Es hieß in einem dieser Artikel: »Der Fürst hat mit Ministern
zu rechnen, deren Chef er nicht in dem Sinne ist, in dem er
es sein sollte, und deren Selbständigkeit, deren Widerstreben
ihn oft sehr gehemmt hat. Es konnte ferner vorkommen, daß hohe
Beamte seines speziellen Ressorts eine völlig andere Meinung
als er hatten, ihm offen und versteckt Opposition machten, ja
seine Stellung zu untergraben versuchten. Eine ganze Kette
von Exzellenzen und Nicht-Exzellenzen, wegen Unfähigkeit oder
anderer Mängel, ultramontaner oder reaktionärer Velleitäten a. D.
kaltgestellt, frondierte, konspirierte, intrigierte, immer mit
Eifer, oft mit den unlautersten Mitteln, bisweilen im Verein mit
recht ordinären Elementen, gegen die Größe, die sie überragte
und in ihrer bequemen Herkömmlichkeit störte, versuchte dem
Kanzler seine Pläne zu kreuzen, seinen Charakter zu verdunkeln
oder ihn wenigstens zu ärgern und so seiner Gesundheit zu
schaden. Die Hauptschranke desselben aber ist und bleibt das
Unwesen am Hofe, wo um eine gewisse hochgelegene Stelle der
Bodensatz der Kreuzzeitungsgesellschaft und der inveterierten
Herrenhausopposition mit dem ultramontanen Gifte aus den Kanälen
Roms zusammengeflossen ist, und von wo aus der Politik des Kanzlers
unaufhörlich Steine in den Weg gewälzt werden ...«
[Illustration: ~Das norddeutsche Osterei~
»Auf dieses heurige Backhändl (das Sozialisten- und ›Maulkorb‹ gesetz)
waren die Sieger von Sedan nicht vorbereitet.« (»Kikeriki«, April 1879)]
[Illustration: ~Reichstagsprognostikon~
»Friß, Vogel, oder stirb!« Der Reichstag nahm das Sozialistengesetz an.
(»Kladderadatsch«, August 1878)]
Der Fürst verglich sich damals mit einem müden Jäger, der von
tagelanger ergebnisloser Pirsch abgemattet und fast verschmachtend
im Begriff ist, zu Boden zu sinken und die Jagd ganz aufzugeben.
Und doch trug er auch jetzt den Sieg davon. Am 1. April, an seinem
Geburtstag, erschienen der Kaiser, der Kronprinz und der Großherzog von
Baden zum Glückwunsch bei ihm, und am 7. April erfolgte die Ablehnung
des Entlassungsgesuches. An den Rand der Eingabe hatte Kaiser Wilhelm
in den Worten »~Niemals, niemals~« das neue Bekenntnis seiner Treue
abgelegt.