Abendliches Leni-Lied

Wir wandeln wieder lässig über Land,

ich und mein Hund. Die ersten Blätter bleichen.

Der Abendwind kommt kühl wie deine Hand

und will die Striemen aus der Stirn mir streichen.

Und plötzlich rührt es mich, zu meinem Hund

verinnigt Zärtliches von dir zu sagen,

wie eine Blumenurne wird mein Mund

von Liebesgöttern an dein Herz getragen.

Der Mond steigt langsam aus dem Wolkenwald,

an Sternen tastet sich die Nacht, die blinde,

stöhnend herauf. Ich bete, daß ich bald

mein Lied auf deinen Lippen wiederfinde.

Empörung + Andacht, Ewigkeit · 第 21 / 32 题