Weg, weg, ihr Träume ... nieder, nieder, ihr heißen Dränge ... du
wildanklagender Schrei unstillbaren Begehrens -- nieder, nieder ...
Es galt ja, Abschied zu nehmen ... Abschied für ewig ... Abschied auf
Nimmerwiedersehn ...
Und Martin hob den Blick.
Ja -- das da oben ... das würde fernen Geschlechtern erzählen von einer
Schönheit, die wie ein unbegreifliches, undeutbares Märchen durch eine
nüchterne, seelenlose Welt geschritten war ...
Das würde bleiben von der Schickung dieser acht Wochen ... bleiben
von den hundert bangen Stunden, der Wirrnis schlummerloser Nächte,
dem lautlos grimmigen Ringen zweier Menschen um Fassung und
Entsagungsstärke ...
Das war »der Zweck der Übung« -- hahaha!
* * * * *
-- -- Einer aber hatte aufgepaßt.
Aha, der Herr Malermeister bleibt also zurück, da im Zimmer des
Hausherrn!
Na ja, nun würde wohl alsbald auch die schöne Frau plötzlich
verschwinden, wie sich die beiden andern Damen bereits verflüchtigt
hatten -- niedlich -- sehr niedlich!
So, schöne Frau, heute werden wir quitt, wir zwei! Ich paß dir auf ...
du kommst mir nicht unbemerkt vom Fleck ... das Rendezvous da oben, das
werd' ich dir versalzen ...!
Mit der Hast einer Schar großer Kinder, unter Lachen und Witzen waren
die Herren die Treppe hinuntergestürzt, die Stabsoffiziere voran,
hatten mit Halloh wie ein Schwarm losgelassener wilder Buben den
Speisesaal, die Veranda, den Garten durchtollt und standen nun an der
Brüstungsmauer der Gartenbastion ...