[Illustration: Abb. 165. +Kinderszene.+ Aus „Gesammeltes“. 1868. (Zu
Seite 89.)]
Vor allem schätzte er aber Goethe und Shakespeare, wie wir das aus
seinen Aufzeichnungen schon ersahen. Eine besondere Vorliebe hatte er
für die Romantiker, wie Tieck, Novalis, Clemens Brentano. Hier war die
romantische Richtung aus der Zeit seiner Jugend bestimmend für sein
ganzes Leben, wenn er auch in späteren Jahren sehr klar sah, was in
jener Zeit krankhaft und gemacht war. Brentanos herrliches Fragment
„Aus der Chronika eines fahrenden Schülers“ schätzte er ganz besonders;
er hat dazu das prächtige Blatt „Die Laurenburger Els“ im „Gesammelten“
gezeichnet. Brentanos Märchen, herausgegeben von Guido Görres, vor
allem das „Vom Rhein und dem Müller Radlauf“, die Romanzen vom
Rosenkranz und die Aufzeichnungen der Visionen der Nonne von Dülmen,
Katharina Emmerich, letztere wegen des Anregenden für die Darstellung
der Leidensgeschichte Christi, interessierten ihn sehr. Den würdigen
Matthias Claudius hatte er besonders ins Herz geschlossen; wie oft habe
ich ihn rezitieren hören:
Wir stolzen Menschenkinder
Sind eitel arme Sünder
Und wissen gar nicht viel.
Wir spinnen Luftgespinste
Und suchen viele Künste,
Und kommen weiter von dem Ziel.
Gott, laß dein Heil uns schauen,
Auf nichts Vergänglich’s trauen,
Nicht Eitelkeit uns freu’n.
Laß uns einfältig werden
Und vor dir hier auf Erden
Wie Kinder fromm und fröhlich sein.
[Illustration: Abb. 166. +Dreikönigslied.+ Aus „Gesammeltes“. 1869. (Zu
Seite 89.)]
[Illustration: Abb. 167. +Feierabend.+ Aus „Gesammeltes“. 1867. (Zu
Seite 89.)]
[Illustration: Abb. 168. Zu „+Gott sorgt für uns+“. 1865. Aus Georg
Scherers „Illustriertes deutsches Kinderbuch“. II. Band. 1869.