»Als mir ein eigenhändiges Schreiben des Kaisers«, so erzählt er,
»die Erhebung in den Fürstenstand anzeigte, war ich entschlossen,
Seine Majestät um Verzicht auf seine Absicht zu bitten, weil diese
Standeserhöhung in die Basis meines Vermögens und in meine ganzen
Lebensverhältnisse eine mir unsympathische Änderung bringe. So gern
ich mir meine Söhne als bequem situierte Landedelleute dachte, so
unwillkommen war mir der Gedanke an Fürsten mit unzulänglichem
Einkommen nach dem Beispiel von Hardenberg und Blücher, deren
Söhne die Erbschaft des Titels nicht antraten — der Blüchersche
wurde Jahrzehnte später (1861) erst infolge einer reichen und
katholischen Heirat erneuert. In Erwägung aller Gründe gegen eine
Standeserhöhung, die ganz außerhalb des Bereichs meines Ehrgeizes
lag, langte ich auf den oberen Stufen der Schloßtreppe an und
fand dort zu meiner Überraschung den Kaiser an der Spitze der
königlichen Familie, der mich herzlich und mit Tränen in seine Arme
schloß, indem er mich als Fürsten begrüßte und seine Freude, mir
diese Auszeichnung gewähren zu können, laut äußerte. Demgegenüber
und unter den lebhaften Glückwünschen der königlichen Familie blieb
mir keine Möglichkeit, meine Bedenken anzubringen. Das Gefühl, daß
man als Graf wohlhabend sein kann, ohne unangenehm aufzufallen, als
Fürst aber, wenn man letzteres vermeiden will, reich sein muß, hat
mich seitdem nie wieder verlassen.«