»Für Goethes Gedichte«, sagte Fürst Bismarck, »habe ich von Jugend
an viel Schwärmerei gehabt; noch jetzt lese ich abends im Bette,
wenn ich nicht einschlafen kann, Gedichte von ihm, auch Schiller,
Uhland, Chamisso ist mein Geschmack treu geblieben. Der ›Faust‹ ist
jedoch von der ganzen profanen Literatur meine Bibel. ›Clavigo‹,
›Stella‹, die ›Wahlverwandtschaften‹ sind mir ihres schlaffen
Helden wegen unsympathisch, aber sonst ist Goethe ganz mein
Geschmack.«
[Illustration: ~Der Kanzler in dreierlei Format~
Nicht länger läßt es sich verbergen,
Was durch den Tatbestand erwiesen:
Erst war’s ein Riese unter Zwergen,
Heut ist’s ein Zwerg nur unter Riesen!
(»Lustige Blätter«)]