Vom Haarschneiden

An einem der Abende erinnerte man sich auch an eine Äußerung des

Kanzlers über den Einfluß des Mondes auf das Wachstum von Haaren

und Pflanzen. Man müsse sich, meinte der Kanzler, bei zunehmendem

Monde die Haare schneiden lassen: »Es ist wie mit den Bäumen, wenn

die wieder wachsen sollen, fällt man sie auch im ersten Viertel,

wenn man sie aber roden will, schlägt man sie bei abnehmendem

Monde, da vermodert der Stumpf eher. Es gibt Leute, die nicht daran

glauben, Gelehrte, aber selbst der Staat verfährt danach, obwohl

er’s nicht eingestehen will. Es wird keinem Förster einfallen, eine

Birke, die wieder Schößlinge treiben soll, bei abnehmendem Monde zu

fällen.«

[Illustration: ~Zum Spiritusmonopol~

Bismarck: »Nanu, Michel, wat ist’s! Komm herein, mein Junge, und

begeistere dir für mein neuestes Monopolprojekt.« (»Humor. Blätter«,

Februar 1886)]

[Illustration: Bismarck als Stierkämpfer bezwingt den Reichstag. (»Le

Pilori«, 23. Januar 1887)]

Bismarck in Geschichte, Karikatur und Anekdote · 第 258 / 334 题