»Es war, wie ich den Vertrag mit Blome schloß. Damals«, so plaudert
Bismarck, »habe ich zum letztenmal in meinem Leben Quinze gespielt.
Obwohl ich sonst gar nicht mehr spiele — schon lange nicht mehr —,
spielte ich da so leichtsinnig darauf los, daß sich die anderen
nicht genug verwundern konnten. Ich wußte aber, was ich wollte.
Blome hatte gehört, daß man beim Quinze die beste Gelegenheit
hätte, die Menschen kennen zu lernen, und wollte das jetzt
versuchen. Ich dachte, sollst ihn schon kennen lernen. Ich verlor
damals ein paar hundert Taler, die ich eigentlich, als im Dienste
Sr. Majestät verwendet, hätte liquidieren können. Aber ich machte
ihn damit irre; er hielt mich für waghalsig und gab nach.«
[Illustration: »Einer auf dem Eroberungszuge durch den Norden
Deutschlands.« Frei nach der Viktoria auf dem Brandenburger Tor.
(»Kladderadatsch«, September 1865)]
Kaiser Franz Joseph sandte von Ischl tatsächlich ein entgegenkommendes
Schreiben an den König. Österreich gestand jetzt die Teilung im
Sinne Blomes zu und machte bedeutende Konzessionen hinsichtlich der
preußischen Wünsche auf den Durchzug durch Holstein; Rendsburg sollte
gemeinsam besetzt, Lauenburg gegen eine Geldsumme an Preußen abgetreten
werden. Die Risse im Bau waren verklebt. Die beiden Monarchen trafen
sich in Salzburg und setzten ihre Unterschriften unter den Vertrag.
König Wilhelm aber gab seiner Freude dadurch Ausdruck, daß er am 15.
September Bismarck in den Grafenstand erhob. Folgender Brief begleitete
die Ernennung.