Dein Blick ist unsterblich in mir.
Er hat ja erst wie ein Sonnenstrahl
Mein dumpf-unseiendes Leben erweckt.
Er hat ja erst die Sehnsucht erweckt.
Dein Blick ist unsterblich in mir.
Wir sanken, Glieder an Glieder gepreßt
Und Mund an Mund
Als Leib, lustvergessen ein Leib, ins Gras;
Und tief der Himmel mit tausend Sternen
Sank und deckte uns zu.
O Himmel der Lust! O Grab der Lust!
Aber dein Blick ist unsterblich in mir.
Und, die du gebärst, die Kinder kreisen
Als Sonnen auf eigen-beschriebener Bahn:
Ein neues System. Ich hab es erregt.
Nein, dein Blick hat es erregt.
Und dein Blick ist unsterblich in mir.
Unsterblicher als die Geschlechter nach mir.
In meiner Seele, wenn alles, was Staub war,
Staub wieder ist, lebt noch dein Blick,
Ihr sphärisches Sein durchleuchtend mit mildem Strahl,
Unsterblich ist dein Blick in mir.
So wird meine Seele die Sehnsucht hegen,
Wie tief ich gestorben, nach Leben im Fleische,
Um voller zu fassen das schwebende Leben
Im Blicke von dir zu mir,
Unsterblich ist dein Blick in mir.