Sei also immer Herr deiner Zeit und nicht ihr Sklave! Du darfst sie
auch dann und wann souverän _verschwenden_! Denn wenn du z. B. in
Verona nichts vom Grab der Julia und nichts von den Reiterstandbildern
der Skaligerfürsten und nicht einmal etwas von den Bildern des Paolo
von Verona gesehen hast, weil es dich immer wieder nach dem alten
Festungshügel jenseits der Etsch zog, wo der Zypressenwald steht und
wo du den schönsten Blick auf den farbigen und zugleich kriegerisch
drohenden Zauber der Stadt Dietrichs von Berne genießest, so hast du
doch mehr von Verona gehabt als alle die Atemlosen, die alles gesehen
haben und doch nichts.
[Illustration: Phot. Heinrich Jost.