspürte, ihm entgegenstoßen. Langsam,
sehr langsam drang er ein. Der Kooperator, dessen Gesicht ich nicht sah,
keuchte laut. Ich hielt mit meiner Muschel seinen Stiel umklammert, der
ziemlich weit eingedrungen war. Jetzt wollte ich auch gevögelt sein. Da
es keine Sünde war, erst recht. Ich lag da mit einem Gefühl, in das sich
Staunen, Wollust, Freude und Lachlust mengten und in dem meine
Befangenheit sich endlich löste. Ich fing an zu begreifen, daß der Herr
Kooperator eine Komödie spielte, und es einfach darauf abgesehen hatte,
mich zu pudern. Aber ich war entschlossen, diese Komödie mitzumachen,
mir nichts merken zu lassen, und im übrigen glaubte ich doch daran, daß
der Herr Kooperator die Macht habe, mich von meinen Sünden zu
absolvieren. Wie er nun so mit seinem Pfahl in meinem Fleische steckte,
und nicht hin- noch herfahren wollte, sondern nur schnaufte, begann ich
mit dem Popo auf- und niederzuhüpfen, wodurch sein Keuchen sich nur
vermehrte.
»Hochwürden ...«, flüsterte ich.
»Was denn ...?« fragte er schnaubend.
»So ist's nicht gewesen«, sagte ich leise.
»Wie denn ...?«
»Hin und her, aus und ein ist er mir gefahren.«
Er begann vorsichtig, aber kräftig und rasch zu stoßen. »So vielleicht?«
»Ach ...«, rief ich, von Wollustschauder durchzuckt, »ach ..., ja ...,
so ..., nur ..., schneller ..., Hochwürden ..., schneller ...«
»Brav, mein Kind ..., brav ...«, keuchte er, »so ..., sag mir alles, wie
es war ..., sprich nur ...« Er konnte nicht weiter reden, so stürmisch
flog sein Atem und so heftig remmelte er.
Ich ließ mich nicht weiter aufmuntern: »Ach ..., ach ..., so war's ...,
so ist's gut ..., so ist's gut ..., besser ..., Hochwürden ..., spritzen
Sie ..., spritzen Sie ..., mir kommt's ..., mir kommt's ..., ich kann
nichts dafür ..., aber ..., Hochwürden ..., der Schwanz ist so gut ...,
so viel gut ist das, was Hochwürden tun ...«
Er stützte seine Hände auf und war über mich gebeugt, so weit es sein
fetter Bauch gestattete. Sein dunkles breites Gesicht war blau
angelaufen. Er sah mich mit Augen an wie ein abgestochenes Kalb,
remmelte wie ein Ziegenbock und flüsterte: »Nimm nur den
Gnadenhammer ..., so ..., so ..., das schadet dir nicht ..., nimm nur
Mäderl ..., spritzen soll ich ..., das willst du auch ...? Also gut,
ich werde spritzen ..., werde dich salben ...«
»Hochwürden«, fiel ich ihm ins Wort, »Hochwürden, ich hab' auch mit der
Brust dabei gesündigt.«
»Wieso ...?« Er glotzte mich fragend an.
»Weil ..., ach ..., ach ..., mir kommt's schon wieder ..., weil ich mir
beim Vögeln hab' immer die Duteln streicheln und küssen und absuzeln
lassen.« Ich sagte das, damit er es tue, denn ich fühlte den Wunsch,
meine Brüste gepreßt und gestreichelt zu bekommen.
Aber seine Fettleibigkeit hinderte ihn, auch meine Brüste zu bedienen.
Mit den Händen mußte er sich auf dem Bett stützen, und mit dem Kopf
erreichte er mich überhaupt nicht.
»Das kommt ..., später ..., später ..., will ich deine Duterln
hernehmen«, sagte er stoßend. »Laß mich zuerst nur spritzen ...,
ach ..., ach ..., beweg dich nur, Muzerl, das ist mir angenehm ..., reib
nur dein Fotzerl, dein süßes hin und her ..., ach du kannst es gut ...,
sehr gut kannst du's ..., laß mich nur ausspritzen, dann werd' ich deine
schönen kleinen Duteln schon noch hernehmen ..., so ..., mir
kommt's ..., heiliger Gott ..., das ist süß ...« Und indem er so
stammelte, platzte ihm der Same los, und ein solcher Strom flutete aus
ihm zu mir herüber, daß es bei seinen letzten Stößen laut quatschte.
Als er fertig war, sagte er mit Würde: »Du hast gehört meine Tochter,
was ich gesprochen habe ... Siehe, ich habe die Reden des Erzfeindes und
des Verführers nachgeahmt, in deinem Interesse ..., damit auch die
unflätigen Worte, die du in buhlerischer Umarmung vernommen hast, ihre
böse Gewalt über dich verlieren.«
Ich saß auf dem Bettrand und wischte mit meinem Sacktuch die
Überschwemmung fort, die der Kooperator zwischen meinen Beinen
angerichtet hatte. Und ich merkte sehr wohl, wie er jetzt mir vorlügen
wollte. Aber ich sagte nichts. Gevögelt war eben gevögelt, der
Kooperator war für mich jetzt wie der Herr Horak oder der Herr Ekhard.
Nur interessierte er mich doch mehr, weil er ja viel feiner war als
diese und weil ich bei alledem sehr viel Respekt vor ihm hatte. Und dann
auch, weil ich ja auch gern zu ihm hielt, da er für mich den Vorzug
hatte, mich doppelt zu erfreuen, erstens durch seinen Gnadenhammer und
zweitens durch seinen Sündenablaß, an den ich noch immer glaubte.
Er hatte sich wieder in den Großvaterstuhl gesetzt und rief mich.
»Komm jetzt«, sagte er noch schnaufend, »jetzt werde ich dir nach deinem
Willen die Duteln behandeln.« Er knöpfte mir das Kleid auf und nahm
meine runden kleinen Brüste heraus. Sie standen wie zwei Elfenbeinkugeln
von mir ab und trugen die Warzen, als läge auf dem Elfenbein je eine
Himbeere. Der Kooperator mochte ein Freund von so frischem Obst sein,
denn er nahm in aller Eile eine Himbeere nach der andern in den Mund und
sutzelte sie ab, daß sie davon nur noch glänzender wurden, wie manche
Obstverkäufer in Capri ihre Erdbeeren mit der Zunge ablecken, um ihnen
durch den Speichel einen appetitlichen Glanz zu verleihen.
Als er das mit vielem Grunzen und Schnaufen eine hübsche Weile so
getrieben hatte, sagte er: »Ist es so recht ...?«
»Ja«, antwortete ich, »so ist's recht ...«
»Na, und bist denn du ganz faul gewesen wenn dir an der Brust gespielt
wurde?« fragte er weiter, indem er meine Gspaßlaberln auf und ab hupfen
ließ. »Hast denn du gar nichts dabei getan? Hast du nicht mit der Nudel
gespielt?«
Nun wußte ich, was er wollte und begann, sein Gehänge zu traktieren. Es
war aber schlaff geworden und erhob sich nicht mehr.
»Setz dich herauf ...«, befahl er mir.
Ich setzte mich vor ihm auf den Schreibtisch, so daß meine Füße auf den
Knien sich stützten.
»Jetzt«, sagte er, »jetzt kommt das beste, die Hauptsache ...«
Ich wußte nicht was er meinte und sah ihn lächelnd an.
»Ja, meine Tochter«, fuhr er stöhnend fort, »jetzt will ich selbst dich
reinigen und alles austilgen, was deinen Schoß befleckt.«
Damit nahm er meine Kleider hoch, daß ich wieder ganz entblößt war. Er
legte sich meine Schenkel über seine Schultern, hatte seinen Kopf
zwischen meinen Beinen, und ich mußte mich mit den Ellbogen auf die
Schreibtischplatte stützen, damit ich nicht rücklings auf den harten
Tisch zu liegen kam.
Er hatte seinen Mund meiner Spalte genähert, und sein heißer Atem
bestrich mich dort. Ich wußte nicht, was er wollte, aber ich hoffte auf
etwas Angenehmes.
Wie ward mir, als ich seine dicken heißen Lippen auf meinen Schamlippen
spürte, als er mit seiner weichen, heißen Zunge einmal von unten her bis
oben hin meine Spalte auswischte. Ein nie gekanntes Gefühl ließ mich
erbeben. Diese Wonne hatte ich noch nicht gespürt. Bisher ließen sich
die Männer immer von meinem Mund bedienen, aber dieser wackere Priester
war der erste, der mir auch seine Zunge lieh.
Ich zuckte mit den Hinterbacken und zog meine Männerfalle zusammen, als
gelte es einen neuen Stößer einzufangen.
Er hob den Kopf und fragte mich: »Ist dir das angenehm ...?«
Vor Begierde zitternd und nach mehr verlangend sagte ich rasch: »Ja,
Hochwürden.« Er fuhr wieder mit der Zunge über mein Loch und über meinen
Wollustweiser hin, so zart, daß die Wonne peinigend und beglückend war.
Dann fragte er wieder: »Hat dir das schon einer gemacht ...?«
»Nein«, sagte ich und hob den Popo, daß meine Muschel wie ein
dargereichter Becher an die Lippen gesetzt wurde.
»Das reinigt dich«, sagte er, »das nimmt alles von dir ab ...«
Ich faßte mit einer Hand keck seinen Kopf, erwischte ihn bei der Tonsur
und duckte ihn herunter, damit er von seinem Mund einen besseren
Gebrauch mache als reden.
Er fing nun an, zuerst meinen Kitzler zu bearbeiten. Mir war, als säße
alles, was Empfindung war, plötzlich dort unten, mein Mund, meine
Brustwarzen, das Innerste meiner Fut. Wo seine Zungenspitze mich
berührte, schien mir Elektrizität in den ganzen Körper einzuschießen.
Ich verlor den Atem, das Zimmer drehte sich mit mir, und ich schloß die
Augen.
Da ließ er plötzlich ab davon, glitschte tiefer und fuhr mir mit der
Zunge in die Einfahrt. Ich tanzte mit dem Popo einen Czardas auf dem
Schreibtisch. Denn was war das Vögeln gegen diesen Reiz? Ich fuhr ihm,
indem ich mit dem Arsch auf- und absauste, mit meiner Spalte über das
ganze Gesicht. Ich fühlte seine Zunge bald tief in mich eindringen, bald
auf dem Kitzler zitternde Wirbel schlagen, bald seine Lippen an meiner
ganzen Geschichte saugen. Es kam mir, daß ich glaubte, mein Inneres
werde ausgeleert. Was mir da geschah, war besser noch als das beste
Vögeln, und doch hatte ich dabei nur einen Gedanken, den Gedanken an
einen riesigen Schweif, der mir vorschwebte, den ich mir wünschte, und
der in mich hineinfahren sollte bis zum Magen.
»Es kommt mir ..., immerfort kommt's mir«, rief ich aus, »ach, das ist
wie im Himmel, Hochwürden ..., so gut ist mir's noch nie gewesen ...,
bitte ..., vögel mich, Hochwürden ..., gib mir deinen Schweif ..., vögel
mich ..., nein, bleib ..., so ..., so ..., ach ich schrei ..., ich
schrei ...«
Ich fühlte mich plötzlich umgeworfen, lag mit dem Kopf auf dem
Tintenfaß. Hochwürden aber hatte sich erhoben. Sein Gesicht tauchte blau
angelaufen mit Schaum vor dem Mund vor mir auf.
»Komm«, schnaufte er mir zu, »setz dich auf mich ..., dann kannst du den
Schweif noch einmal haben.«
Er lag dann in seinem Großvaterstuhl weit zurückgelehnt. Ich hielt mich
an beiden Armlehnen fest und ritt auf der Spitze seiner Lanze, denn mehr
kam unter seinem dicken Bauch nicht zum Vorschein. Damit ich aber nicht
herunterfalle, hatte er meine beiden Brüste mit seinen Fäusten
umklammert, und so ließen wir die zweite Nummer abschnurren, die uns
allen beiden mächtig viel Vergnügen bereitete.
Dann ließ er mich von seinem Knie herabgleiten und reichte mir ein
Handtuch. Wie ich mich abwischen wollte meinte er: »Wart, Mauserl, du
wirst brunzen wollen ...«, und er brachte mir selbst einen riesigen
blauen Nachttopf herbei. Ich ließ mein Wasser da hinein, und all das
heilige Öl, mit dem mich der Kooperator so reichlich gesalbt hatte.
Er stand dabei und knöpfelte seine Hose zu. Dann machte ich mich
zurecht, und als ich mein Kleid wieder geschlossen hatte, nicht ohne,
daß der Kooperator vorher von meinen Brüsten tätschelnd Abschied nahm,
wartete ich der weiteren Dinge.
Aber es kam nichts. Der Kooperator sagte: »Geh jetzt, meine Tochter, ich
werde heute für dich beten, und morgen kommst du in der Früh zu mir in
die Kirche beichten ...«
Ich küßte ihm die Hand und ging. Wie er mir das Vorgemach aufschließen
wollte, klopfte es draußen.
Er öffnete und eine Schulkameradin von mir stand draußen: »Ich hab' heut
keine Zeit mehr«, sagte ihr Hochwürden ziemlich unwirsch. »Komm
vielleicht morgen nachmittag ...«
Damit schob er auch mich hinaus und schloß hinter uns zu.