Am nächsten Tage wanderten wir mit Dr. Kolb über Tulbing ins Gebirge,
wo wir, das sei im Vorbeigehen bemerkt, später von einer Höhe aus
den verzauberten Pavillon unserer Freunde ein wenig durch dichtes
Baumgezweige schimmern sahen, und widmeten einige Stunden der
Besprechung jener Frage, die uns hierhergeführt hatte.
Dr. Kolb leitete seine Erörterungen mit einem Ueberblicke über die
Bücher von Bellamy und Michaelis ein und wies nach, daß Bellamy viele
Irrthümer begangen hätte, aber Michaelis noch weit mehr und daß
offenbar beide fehlerhaft berichtet hätten. Das Fernsprechwesen diene
nach Bellamy nur zu kindischen Spielereien, nicht als Hilfsmittel der
Produktion und Vertheilung; die größeren Städte ließen auf zerstreute
Farmen schließen, welchen alle geistige Kultur fehlen müsse, und wenn
Dr. Leete mir berichtet habe, daß die Waaren durch pneumatische Röhren
in die Dörfer befördert würden, so habe er mir offenbar einen Bären
aufgebunden. Aus solchen Verhältnissen müsse sich nothwendig eine
Schichtung im Volke ergeben zwischen überfeinerten und rohen Elementen,
die sich nicht verstehen und anfeinden, daher man sich den Anfall des
Fest auf Dr. Leete recht wohl erklären könne.
So, wie Bellamy, oder eigentlich ich als seine Puppe gesehen, könne
Amerika im Jahre 2000 nicht ausgesehen haben und ebenso irrig seien
die Anschauungen gewesen, die Michaelis den Mr. Forest habe äußern
lassen. Bellamy habe unmögliche Dinge gesehen und Einrichtungen
bewundert, die herzlich schlecht waren, aber nicht schlecht, weil sie
communistisch waren, sondern schlecht, weil der Communismus nicht
vollständig zum Durchbruch gekommen und das neue Prinzip möglichst
ungeschickt angewendet worden war. »Auch sehen wir aus Bellamys
Berichte wohl, wie es Dr. Leete ergeht, er gibt uns aber gar keinen
Aufschluß über die Lage des Bauern- und Arbeiterstandes, über die
Vertheilung der Bevölkerung, den Volksunterricht und vieles andere.
Die Reste von Privatwirthschaft verwirren alle Verhältnisse, ohne
irgend einen Nutzen zu gewähren. Das Eigenthum muß ganz abgeschafft,
oder richtiger, alles muß Collektiveigenthum werden und wenn auch die
Arbeitstheilung und damit die Berufstheilung nicht nur beibehalten,
sondern bis ins kleinste hinein durchgeführt und noch weit über das
dem 19. Jahrhunderte bekannte Maß vervollkommnet werden muß, so dürfen
die einzelnen Berufe sich nicht wie hinterlistige Gegner gegenüber und
in demselben Interessenkonflikte stehen, in dem früher die Individuen
standen. Es hat sich ja auch unter den von Zwirner geprüften Werken
des 19. Jahrhunderts ein Buch von Dr. Theodor Hertzka, »Die Gesetze der
sozialen Entwicklung« betitelt, vorgefunden, wo neben scharfsinniger
Kritik der landläufigen Lehren die abstrusesten Vorschläge enthalten
waren, wie alle Berufe, die doch auf eigene Rechnung arbeiten und
Eigenthümer der Produkte bleiben sollten, schuldig wären, darüber
Rechnung zu legen, damit die ganze Welt sollte erfahren können, in
welchem Berufe die höchsten Dividenden abfallen und jeder sein armes
Gewerbe sollte aufgeben und dem lukrativsten beitreten können.«
»Es waren unklare Gedanken, die Eigennutz und Uneigennützigkeit
durcheinander warfen, und immer zeigte sich ein Angstgefühl, daß der
Wettbewerb erlöschen könnte. Man sah nicht, daß damals ein Wettbewerb
für Spekulanten und Raubritter bestand, daß aber die ehrliche Arbeit
keinen Lohn fand und der Wettbewerb der Arbeiter nur den Taschen
der Unternehmer zugute kam und am Ende immer wieder zu verschärfter
Sklaverei der Arbeiter führte, daher diese mit vollem Rechte, weil ihr
eigenes Leben daran hing, besonderen Fleiß ihrer Kameraden mit ihrem
Hasse verfolgten.«
»Auch war es ein Zeichen großer Begriffsverwirrung, daß man damals
keinen Unterschied zwischen materieller und geistiger Produktion,
zwischen jener menschlichen Thätigkeit, welche die bereits erworbene
Kultur ausbeutet, und jener, welche dem Fortschritte dient und der
Menschheit neue Bahnen eröffnet, machte und daß man nicht erkannte,
daß die eine Art menschlicher Thätigkeit nur fruchtbar ist, wenn sie
geregelt wird, die andere nur fruchtbar, wenn sie freien individuellen
Impulsen folgt, und daß es ebenso absurd ist, alle menschliche
Thätigkeit zu regeln, wie es absurd ist, für alle menschliche
Thätigkeit Freiheit und Individualismus in Anspruch zu nehmen. Da aber
dem Fortschritte und der geistigen Cultur offenbar nur ein kleiner
Theil der wirthschaftlichen Mittel zugewendet werden kann, so war es ja
auch offenbar, daß die überwiegende Masse der menschlichen Arbeit eine
gebundene und kollektive sein müsse, wie sie es ja auch damals schon,
aber nicht zum Vortheile des Volkes und der arbeitenden Classe, sondern
zum Vortheile einer kleinen Zahl glücklicher Unternehmer wirklich war.
Der Erfolg des Großbetriebes wies auf die absolute Nothwendigkeit hin,
die mechanische Arbeit der Menschen zu regeln.«
»Für den _=Fortschritt=_ allerdings mußte ein Wettbewerb fortdauern.«
»Wir _=haben=_ einen Wettbewerb, aber nur in der edelsten Form. Ich
bin längst arbeitsfrei, das heißt, ich brauche keine geregelte Arbeit
mehr zu leisten, weil ich als Arzt diente und daher, da Aerzte einen
verantwortlichen Beruf haben und Tag und Nacht zur Verfügung stehen
müssen, schon mit 47 Lebensjahren meine Dienstzeit abgeleistet hatte.
Es sind seither drei Jahre verflossen und ich habe mich immer noch mit
Liebe meinem früheren Berufe gewidmet, nur nicht mit der Gebundenheit
eines Beamten und mit einer Einschränkung, die mir erlaubt, dem
Vaterlande auch andere Dienste zu leisten, auf die es kein Recht mehr
hätte. Wo man erfährt, daß ich mich im Orte oder in der Nähe aufhalte,
lassen mich Schwerkranke oder ihre Angehörigen bitten, am Krankenbette
zu erscheinen, und ist mein Rath manchesmal von Nutzen gewesen, denn
die geschicktesten Collegen sind oft in einem einzelnen Falle mit
Blindheit geschlagen, wie es mir ja auch oft ergangen. Ich betheilige
mich oft an gelehrten Congressen, erstatte Gutachten über allgemeine
Einrichtungen, diene als Sachverständiger in Rechtsfällen und schreibe
Artikel für die Fachblätter. Aber das geschieht nur mehr aus Liebe
zur Sache und zum Vaterlande und weil ich sehe, daß sich alle anderen
Leute, die sich zur Ruhe gesetzt haben, nützlich machen, und weil wir
Aerzte überdies genau wissen, daß man dadurch sein Leben verlängert.
Es ergeht jedem übel, der nach beendeter Dienstzeit in Trägheit und
Genußsucht verfällt.«
»Aber ich bin, wie jeder andere, nicht nur Berufsmensch, sondern auch
Dilettant und habe mich, wie ihr schon wißt, hauptsächlich der Plastik
zugewendet, wobei mir meine anatomischen Kenntnisse zustatten kamen.
Ich habe dieser Kunst schon früher gehuldigt, seit Beendigung meiner
Dienstzeit aber an hundert Büsten und Statuen in Thon geschaffen, wobei
mir von Vortheil war, daß ich für meine Lehrjahre Materiale in Hülle
und Fülle hatte und nicht um Stoff zu betteln brauchte. Ich habe bald
einen Ruf erlangt und die Staatsverwaltung, wie auch die Civilliste,
haben viele meiner Statuen gießen lassen und mir so einen weitbekannten
Namen gemacht. Erst in neuerer Zeit habe ich mich daran gewagt, meine
Werke in Marmor zu meißeln, und ist ein Werk für eine hohe Frau in
Arbeit, von welcher die reizende Idee stammt, welche dem Ganzen zu
Grunde liegt.«
»Es wird sehr viel in Bronze gegossen, weil die Feld- und
Festungskanonen aufgelassen und auch die zahllosen Glocken
größtentheils eingeschmolzen wurden, und es liegen noch einige tausend
Uchatius in den Magazinen die darnach lüstern sind, sich in berühmte
Männer oder schöne Frauen umgießen zu lassen. Das Ciseliren meiner
Werke übernehme ich zwar in der Regel selbst, aber auch das Ciseliren
ist zu einer weit verbreiteten Liebhaberei geworden und oft sehe ich in
einer Ortschaft Freunde beschäftigt, einen Abguß meiner Statuetten zu
ciseliren.«
»Wir haben auch andere Vervielfältigungsverfahren, wie den Steinguß
nach einer Methode, die im 19. Jahrhunderte der Firma Matscheko und
Schrödl patentirt wurde, deren Werkstätten, zehnfach vergrößert, noch
an den südlichen Marken von Wien stehen. Dann hat man auch versucht,
von schon ziselirten Bronzestatuen Formen zu machen und mit Hilfe
elektrischer und galvanischer Prozesse in den Formen einen metallischen
Ueberzug herzustellen, der mit einer Pasta ausgegossen werden kann, die
steinhart wird. Wenn dann die Formen abgenommen werden, hat man eine
Reproduktion, die die feinste Ciselirung haarscharf wiedergibt, und es
ist mir nicht klar, weshalb diesem Abguß nicht dem Originale im Werthe
vollkommen gleich gehalten werden sollte. So werden plastische Werke
überallhin verbreitet und sie sind nicht mehr blos in Sammlungen zu
finden.«
»Wie bemerkt, habe ich schon einen großen Ruf und da die Frauen die
Künste verehren, fehlt es mir nicht an Modellen. Die schönsten Mädchen,
auch solche, die zur Ehe bestimmt sind, kommen, natürlich unter dem
Schutze der Mutter oder Adoptivmutter, in mein Atelier und hat mein
Auge Schönheit geschaut, für die es keinen Ausdruck gibt. Als Anatom
weiß ich das Entscheidende festzuhalten und wiederzugeben. Ich habe
eben mein Meisterstück beendet, das noch niemand sehen darf und womit
ich hoffe, -- es mag eine Täuschung sein --, einen Meisterpreis zu
erringen. Der Wettbewerb für Plastik findet im Dezember statt und bis
dahin will ich niemand mein Werk sehen lassen. Ihr sahet ja in meinem
Atelier die verhüllte Statue stehen.«
»Es stellt die Braut dar, die, das Haupt soviel als möglich seitwärts
gewendet, nur das Antlitz in dem im Ellbogen eingeknickten Arme
vergräbt, um wenigstens davon soviel, als ohne Hilfsmittel geschehen
kann, in holder Scham zu verbergen, die rechte Hand, wie ganz leise
abwehrend, senkt, so tief der Arm reicht, und, man möchte glauben, es
zu fühlen, wonneschauernd Schonung heischt. Den jungen Gatten müssen
wir uns dazu denken, wie er, vor seiner Göttin zu Boden gesunken, die
lieben Füße küßt. Ich schmeichle mir, daß die Haltung der Statue jeden
das Bild so ergänzen läßt, und das scheint mir die Aufgabe der Kunst;
sie soll keine Räthsel aufgeben, die sich nicht im bloßen Anschauen und
mit voller Sicherheit lösen lassen.«
»An fünfzig Modelle habe ich Probe stehen lassen, bis ich das Mädchen
fand, das nicht nur unvergleichlich schön war, sondern auch die
plastische Haltung in meinem Sinne wiederzugeben schien.«
»Wenn mir nur die Frauencurie nicht den Vorwurf macht, ich hätte die
Phantasie nicht bis in das Brautgemach führen dürfen, oder meinem
Kunstwerke fehle die Wahrheit, weil kein keusches Weib solche Gunst
selbst dem Gatten erweise. Ich aber werde nicht müde, für unsere armen
schönheitshungrigen Männer zu wirken.«
»Die Statue,« sagte Mr. Forest, »könnte man wohl eher für eine zur
Besichtigung ausgestellte Haremssklavin halten.«
Darauf bemerkte Dr. Kolb, ein wenig ärgerlich: »Das hängt von der
Lebensanschauung des Beschauers ab. In unserer Zeit, in welcher wohl
eher die Männer in einer Art -- allerdings süßer -- Sklaverei gehalten
werden, wird diese Auslegung nicht leicht sich aufdrängen, und dagegen
spricht auch die Rose, die wir unseren schönsten Jungfrauen verleihen,
und der im Haare zurückgebliebene Brautschmuck.«
Unsere Lebensanschauung sträubte sich dagegen, die unserem
Gesellschafter erwünschte Auslegung so unzweifelhaft zu finden, doch
gaben wir unseren Gedanken nicht weiter Ausdruck.
»Was könntest du in Amerika für eine solche Statue bekommen und hier
wird man dir gewiß kargen Lohn geben,« bemerkte Mr. Forest.
»Ich will meine Statuen im Lande behalten, der Lohn wäre aber nicht
karg, wenn die Kunstrichter und das Volk mit mir zufrieden wären.
Ich könnte mir ein Schloß auswählen und Gärten fordern, Pferde und
Wagen und ein Dutzend Hausgenossen aussuchen, bis etwa die Geduld
der Regierung reißen und man das Volk befragen würde, ob man meiner
Unersättlichkeit noch ferner nachgeben solle. Aber wenn ich Lohn
verlange, schließe ich mich selbst vom Wettbewerbe um die Ehrensäule
aus und ein Communist, der bald hier, bald dort wohnen und den Freuden
nachgehen will, hat kein Vergnügen daran, sich mit einem Schlosse
an eine kleine Scholle binden zu lassen. Denn das ist eine gerechte
Forderung, daß derjenige, welcher etwas ausschließlich für sich
verlangt, sich dafür ausschließen läßt von jenem, was allen gemeinsam
ist.«
Ich sagte darauf, wir glaubten, von dem Gegenstande, der hier alle
Köpfe zu beherrschen scheine, genug zu wissen und daß ja jetzt
vielleicht die Antwort auf Mr. Forests Frage folgen könnte, wie man es
hier mit Religion halte, und ob denn keine Christen im Lande seien, da
man keinen Gottesdienst sehe.
Darauf sagte Dr. Kolb, daß die sichtbare Kirche sich aufgelöst habe
und es nur eine unsichtbare gebe. Es scheine geheime Sekten zu geben,
die niemand eindringen lassen, den man für freigeisterisch hält, aber
sie hätten es aufgegeben, sich gewaltsam aufzudrängen. Die Kirchen
seien nach einem stillschweigenden Einverständnisse meist abgetragen
worden, Geistliche habe man nicht wieder angestellt und beim letzten
Conklave habe man zwar die weißen Wölkchen aufsteigen sehen, die von
den nach beendeter Wahl verbrannten Wahlzetteln aus einem bestimmten
Schornsteine aufzusteigen pflegen, aber als einige Nobili und
Frauen begeistert riefen: »__Habemus papam!__« seien die Cardinäle
unverrichteter Dinge aus dem Conklave gekommen und hätten gesagt:
»__Papam non habemus.__«
»Die Evangelien wurden durchgeprüft und man fand, daß Christus eine
_=öffentliche=_ Gottesverehrung _=ja gar nicht haben wollte=_ und
daß der Kern des Christenthums ist: ‘Liebe Deinen Nächsten, wie
dich selbst,’ was in eigenthümlicher, aber wirklich tiefsinniger
Ausdrucksweise Paulus mit den Worten bezeichnet: ‘Keiner suche das
seinige, sondern das des andern.’ Lange wurde hin- und her gekämpft und
dann nahm die Bewegung doch jenen Verlauf, den die Denkenden vermuthet
hatten. In Wien sind noch drei Kirchen zu sehen, die Stefanskirche,
die Votivkirche und die Kapuzinerkirche, die der alten Kaisergruft
wegen fortbesteht. Auf der Eingangsthüre stehen aber die Verse: Was
ist das für ein Haus, das ihr _=mir=_ bauen wollt, und was ist das
für ein Ort, da _=ich=_ ruhen soll?[D]« »Du aber, wenn du betest, gehe
in deine Kammer und schließe die Thür zu und bete zu deinem Vater im
_=Verborgenen=_«[E].
»Habt ihr keinen Religionsunterricht mehr?« fragte ich. Dr. Kolb sagte,
daß man das Evangelium Matthäus von einigen für Kinder unpassenden
Stellen gereinigt und bedeutend gekürzt habe und daß die Lehren Christi
vorgetragen würden, wie eine Legende oder ein Märchen. Dogmen lehre
man Kindern gar nicht und die Erzählungen von Christus übten doch
eine große Wirkung aus, da man auch zwei Feste daran knüpfe, die das
Gemüth der Kinder feierlich stimmen. Man habe den Christbaum mit der
Krippe darunter und das Osterfest im dunkel gemachten Bibliothekssaal,
in welchem farbige Lichter mehr glühen als leuchten, beibehalten und
an letzteres Fest schließe sich die Auferstehung an und ergreifende
Gesänge begleiteten die Feier.
»An die Stelle des Dogmas ist die Symbolik getreten und lehrt man
-- wie Christus erwiderte: ‘Ich aber sage euch, Elias ist schon
wiedergekommen[F]’ --, daß Christus in Wirklichkeit schon auferstanden
sei, denn in unserem Staate hätten wir das Reich Gottes verwirklicht
und die Auserwählten seien bereits eingezogen in das Reich, das ihnen
von Anbeginn der Welt bestimmt war, da jeder Hungrige gespeist, jeder
Durstige getränkt, jeder Nackte bekleidet, jeder Fremdling beherbergt
und jeder Kranke besucht werde.«[G]
Der mächtige Christbaum werde beim Weihnachtsfeste in Stücken in den
Saal gebracht und von den Müttern mit Lichtern besteckt und geschmückt.
-- Spielzeug und Näschereien fehlten nicht und der Abend bringe manches
Neue, so insbesondere auch Kleidchen und Bücher. Man lasse noch immer
die kleinsten Kinder bei den Glauben, daß alles von dem hoch oben
schwebenden Christkinde herbeigezaubert sei. »Wir halten dafür, daß
gerade _=wir=_ Christen und unsere Gegner Pharisäer seien. _=Wir=_ sind
es, die das Christenthum verwirklichen, aber aus Ueberzeugung, nicht
nach den Irrlehren der Confessionen.«
»Die Erfahrung wurde gemacht, daß das Einschlafen des öffentlichen
Gottesdienstes keine üblen Folgen hatte. Wer ein Bedürfniß empfindet,
sich an religiösen Uebungen zu betheiligen, kann in privaten
Conventikeln Erbauung suchen oder die zahllosen Erbauungsbücher
der früheren Zeit lesen. Das Bedürfniß darnach wird aber niemand
durch Schule und Erziehung aufgezwungen. Wir glauben, daß viele
unverheirathete Mädchen dieser Schwärmerei sich hingeben, aber es wird
nichts davon bekannt. Die staatliche Ordnung ist so mächtig geworden,
daß sie einer Unterstützung der Kirche nicht bedarf, religiöse Secten
aber niemals gefährlich werden können. Jemand seiner Ueberzeugung oder
seiner religiösen Uebungen wegen zu kränken, ist strenge verpönt.«
»Und die Frauenemancipation hat keinen Schaden angerichtet?«
»Sicher nicht. Die Frauen haben sich von allem Anfange an mit
großem Tacte ein Gebiet erobert, auf dem sie herrschen, die Liebe
und die Familie. Sie haben eingesehen, worin die Familie dem Staate
Zugeständnisse machen muß. Dagegen ist in dieser Hinsicht und in der
Liebe nichts geregelt worden, was die Frauen nicht einmüthig gebilligt
hätten. Es hat sich gewissermaßen von selbst gemacht, daß sie sich
eine Art geheimer Nebenregierung errichteten, und der Gebrauch, ihre
Ideen über diese Gegenstände in geheimen Berathungen und einer geheimen
Zeitung auszutauschen, ermöglicht eine reifliche Erwägung ganz im
Sinne der Frauen. -- Für alle Feierlichkeiten und Gebräuche gingen die
Vorschläge von ihnen aus und sie billigen jede Freiheit, die die Frauen
in überwiegender Mehrheit gutheißen. Gegen den Frauentact verstößt
keine und die Position, die die Frauen in der Ehe und in der Liebe
einnehmen, ist unerschütterlich. Gegen Bewilligung der Aufnahme ihres
Curiatsrechtes in die Verfassung haben sie eingewilligt, daß weder der
Staatsbeamte, noch der Tribun, noch der Pädagog oder der leitende Arzt
aus den Frauen solle gewählt werden können. Dagegen haben sie ihre
medicinische Schule, wo nur Frauen tradiren und demonstriren, auch
nur Frauen behandelt und weibliche Leichname zergliedert werden, und
ihre medicinische Wissenschaft entwickeln sie in ihrer Frauenzeitung.
Nur Forschungsergebnisse und Lehrmeinungen, die ohne Zusammenhang
mit dem Geschlechtsleben sind, verhandeln sie öffentlich und in den
öffentlichen Blättern.«
In allen wirthschaftlichen Fragen sei die Frau natürlich ebenso fähig
zu stimmen, wie die Männer, aber auch in Verfassungsfragen und anderen
öffentlichen Angelegenheiten seien die Frauen gerade so competent, wie
Männer. In gewissen Fällen vertraue sich eine Frau oder ein Mädchen nur
dem weiblichen Arzte an und müsse die Frau Doctor sich übrigens der
Leitung des ärztlichen Beamten unterwerfen und die amtlichen Geschäfte
ihm überlassen, wie auch ihm Aufschlüsse ertheilen. So sei das uralte
Unrecht der Hörigkeit der Frau abgeschafft und gerade die Frauen hätten
dem Lande zu den möglichst vollkommenen, wenn auch gewiß noch immer
verbesserungsfähigen Zuständen des Geschlechtslebens verholfen.
Wir wollten nun hören, ob kein Mißbrauch der kaiserlichen Gewalt und
keine Parteilichkeit oder Tyrannei der Beamtenschaft vorkomme. --
Darin gerade, sagte unser Gewährsmann, unterscheide sich Europa von
Amerika, daß es die Monarchie beibehalten habe und daß die Beamten
nicht so, wie man es oft als ein Erforderniß der Freiheit betrachtete,
vom Volke, sondern vom Kaiser oder in seinem Namen ernannt werden.
Damit hänge auch die Ersprießlichkeit der Monarchie zusammen. Der
Kaiser habe vor Allem eine Stelle zu besetzen, auf die sich niemand
drängen kann, und er sei in der Lage, sich über die Würdigkeit und
Rechtschaffenheit der Beamten ein Urteil zu bilden, das dem Volke
großen Schutz gewährt. Das Tribunat habe auch Gelegenheit, über Beamte
direct beim Kaiser Klage zu führen, was rascher zum Ziele führe, als
eine zeitraubende Volksabstimmung, mit der das Volk gerne verschont
bleibe, wenn andere Abhilfe gefunden werden kann. Die Staatsverwaltung
müsse sich aber als eine offenbar organische Institution auf eine
Organisation stützen und diese sei die Beamtenschaft. Eine Organisation
erheische ebenso Stetigkeit, wie Stoffwechsel, das heißt, es müssen
unbrauchbare und absterbende Theile rasch ersetzt werden können,
ohne das Ganze in Zerfall gerathen zu lassen. Das treffe zu in einem
Beamtenkörper, der im Ganzen beharrt, aber immer in der Lage ist,
faule Theile abzustoßen und für diese, sowie sonst ausscheidende
Elemente, geeigneten Ersatz zu finden. So geartet sei nicht nur die
monarchische Beamtenschaft, sondern auch jede Beamtenschaft in einem
prosperirenden Privatunternehmen. Ganz im Gegensatze damit stehe ein
gewählter Beamtenkörper, der von vier zu vier Jahren oder in anderen
Intervallen abtreten und anderen Beamten Platz machen müsse. Das sei
der Gipfel der Unvernunft, hervorgegangen aus einem Mißverständnisse,
daß es nämlich die Organisation sei, wodurch die Bureaukratie schädlich
wirke. Das Volk könne die Ernennung der Beamten getrost der Regierung
überlassen, wenn es in der Lage ist, in die Beamtenthätigkeit Einsicht
zu gewinnen und den einzelnen Beamten, wie auch die Regierung selbst,
zur Rechenschaft zu ziehen. Die Einrichtung des Volkstribunats und
die Verwirklichung der Volkssouveränität habe allen Uebeln der
Beamtenwirthschaft ein Ende gemacht, ohne die Stetigkeit der Verwaltung
zu beeinträchtigen. Der von der Regierung ernannte Beamte habe zwar
die eigentliche Entscheidung in allen Fragen der Production, dann der
Vertheilung von Arbeit und Gütern, aber er arbeite mit einem vom Volke
gewählten und jederzeit absetzbaren Volkstribune, vor dem er keinen
seiner Schritte verbergen könne, der von allem Einsicht nehme, der
jederzeit an den vorgesetzten Beamten berufen, über alles an das Volk
berichten könne.
»Wie halten es aber Monarch und Prinzen mit den Frauen?«
»Was das Privatleben der Glieder des kaiserlichen Hauses anbelangt,
so ist es ebenso heilig gehalten, wie das der einfachen Bürger.
Oeffentliches Aergerniß aber darf nicht geboten werden. Gerichtsbarkeit
unter ihnen kann nur der Kaiser üben und alle sind unverletzlich.«
Aber wer ihnen nur im geringsten in etwas ungerechtem oder auch nur
unschicklichem diene oder auch nur passive Assistenz leiste, werde von
dem Volksgerichte bestraft. Wenn ein Mädchen, eine geschiedene Frau
oder eine Witwe mit dem Kaiser oder einem Prinzen ein Liebesverhältniß
unterhielte, so würde sie nur dann Tadel treffen, wenn ein Hauch
von Käuflichkeit gewittert würde. Auch wolle man keine kaiserlichen
Bastarde haben. Glaube man, daß diese Frauen nicht aus Liebe gewähren,
sondern um äußeren Vortheil oder gewisse Parteilichkeit, so werde das
Volk und vor allem die Frauencurie, sich immer Recht zu verschaffen
wissen. -- Die Geliebte in seine Nähe zu bringen, sei dem Kaiser oder
Prinzen nicht schwierig, da in allen Palästen der kaiserlichen Familie
männliche und weibliche Hausgenossen, die der Civilliste zur Last
geschrieben werden, angestellt seien. Käme aber eine Ueberführung wegen
Käuflichkeit vor, so würde die Schuldige abgerufen und die Fortsetzung
des Liebesverhältnisses unmöglich gemacht, indem man sie internirt. --
Die Frauen wollten ihre Ehre und Würde corporativ wahren, und das sei
von unermeßlichem Werthe.
Da warf Mr. Forest ein, daß man zwar den Mitgliedern der kaiserlichen
Familie nicht verwehren könne, in der Liebe dieselbe Freiheit zu
genießen, wie der einfache Bürger, aber man scheine es da mit der
Heiligkeit der Ehe minder genau zu nehmen, als im Volke. Dr. Kolb
bemerkte darauf, es habe sich ja vorhin nur darum gehandelt, ob die
Bürger nicht für die Ehre ihrer Frauen und Töchter zu fürchten hätten.
Was die Frauen in der kaiserlichen Familie anbelange, so könnten
sie jederzeit Schutz gegen Untreue finden, wenn sie die Hilfe der
Frauencurie anriefen. Wenn man auch keine Gewalt über den Gatten
habe, so habe man doch volle Gewalt über die Mitschuldige. Auch könne
die beleidigte Frau ihren Gatten verlassen und das Volk sei reich und
mächtig genug, ihr Ersatz für den Hausstand zu bieten, den sie aufgebe.
Er wolle aber noch einiges über die Beamtenschaft auseinandersetzen.
»Die Beamten sind unter der allerstrengsten Aufsicht. -- Der nächste
Vorgesetzte ist für seine Untergebenen verantwortlich insoferne er
nicht beweisen kann, daß er ein Unrecht oder eine Nachlässigkeit nicht
habe erfahren oder nicht habe hindern können. Die Beamten sind schon
von der Schule her nach Charakter und Begabung genau beschrieben. Sie
rücken nur vor, wenn sie sich bewährt haben, und auch eine größere
Ungeschicklichkeit kann sie ihre Stelle kosten, in welchem Falle sie
Landarbeiter oder Handwerker werden müssen. Der Geist, der im ganzen
Beamtenkörper herrscht, erfaßt jedes einzelne Mitglied. Arbeit und
Güter werden in den statistischen Ausweisen so genau verrechnet, daß
ein Mißbrauch der Stellung gar nicht möglich ist, und wenn man noch
weiters in Betracht zieht, daß man annimmt, jede Mehrbelastung oder
Minderversorgung eines Menschen müsse auf sein Leben zurückwirken
und somit jede Parteilichkeit fühlbar in der mittleren Lebensdauer
zum Ausdrucke kommen, so hat man auch darin einen Maßstab für die
Beurtheilung der gerechten Amtsverwaltung und einen Antrieb für den
Beamten, größte Gerechtigkeit walten zu lassen.«
»Was die Verrechnung betrifft, so kann ich euch nur an einzelnen
Beispielen zeigen, wie sie gehandhabt wird und daß die Beamten
Unterschleife nicht begehen können, es wäre denn beim Verkehre mit
handeltreibenden fremden Staaten, wo ganz besondere Controllmaßregeln
Anwendung finden. Ein wichtiger Verrechnungsartikel ist die Milch,
weil sie rasch verbraucht wird, und darum wird die Verrechnung der
Production von Milch und ihres Verbrauchs täglich veröffentlicht.
Jede Gemeinde hat eine Vorsteherin für die Milchwirthschaft, welche
unter Controlle ihrer Arbeiterinnen täglich die Menge der gemolkenen
Milch und ihre Verwendung feststellt und dem Beamten verrechnet.
Soviel ermolken, soviel an die Küche, soviel an die Butter- und
Käseerzeugung, soviel an die Bezirksverwaltung abgegeben, soviel
Vorrath vom Vortage, bleibt soviel Vorrath für morgen. Ebenso wird
die Käse- und Buttererzeugung und die Gewinnung und der Verbrauch der
dabei sich ergebenden Abfälle verrechnet. Die Verrechnung wird täglich
schriftlich in der Gemeinde, beim Bezirksbeamten und beim Kreisbeamten
hinterlegt und zunächst das Bezirkssummarium aufgestellt. Ist die
erste Verrechnung richtig -- und auf diese hat der Beamte nur einen
mittelbaren Einfluß, -- so kann nichts mehr gefälscht werden. Das
Kreisblatt veröffentlicht nun nach Art einer statistischen Tabelle
am nächsten Tage das Kreissummarium und dessen Entstehung aus den
Bezirkssummarien, und da die Richtigkeit der letzteren Angaben von
jedem Bewohner des Bezirkes aus den Acten constatirt werden kann, so
ist diese Verrechnung für den Kreis ebenso zweifellos richtig, wie das
Provinz- und Reichssummarium.«
»Da nun zugleich die Bevölkerungsstatistik täglich publicirt wird,
so ist jedermann in der Lage, die Vertheilung dieses einen Artikels
genau zu prüfen. Andere Verbrauchs- und Gebrauchsgegenstände werden
wöchentlich oder monatlich verrechnet, Bauten jährlich. Dieser
statistische Theil der Regierungsblätter, die unter Verantwortung des
Staatsbeamten und des Volkstribuns für den Kreis, beziehungsweise
die Provinz und das Reich erscheinen, liegen in jeder Gemeinde der
Circumscription in zehn Exemplaren auf, was vollkommen genügt, um
volle Oeffentlichkeit zu verbürgen. Die Statistik fremder Kreise und
Provinzen findet man nur am Bezirksorte.«
»Nun aber, welche Sicherheit habt ihr, daß der Monarch nach außen
Frieden hält und den Volksrechten nichts vergibt?«
Hierauf sagte Dr. Kolb: »Die Völker des europäischen Festlandes sind
bis zur Ostgrenze des russischen Reiches in einen Verband getreten,
der gemeinsame Vertheidigung gegen außen und ewigen Frieden im Innern
der Union verbürgt.« Die Unionsarmee, über die Rußland, und die
Seewehr, über die Oesterreich das Commando führe, werde gemeinsam
erhalten und der Beitrag an Truppencontingent und Naturalien nach der
Bevölkerungsziffer aufgetheilt. Dagegen haben alle Staaten abgerüstet
und auch Rußland sich verbunden, nicht mehr Truppen auszuheben, als
percentuell auf dieses Reich entfallen. Europa habe viele Millionen
an Gewehren zerstört und das Arsenal für die Wehr zu Land sei in
Ostrußland. England sei außerhalb der Union und besitze nichts mehr in
den Gewässern von Gibraltar bis Aden. Dieses Seegebiet werde von der
Union wie ein Binnensee behandelt, die Einfahrt bei Gibraltar und in
das rothe Meer sei allen fremden Handels- und Kriegsschiffen verwehrt
und demgemäß befestigt.
»Die innerhalb dieses Gebietes gelegenen Küsten bedürfen gar keiner
Befestigungen und befinden sich übrigens in diesem ganz gesicherten
Gebiete die Hauptmarinearsenale und die Schiffswerften und es
ist gewissermaßen der Exerzirplatz für die Unionsmarine. Fremde
Handelsschiffe, die in unseren geschlossenen Meeren ausgeladen werden,
werden von Unionsmatrosen übernommen und nach Löschung der Ladung
zurückgebracht wie ein Waggon, der die Reichsgrenze passirt. Aber der
auswärtige Handel nach den Häfen der geschlossenen Meere hat beinahe
ganz aufgehört. Auch die Ostsee ist __mare clausum__.«
Die türkische Herrschaft sei ganz beseitigt worden und habe Rußland
Kleinasien und Arabien in Verwaltung genommen, Italien Egypten,
Frankreich das Gebiet von Egypten bis an die Westgrenze von Algier,
Spanien den ganzen Westen des nördlichen Afrika. Die Völker der
Balkanstaaten hätten vier selbständige christliche Reiche gebildet, die
unter der Oberhoheit des Kaisers von Oesterreich ständen, der auch den
Befehl über die Marine und den Küstenschutz habe.
Nun müsse nicht nur jedes republikanische Staatsoberhaupt, sondern auch
jeder Monarch, der sein Amt antritt, in Gegenwart des Tribunats und,
wenn das Volk es verlange, gewählter Deputirter, zuerst den Eid auf
die Verfassung, dann den Eid auf die Unionstraktate schwören, wodurch
für ewige Zeiten jede Verschiebung der Grenzen ausgeschlossen sei.
Zu dieser Eidesleistung erschienen meistens alle Staatsoberhäupter
Europas. Den Eid wolle man jetzt durch die Worte ersetzen: »So wahr
meine Rede ja, ja und nein, nein ist!« Internationale Streitigkeiten
der Unionsstaaten würden durch die nichtbetheiligten Staatsoberhäupter
als internationalem Gerichtshof entschieden und sei die unverbrüchliche
Beobachtung dieser Erkenntnisse ein Theil der beschworenen
Unionspflichten.
»Wir halten eine Gefahr, daß die Union in die Brüche gehen könne, wie
weiland der deutsche Bund, für ausgeschlossen, und es ist übrigens
auch Vorsorge getroffen, daß das Unionsrecht sich zeitgemäß entwickeln
kann. Wir hoffen, daß England bald gezwungen sein wird, der Union
beizutreten, und für die allerdings noch ferne Zukunft können wir wohl
annehmen, daß ganz Asien für das Collektivprinzip wird gewonnen und
dann Europa, Asien und Afrika, welche ja in Wirklichkeit nur _=einen=_
Continent bilden, zu einem einzigen Staatenbunde werden vereinigt
werden.«
Unter diesen Gesprächen war es Nacht geworden und wir gingen im
Mondscheine heim, um das Nachtmahl einzunehmen und uns den geselligen
Freuden in Tulln hinzugeben. Wir hatten davon, zuviel von anderen
Dingen angezogen, bisher wenig kennen gelernt. Es war großes
Kinderspiel unter den Linden, woran sich alte Leute gerne als Zuseher
betheiligten. In einem Theile des Speisesaales hatte sich das junge
Volk für heute die Abhaltung eines Tanzvergnügens ausbedungen und in
den kleinen Sälen und Schulzimmern neben dem Bibliothekssaale fanden
heute die Schlußberathungen für die Abstimmung über die Anträge auf
Aufhebung des Adels und Abschaffung der Monarchie statt, da morgen
abends 7 Uhr die Stimmen abgegeben werden sollten. Wir aber gingen auf
Anrathen des Dr. Kolb in einen Musiksaal, wo heute Sänger aus Tirol,
die eben auf Besuch hier waren, sich hören lassen wollten. Wir hatten
hier einen eigenartigen Genuß und haben uns vortrefflich unterhalten.
Die Fortsetzung unserer Gespräche wurde aufgeschoben.