Der Dullhäubel schlug ein Kreuz. »Wer sitzt da droben?«

»Ein Schlaghäusel richt ich auf für den Mondschein,« erwiderte es. Es

war der Narr.

Der Bauer atmete auf. »Gehustet hast du wie ein krowatischer Schuster,

Zusch.«

»Ich bin Rudolf von Habsburg, der Sohn Josefs des Zweiten,« sagte der

Narr feierlich.

»Steig herunter, Zusch, du erschlagst dich!«

»Ich sterb nit. Ich werd hundertfünfundzwanzig Jahr alt und fahr dann

gleich ins Himmelreich, weil ich eine reine Jungfrau blieben bin.«

»Die Nacht ist nit warm,« hub der Dullhäubel listig an, »sogar dem

Blaumantel scheppern die Zähne vor Kälte.«

Der Narr fuhr wie ein Eichkater von der Föhre herab. »Ich zünd ihm

die Kapelle an, dem Heiligen, daß er sich die Händ wärmt,« murmelte

er. Stumpf lagerte der Blödsinn auf seiner Stirn, doch seine Augen

zündelten.

»Große Hitz tut dem Blaumantel nit gut,« lenkte der Schelm ein. »Trag

ihn lieber, wenn der Nachtwächter zwölf schreit, der Ulla in die Hütte

und leg ihn zu ihr ins Bett, dort erwärmt er sich gewiß.«

Der Besessene nickte und kletterte in die Kapelle.

Da lachte sich der Bauer in die Faust und ging ins Dorf hinauf und

klopfte den Wirt wach. Der tat ihm mürrisch auf, stellte ihm einen

gesalzenen Fisch und ein paar Flaschen Bier hin und legte sich wieder

ins Stroh.

Fuxloh; oder, Die Taten und Anschläge des Kasper Dullhäubel: Ein Schelmenroman · 第 27 / 62 题