Die Kaiserin Augusta ließ in jener Zeit den Kanzler ihre Ungnade
andauernd fühlen, und ihre unmittelbaren Untergebenen, die höchsten
Beamten des Hofes, gingen in ihrem Mangel an Formen so weit, daß
Fürst Bismarck sich zu schriftlichen Beschwerden beim Kaiser
selbst veranlaßt sah. Man war perfide genug, durch diese Angriffe
die Gesundheit des verhaßten großen Staatsmannes untergraben zu
wollen; während des Prozesses gegen die »Reichsglocke« wurde ein
an Gehlsen gerichteter Brief des Herrn von Loë verlesen, in dem es
hieß: »Ich schlage vor, die nächste Nummer der ›Reichsglocke‹ zu
einer Benefizvorstellung zugunsten des Reichskanzlers zu erheben.
Vom psychologisch-medizinischen Standpunkt scheint es mir wichtig,
bezüglich der Reihenfolge der Artikel zuerst das Pathetische
und dann das Komische zu bringen. Die Hauptsache ist, daß von
vornherein gleich die Verdauung auf einige Tage gestört wird, und
das geschieht nur durch leidenschaftliche Erregung.«