gestopft, rauchte behaglich und schüttelte nur den Kopf zu allen den
Fragen. »Geht ihn suchen,« sagte er endlich; »vielleicht hat ihm Gott
zum Lohn ein langes, langes Leben geschenkt!«
»Dann ist er gar zu alt und unheimlich!« riefen die Mädchen und tanzten
eine Hora,[48.6] um Bujor zu vergessen.
V
Rîul Doamnei[49.1]
Unweit dem[49.2] lieblichen Gebirgsstädtchen Câmpa Lungo[49.3] windet
sich ein frischer, klarer Bach dahin, der Rîul Doamnei, »der Bach der
Fürstin« genannt. Dieser Bach führt Gold in seinem Bette, zuweilen
Stücke halb so groß wie ein Fingernagel, und es war vor Zeiten Sitte,
daß dieses Gold allemal der Fürstin gehörte. Und warum es ihr gehörte,
das ging so zu:
* * * * *
In dem Rumänenlande war eine große Hungersnot, eine Hungersnot, wie man
seit Menschengedenken nichts ähnliches gesehen. Zuerst waren die
Heuschrecken gekommen, in solchen Schwärmen, daß sie die Sonne
verdunkelten, und wo sie sich niederließen, da war das schönste
Ährenfeld in einigen Minuten kahl wie eine Tenne, die Bäume ohne ein
einziges Blatt starrten mit ihren nackten Ästen in den Sommer hinein,
dessen ewig blauer Himmel die Hitze immer[49.4] größer werden ließ, so
daß bei Nacht keine Erfrischung mehr in der Luft war. Sobald alles
ringsum abgefressen war, erhob sich die Wolke von Heuschrecken, um sich
schnell wieder auf das nächste Grün zu senken. Und so ging es[50.1]
unaufhaltsam fort, und damals war man noch nicht so klug wie heute, wo
man die großen Strecken mit Petroleum begießt und das alles dann in
Brand steckt. Kanonen gab es auch[50.2] noch nicht, mit denen man, wenn
sie fliegen, darunter schießen und sie so auseinandersprengen kann.
Nach den Heuschrecken waren die Polen von Norden her eingefallen, die
Ungarn von Westen und die Türken von Süden, und so wurden die Häuser
verbrannt und das Vieh geraubt. Jetzt hatten alle diese Feinde das Land
verlassen, hatten aber Fieber und Seuchen unter Menschen und Tieren
zurückgelassen. Mit schwarzen Lippen und Wunden am[50.3] Körper gingen
die Menschen umher. Das Vieh verreckte in Massen auf den dürren Feldern,
wo es keinen Halm mehr gab. Nur die Hunde und Raben hatten gute Tage.
Die Luft zitterte vor Hitze, und auf weite Strecken verbreitete sich ein
entsetzlicher Geruch, der wie ein Pesthauch die Menschen niederwarf, so
daß sie in wenigen Stunden starben. Man[50.4] hörte keine Klagen mehr,
denn dumpfe Verzweiflung hatte alles zum Schweigen gebracht. Es[50.5]
läutete keine Glocke mehr, es gab weder Sonn-[50.6] noch Feiertag; auch
keine Arbeit, denn man hatte keine Ochsen zum Pflügen und kein Korn zum
Säen. Wie Gespenster schlichen die Menschen umher. Kaum fanden
sich[50.7] noch Leute, die Toten zu verscharren. Viele blieben, samt dem
Vieh, auf dem Felde liegen.
Die schöne Fürstin Irina[50.8] fühlte ihr Herz vor Mitleid brechen. Sie
hatte alle ihre Juwelen hergegeben für die Armen; sie hatte mit ihrem
letzten Gelde Vieh gekauft für die Bauern; das war aber gleich der
Seuche erlegen. Sie hatte die Hungernden gespeist, bis sie selbst kaum
mehr genug hatte für ihre vier kleinen Kinder. Verzweiflungsvoll stand
sie am Fenster, rang die Hände und betete: »Lieber Gott![51.1] Hast Du
mich denn ganz verlassen? Willst Du unser armes Land ganz vernichten?
Haben wir denn so viel gesündigt, daß wir solche[51.2] Heimsuchung
ertragen müssen?« -- Da kam ein leises, kühles Wehen herein, mit einem
so süßen Duft, wie von dem schönsten Blumengarten, und eine silberne
Stimme sagte: »Aus einem Flusse wird Dir Hilfe erwachsen. Suche
nur!«[51.3]
Da ging sie zum Fürsten, ihrem Gemahl, und zu ihren Kindern, nahm
Abschied und sagte, sie werde bald wiederkommen. Sie wisse, wo zu
suchen, um alle von der Qual zu erlösen. Sie that[51.4] so heiter und so
sicher, daß alle Vertrauen und Hoffnung gewannen; denn sie verschwieg
ihnen,[51.5] daß sie nicht einmal[51.6] wußte, was sie suchen solle.
Sie begann eine mühselige Wanderung in der heißen Sommerglut, den
Flüssen nach.[51.7] Manchmal fand sie noch ein mageres Pferdchen, das
sie eine Strecke weit trug, dann aber unter ihrer leichten Last tot
zusammenbrach. Sie ging am Olto[51.8] hinauf, am Gin, am Buzlu, am
Sereth, an allen großen und kleinen Flüssen. Spärlich wanden sich diese
durchs Gestein, und die sonst so mächtigen Wasser flüsterten kaum noch
dahin, wo sie sonst rauschten und brausten.
»Lieber Gott!« betete die Fürstin. »Laß doch[52.1] eine kleine Wolke
erscheinen, wenn ich den Fluß gefunden, der mir helfen soll!« Aber es
kam keine Wolke. Sie wanderte zum zweiten Mal den Argesch[52.2] hinauf
und wollte[52.3] eben traurig umkehren, als sie die Mündung eines
kleinen Baches gewahrte, auf die sie vorher nicht geachtet. Zögernd
lenkte sie ihre Schritte dahin, mit immer[52.4] schwererem Herzen, je
kleiner und unbedeutender der Bach ihr erschien.
Von den Steinen,[52.5] auf denen sie ging, ermattet, blieb sie einen
Augenblick stehen und seufzte: »Ich finde nichts, gar nichts! Und
vielleicht verhungern und sterben unterdes meine Kinder! Vielleicht war
mein Gedanke thöricht, ein Hirngespinst, eine Lüge!« Wie[52.6] sie so
sprach, war[52.7] es ihr, als fiele ein Schatten über sie. Sie dachte,
es seien die Thränen, die ihre großen, müden Augen zum ersten Male
füllten. Sie wischte sie fort; nein es war ein Schatten in der baumlosen
Heide, und wie sie die Augen erhob, hatte sich die Sonne hinter eine
ganz kleinen Wolke versteckt, die langsam größer wurde.
Irina begann zu zittern vor freudigem Schreck. Hatte Gott sie gehört,
oder war es wieder ein Irrtum? »Lieber Gott!« betete sie, »wenn dies der
Fluß ist, so laß die Wolke größer werden und Regen fallen; denn schon
der Regen ist Segen und hilft aus vieler Not!« Sie ging immer ein wenig
weiter; ja, die Wolke wurde größer; sie ging schneller, ja, sie lief,
bis sie vor Schwäche nicht mehr konnte;[53.1] da begannen einige große
schwere Tropfen zu fallen. Sie sog sie[53.2] mit den Lippen auf, mit den
Augen, mit Händen und Haaren.
Da rauschte und rieselte es[53.3] ganz leise um sie her, und mit einem
Mal brach ein wahrer Wolkenbruch los. Sie ging, so gut sie konnte, im
nassen Lehm, im Flußbett, bis der Fluß zu schwellen begann und in
braunen, schaumigen Massen angerauscht[53.4] kam, wie ein breiter Fluß.
Sie mußte manchmal stehen bleiben und ihren Pfad suchen, ging aber immer
fort aus Furcht, der Regen möchte wieder aufhören. Es regnete den[53.5]
ganzen Tag und die ganze Nacht. Die Fürstin war so naß, daß es[53.6] wie
ein Bach aus ihren Kleidern floß. Sie wand sie[53.7] aus, schürzte sie
und ging weiter noch einen Tag und noch eine Nacht. Sie war schon im
Gebirge und fiel oft hin vor Erschöpfung. Endlich blieb sie am Ufer
liegen und schlief ein, während der Regen auf sie niederströmte und das
Wasser immer höher schwoll, als[53.8] wollte es nach ihr greifen und sie
fortschwemmen.
Von Frost geschüttelt wachte sie auf. Da stand in der Morgenluft die
leuchtende Sonne so frisch, als hätte sie selber ein Bad genommen und
siehe, der Bach war nicht mehr braun, sondern klar und blau wie die
Luft, und im Grunde desselben blinkte und glitzerte es[53.9] wie lauter
Sonnenstrahlen. Irina schürzte ihr Gewand und watete hinein. Sie mußte
sehen, was[53.10] so wunderbaren Glanz hatte. Und siehe, es war lauter
Gold! Im Wasser fiel sie auf die Kniee und dankte Gott laut und
inbrünstig. Gold! Gold! Nun konnte sie helfen. Sie ging behutsam im
Wasser weiter und sammelte die Körnchen und die kleinen Stücke und
füllte ihren Mantel damit, bis sie die Last kaum mehr tragen konnte. Nun
aber schnell nach Hause mit ihrem Schatz, den sie vor ihren Gemahl
ausschüttete! Die Kinder lebten noch, wenn auch[54.1] in großer Schwäche
und Erschöpfung, und erkannten sie fast nicht, so war sie abgemagert und
sonnverbrannt. Aber Boten gingen nun in die Länder und kauften Korn und
Mais, Samen und Vieh, und der Fluß wurde nicht müde, zu spenden, bis der
Not ein Ende war und lachendes Grün und fette Weide wieder die
rumänischen Gefilde deckte. Das dankbare Volk aber nannte den Bach »Rîul
Doamnei« und niemand sollte das Gold darin anrühren dürfen als Eigentum,
als nur die Fürstin des Landes. Die späteren Fürstinnen müssen es aber
wohl[54.2] weniger gut angewendet haben, denn der Fluß ist sparsamer
geworden, und daß Gold, daß hier und da ein Bauer darin findet, wird im
Museum aufgehoben.
* * * * *
* * * *
NOTES
I
~Piatra Arsa~
+Page 1.+--1. ~+Piátra Arsa+~ (Roumanian, from Græco-Latin: +{petra}+;
+petra+; [Ital. +piétra+] "rock," "stone"; and +arsa+ [perf. partic. of
ardeo, ardêre, arsi, +arsum+, "to burn," "to be on fire"]).
2. ~+Pau´na+~ (three syllables), Roumanian, a girl's name.
3. ~+wenn+~ (indefinite--repeated action), _when, whenever_.
4. +Pui de Imparát+ (Roumanian, from Lat.: +pullus+, [Eng. +pullet+]
"small," "little," "young"; and Roumanian ablative = Lat. genit. sing.
of +imperator+, "emperor").
5. ~+als trüge+ . . .~ (past subjunctive), unreal condition after
~+als+~ (= ~als ob, als wenn, wie wenn~), _as if she carried something_
("on her head" being understood).
6. ~die +Hóra+~ (Roumanian, pronounce ~H~ guttural like ~ch~ in ~Loch~
or ~Buch~; from Græco-Latin: +{choros}+, +{choreia}+; +chorus+,
+chorea+), _dance, country-waltz_.
7. ~+man+~ (indef. pers. pron.) +one+, _they, people_; frequently to be
translated idiomatically by English passive.
8. ~+ihr+~ (idiomat. dat. of pers. pron.) ~in die Wangen~ for possess.
pron. ~in +ihre+ Wangen~.
9. ~+man+~ (idiom.), cf. note 7.
+Page 2.+--1. ~+zur Donau hinab+~, _i.e._ from the Carpathian Highlands
_down to_ the Roumanian plain, N. of _the Lower Danube_.
2. ~+vergossen+~ (~habe~ or ~hätte~ implied), auxiliary omitted, as
frequently in "dependent" clauses.
3. ~+so+~, here: _in such a way, as_, or _so, as . . ._
4. ~+wie+~, conjunction (colloq.) for ~als~, _when_.
5. ~+sich+~, dat. (here reciprocal pronoun = _each other, one another_).
6. ~+nachts+~ (adverbial genit. of indef. time _when_) formed in analogy
with ~tags, morgens, abends~, though ~Nacht~ is feminine.
7. ~+sei+~ (indirect subjunctive)--the "statement," "thought," or
"belief" of another related, not quoted.
8. ~+es+~ (indef.) ~klopfte~, _there_ was a knocking, or = ~jemand
klopfte~, _some one_ was knocking.
9. ~+es war ihr+~ (idiom) = ~es schien ihr, es kam ihr so vor~.
10. ~sie hörte sich +rufen+~, transitive infinitive with pass. sense,
lit.: "she heard (some one) call her," _she heard herself called_.
11. ~+doch+~ (adverbial idiom) with an imperative adds force to the
request = _please! won't you?_
12. ~+ich+ bin +es+~ (idiomat. phrase, lit.: "I am it") = English?
13. ~+sich+ legen~ (reflexive form for pass. as often), _to be put, to
be placed_.
+Page 3.+--1. ~+auch+~ (adverb. idiom), here = _indeed, really_.
2. ~+seist+~, subjunctive in a dependent question, when narrated
indirectly.
3. ~+o doch!+~ (idiomat. phrase) = ~o ja~; ~o gewiß~, _oh yes_; _sure
enough_.
4. ~+zum+~ (definite article, idiomat.), as a (_as my_), for a
(_for my_).
5. ~+werde+~ (pres. tense) ~ich~, for future ~werde ich +werden+~, as
frequently in German.
6. ~+das+~ (anticipates idiomatically the contents of the following
sentence), remains untranslated.
7. ~+das+ Gesicht~, definite article idiomatically for possess. pronoun
= ~+ihr+ Gesicht~.
+Page 4.+--1. ~+verlobt+~. Idiom? Cf. page 2, note 2.
2. ~+der Bucegi+~ or ~Bucsecs~ (pronounce ~Butschedsch´~), _Mount
Butschetje_, the highest point of the Carpathian Mountains
(or Transylvanian Alps), 9528 feet high.
3. ~+sich+~, reflexive or reciprocal pronoun? Cf. page 2, note 5.
4. ~+ward+~ (old form of the past of ~werden~), less used now than
~wurde~.
5. ~+wie+~ (here = ~als wie~), _as if_.
+Page 5.+--1. ~+wollte+~, here = ~behauptete~, _claimed, asserted_.
2. ~+der+~, here = ~derjenigen~, therefore with emphasis.
3. ~biß +auf+ die Unterlippe~, no preposition in English; comp. ~+mit+
Steinen werfen~, to throw stones; ~+mit+ dem Kopfe schütteln~, to shake
one's head; ~+mit+ den Zähnen knirschen~, to gnash (to grind one's
teeth); ~+auf+ dem Piano spielen~, to play the piano; ~+in+ die Hände
klatschen~, to clap hands, etc.
4. ~+es+~ (introductory subject, the logical subject ~»Zeichen«~ follows
the verb), _there . . ._
5. ~+Mamali´ga+~, a favorite dish of the peoples of Eastern Europe;
prepared of corn-flour it answers the Italian "Polenta." Trans.: _corn
meal-mush_ or _hominy_.
6. ~+wolle+~ (idiomat. omission of the infinitive of a verb of motion
after the modal auxiliaries) = ~+gehen+ wolle~.--Why the subjunctive
mood? Cf. page 3, note 2.
7. ~+komme+~. Idiom? Cf. page 3, note 5.
+Page 6.+--1. To express "purpose" = Eng. _in order to_, the combination
~+um+ . . . +zu+~ with the infinitive is used; ~um~ beginning the
sentence and ~zu~ taking its usual place with the infinitive.
2. ~+man+~, _they_, refers to the marauders mentioned above.
3. ~+darauf´+~ remains untranslated. Why? Cf. page 3, note 6.
4. ~+verzichtet+~, idiomat. omission of the auxiliary; in what clauses
only? Cf. page 2, note 2.
+Page 7.+--1. ~+zu+ erkennen +war+~ (the auxiliary ~sein~ with ~zu~ and
the infinitive always in passive sense) = ~erkannt werden konnte~.
2. ~+wieder zu sich kommen+~ (idiom), _to recover_, or _to collect one's
self, to become one's self again_.
3. ~er hörte seinen Namen +nennen+~. Explain the idiom! Comp. ~sie hörte
sich +rufen+~, page 2, note 10.
4. ~+will's Gott+~ (conditional inversion, ~wenn~ omitted) = ~wenn es
Gott (so) will~.
5. ~+man+~. How to be rendered? Cf. page 1, note 7.
6. ~ein Mädchen, +das+~, neuter on account of the grammatical gender of
~Mädchen~.
+Page 8.+--1. ~zu+m+ Mann~. Idiom? Comp. ~zu+m+ Geliebten~, page 3,
note 4.
II
~Die Jipi~
+Page 9.+--1. ~+Die Jípi+~ (pronounce as in German) from Slavic +jipu+,
"rod," "stick," name of two towering peaks in the Carpathian Mountains.
2. ~+der Bucegi+~, cf. page 4, note 2.
3. ~+sich+~, reflexive or reciprocal pronoun? Cf. page 2, note 5.
4. ~+die Urlatóare+~ (Roumanian, pronounce oa = ô, from Lat.: +ululare+,
"to howl," "to roar," literally: "Roaring River") name of a
mountain-stream in the Carpathian Mountains.
5. ~+die Prahóva+~ (~h~ guttural), one of the numerous rivers which
rising on the southern slope of the Carpathian Mountains traverse the
Roumanian plain and join the Lower Danube on the left.
6. ~+seien+~. Account for the mood! Cf. page 2, note 7.
7. ~+vor+~ (of time), _ago_.
8. ~+sich+~. Explain the form!
9. ~+keiner+~ (none), here = ~keiner von beiden~, _neither_ (of them).
10. ~er ließ +sich+ nicht trösten~ (reflexive with passive sense),
_could not be . . ._
11. ~+An´dre[)i]+~ (three syllabic), ~+Mírea+~ (pronounce ~ea~ = é
(French)), proper names = Ger. ~Andreas~ and ~Friedrich~ (+mir+, Slav. =
~Friede~, peace), Eng. _Andrew_ and _Frederick_ (Fred[dy]).
12. ~+möget+~ (optat. subjunctive) ~ihr . . . werden~, _I wish you to
become_.
13. ~auf +hohem+ Felsenkegel~, in English with indef. article.
14. ~+gehörte+~. Mood? Why? Cf. page 1, note 5.
+Page 10.+--1. ~+könnten+~. Account for the subjunctive; cf. page 2,
note 7.
2. ~+am besten+~, predicate superlative made up of ~an dem~ (contracted
~am~) and the dat. of the superlative, _the best_.
3. ~+sie hei´rateten+~ (past. subj. for conditional) = ~wenn sie . . .
heirateten~.
4. ~+wollte+~, here = ~wünschte~.
5. ~+ihrer Söhne Kinder+~, for the more common ~die Kinder ihrer Söhne~.
6. ~+des Abends+~. Force of the genitive? Cf. ~nachts~, page 2, note 6.
7. ~+die alten Lieder+~, i.e. _the old ballads_ of the country.
8. ~+ihr+ zu Füßen~. Comp. ~+ihr+ in die Wangen~, page 1, note 8.
Explain the idiom!
9. ~lehnte +mit+ dem Arm~, no preposition in English; cf. page 5,
note 3.
10. ~+der weiße Schleier+~. _A white veil_ of finest texture interwoven
with spun-gold (therefore often called der ~Goldfaden~ or pl. ~die
Goldfäden~, "gold threads"), is the most conspicuous ornament on the
heads of married women of Eastern Europe.
11. ~kein graues +Härchen+~ (idiomat. use of the diminutive), _not a
bit_ (the least bit) _of_ (_a_) _gray hair_.
12. ~+Deiner+~ (genit. of ~Du~) dependent on adj. ~wert~.
13. ~+die+~ (emphatic.) = ~diese~ or ~dieselbe~ or ~sie~.
+Page 11.+--1. ~+es+ wird mir wohl~ (impersonal idiom), _I am at ease_;
_I feel happy_.
2. ~+ihm+ auf der Spur~. Idiom? Comp. ~ihr in die Wangen~, page 1, note
8, and ~ihr zu Füßen~, page 10, note 8.
3. ~+wollte+~, here = ~im Begriff war~, _was_ (_about_) _to_.
4. ~+dem Tiere+~ (idiom. dat.) ~in die Weiche~, for ~in die Weiche +des
Tieres+~ (genit.).
5. ~+glockenhelles Gelächter+~, in Engl. with indef. article.
6. ~dem Gehölze +zu+~. The preposition ~zu~ in the sense of _to,
towards, in the direction of_, follows its case; but ~zu~ may also be
taken as prefix of separable compound verb ~zu´schreiten~.
7. ~+dem Bären+ in den Weg~ = ? Cf. ~+dem Tiere+ in die Weiche~, note 4,
above.
+Page 12.+--1. ~mit +goldenem+ Kern~. Idiom? Comp. ~auf hohem
Felsenkegel~ (page 9, note 13) and ~glockenhelles Gelächter~ (page 11,
note 5).
2. ~+festen Fußes+~ (phrase formed with adverb. genit. of manner) = ~mit
festem Fuße~, i.e. ~standhaft~, _steadfast_(ly), _firm_(ly).
3. ~er hätte +gern+~ (phrase), _he would have liked_.
4. The preposition ~+ohne+~ with ~+zu+~ and the infinitive corresponds
to English _without_ with the verb-noun in _-ing_. About ~ohne daß~ (for
~ohne . . . zu~), see page 45, note 3.
5. ~+ward+~ = ? Cf. page 4, note 4.
6. ~+mit einem+~ (dat. neut.), the words ~»Unverständiges Kind!«~ being
the noun; transl. _with the remark:_
7. (~gestellt~, pass.) ~+von+~, _by_.
8. ~+ja+~ (adverb. idiom) = _why! you know_ (expletive).
+Page 13.+--1. ~ich +bin+~ (idiomat.) ~bei ihm~. The German present
tense expresses what _has been and still is_, analog. to English perfect
tense. Transl.: _I have been with him_.
2. ~+möchten+~ (might), _should like_.
3. ~+gleich+~ (colloq.), for ~sogleich~, _at once, immediately_.
4. ~als +schlimme+ Hexe~. Idiom? Comp. ~mit goldenem Kern; auf hohem
Felsenkegel~.
5. ~+an+~ (+on+), _to_; _for, at_; _near, near by, by_. Great care must
always be taken in rendering the preposition ~an~, as there are only a
few cases where it answers to the English "on."
6. ~der Burg +zu+~. Cf. page 11, note 6.
7. ~+Roxána+~, _Roxane_, woman's name, common in the East.--Famous for
her beauty was Princess Roxana of Bactria, who in the year 327 B.C. was
married to Alexander the Great of Macedony.
8. ~+mitbrächten+~ (past subj.). Account for the mood! Cf. page 3, note
2. State the question direct!
9. ~+»mein Gott!«+~ must not be translated literally, since it means
nothing more than _"good Heavens!"_ or _"good gracious!"_
10. ~+ja+~. Cf. page 12, note 8.
11. ~+das+~ (emphat.) = ~dieses~ or ~dasselbe~. Account for the neuter;
cf. page 7, note 6.
+Page 14.+--1. ~sie hätte +am liebsten+~ (superlat. of ~gern~), _she
would have liked best_. Comp. ~er hätte +gern+~ (page 12, note 3).
2. ~+wird+ (wohl) +sein+~, idiomat. use of the fut. tense instead of the
present, to express supposition or possibility, with the adverbs ~wohl~
or ~doch~ added, to bring out the sense more clearly; transl. _is_, (as)
_I suppose_.
3. ~+Urlánda+~, of the same origin and meaning as ~Urlatoáre~ (see page
9, note 4).
4. ~+Rolánda+~, girl's name, fem. of ~Rolandus~ ("Hruodlandus"), the
most famous of the 12 paladins who lived in the palace of
Charlemagne.--Regarding the transposition of the consonant r in changing
+Ro+(landa) to +Ur+(landa), comp. the following German-English cognates:
th+ir+d -- ~d+ri+tte~; +fri+ght --~+Fur+cht~; th+rough+ -- ~d+ur+ch~,
and the dialect. form B+ri+mingham for B+ir+mingham.
+Page 15.+--1. ~+auf der andern Seite der Berge+~, _i.e._ on the
northern slope of the Carpathian Mountains = in Transylvania
(~»Siebenbürgen«~), now a crown-land of Austria-Hungary.
2. ~+unsrer+~ or ~unserer~ (genit. of ~wir~), dependent on ~warten~,
archaic. and poetic. construction for the modern ~warten auf . . .~
3. ~+Bärenabenteuer+~ (+bear-adventures+), = bear-stories,
"fish-stories"; _incredible hunting adventures_. Comp. the phrase:
~jemandem einen Bären~ (= ~eine Bärengeschichte~) ~aufbinden~, to play a
hoax on some one.
4. ~+wollte+~ (idiomat.), here = _was_ (willing or) _ready to_. Comp.
~sie +wollte+~ (_wanted, wished_) ~ihrer Söhne Kinder auf ihren Knieen
wiegen~ (page 10, note 4), and ~als er den Wurfspieß schleudern
+wollte+~ (_was to, was about to_), page 11, note 3.
5. ~er +habe+~. Mood? Why? Direct quotation?
6. ~+könnte+~ (conditional subjunctive), for conditional ~würde . . .
können~.
7. ~+dem+~, with emphasis. Why? Cf. page 5, note 2.
+Page 16.+--1. ~+die+~ (with emphasis) = ~diese~, or ~sie~. How known
that it is not relative?
2. ~+fort+~, the infinitive of a verb of motion, as ~gehen~, being
implied.
3. ~drum~ (colloq. for ~darum´~), about (it) them; ~+drum herum´+~,
_round about_ (them).
4. ~+hinaus´+~, the perf. partic. of a verb of motion, as ~gegangen,
gesprungen, geeilt~, etc., being implied.
5. ~+es+ lag ihr +die Sorge+ auf dem Herzen~, ~»es«~ being the
introductory and grammatical subject, while the logical subject (~»die
Sorge«~) follows after the verb = ~die Sorge lag ihr auf dem Herzen~.
6. ~+daran´+~--refers back to the preceding--_from doing so_.
+Page 17.+--1. ~+da+~ (conjunction), temporal (as, when) or causative
(as, since)?
2. ~+am+ Ofen~ (cf. page 13, note 5) = ?
3. ~+wie+~ (conjunction), colloq. for? Cf. page 2, note 4.
4. ~+wohin´+~ (elliptic.) ~»sie gehen sollte«~ being understood.
+Page 18.+--1. ~zu+r+~ (Idiom?) ~Frau~. Comp. ~zu+m+ Geliebten~ (page 3,
note 4) and ~zu+m+ Mann~ (page 8, note 1).
+Page 19.+--1. ~+Frau+~ (here = _married woman, somebody's wife_), in
English with indef. article.
2. ~+hatten+ heransausen sehen~. Note the abnormal position of the verb
in the relative clause, a construction more frequently met with now than
formerly.
3. ~+es+~ (introductory), _there . . ._
+Page 20.+--1. ~+Léspes+~, village and holy shrine in the valley of the
Prahova (river) in the Carpathian Mountains. Remember that the great
bulk of the Christian population of Roumania (= Moldavia and Wallachia)
belong to the Greek or Eastern Catholic Church.
2. ~+hereinbreche+~ (pres. subj.). The conjunction ~daß~ (= ~auf daß,
damit~), expressing "purpose" is followed by the subjunctive.
3. ~+sie+~ (object), _them_.
4. ~+sich+~ (reciproc. pronoun) = ?
5. ~+mögen+~ (colloquially used as absolute verb), _to like_; _to
stand_; _to bear_.
+Page 21.+--1. ~+Eurer Herzen schweren Kampf+~. Comp. ~ihrer Söhne
Kinder~ (page 10, note 5).
2. ~+werde+~ (pres. subj.). Account for the mood; cf. page 20, note 2.
3. ~+muß+~. Idiom? Cf. page 5, note 6.
4. ~+doch nicht+~ (elliptic.) = ~ihr wollt doch nicht~, or ~ich hoffe
(ich denke) ihr wollt nicht . . .~
5. ~+wäre+~ (conditional subj.) for conditional ~würde . . . sein~.
6. ~+sich+~. Account for the form of the pronoun!
7. ~+habe+~ (pres. subj.). Cf. page 2, note 7.
+Page 22.+--1. ~+gingen+~ (past subj.). Account for the mood; cf.
page 1, note 5.
2. ~+freudestrahlenden Antlitzes+~ (phrase formed with adverbial
genitive of manner) = ? Comp. ~festen Fußes~ (page 12, note 2).
3. ~+mit heller Stimme+~. Idiom? Comp. ~auf hohem Felsenkegel~ (page 9,
note 13) and ~mit goldenem Kern~ (page 12, note 1).
4. ~+wer+ mich . . . holt, +des+ Weib will ich sein~ = ~ich will das
Weib +des+~ (obsol. = ~dessen~ or ~desjenigen~, _of him_) ~sein, +der+~
(_who_) ~mich . . . holt~. The nominative of the correlative pronoun is
~+der+, +wer+~ or ~+derjenige+, +welcher+~ (_he_), _who_.
5. ~+im Stürzen+~ (verb-noun corresponding to the English form in
_-ing_), _in_ or _while falling . . ._
+Page 23.+--1. ~+wurden+~ (past of absolute verb ~»werden«~), here =
_were changed_ or _turned to . . ._
III
~Die Hexenburg~
+Page 24.+--1. ~+das Prahóvathal+~, _valley of the Prahova_ (river), cf.
page 9, note 5.
2. ~+Cetatea+~ (pronounce ~tschetaté~, Roumanian, from Latin: +civitas+,
French: +cité+; Ital.: +cittadella+), "_borough_," "_citadel_."
~+Bábe[)i]+~ (three syllabic, Roumanian, genit. sing. of Slavic +baba+)
"old woman," "witch."
3. ~+der Bucegi+~, cf. page 4, note 2.