Steffen nickte. „Laßt Euch man ja nicht aufhalten, Andreisvetter!“

„Stoß dich nur nicht an der Deichsel, Junge!“ mahnte der Alte in einem

Tone, als müßte er wieder etwas gut machen.

Die Deichsel kam aus einem Wandloche und ging quer durch die Küche bis

nahe an die andere Wand, -- weil die angebaute Scheune zu kurz war, um

den Wagen mit der Deichsel in sich aufzunehmen.

Steffen sah unruhig an dem Kamine hin, setzte sich zögernd nieder und

gedachte nun von seinen gestrigen Erlebnissen anzufangen, besann sich

aber sogleich eines besseren. Fragte Drewes nicht, wollte er auch

nichts sagen, sondern warten bis zum andern Abend, da er den Hof doch

sicher gemeiert haben würde.

Und Drewes fragte wirklich nicht, sondern fing, während er die

Kefferschraube in das Nabelloch brachte, vom jungen Frost an und

erzählte danach lang und breit von den schwersten Wintern, die er

erlebt hatte und langte zuletzt beim Wicken-Thies an.

Steffen hörte geduldig zu, ließ aber seine Augen immer um den Herd

herum schweifen. Der Wäschestein neben dem Herde, der Kesselhaken über

dem Herde, der dreibeinige „Stritten“, das dunkle Backofenloch unter

dem Herde, das blanke Geschirr an der Wand, die weißen Eimer auf der

Bank -- jedes einzelne fiel ihm heute ins Auge, erregte sein Interesse,

löste seltsame Empfindungen in seiner Seele, weil er mit allem die

ersehnte Gestalt des Mädchens in Verbindung brachte. Es war vielleicht

so etwas wie das poetische Schauen der Liebe, das, aus tiefster

Seele aufsteigend, plötzlich die rohe Sinneshülle des Bauernburschen

durchbrochen hatte und nun sein Denken und Fühlen im Banne hielt.

Drewes rückte die Bohrbank in das Klappenlicht, auf der die Felgen

gebohrt wurden, nahm die „Schürgiffel“, die in der Herdecke neben dem

Ofenloch stand, schürte das sachte brennende Holzfeuer und rief in den

Ofen hinein: „Fieke, das Wasser! Daß ich die Speichen kochen[29] kann!“

Da der Lehmaufsatz des Ofens Risse hatte, konnte man das Rufen in der

Stube deutlich verstehen.

„Das Kind ist draußen,“ antwortete Frau Drewes von ihrem Spinnrade her.

„No, denn bleib man sitzen, Mutter!“ rief Drewes gutmütig zurück, „es

hat so ’ne Eile gerade noch nicht.“ Er machte sich nun an die Bohrbank

und begann dabei wieder von den teuren Jahren zu erzählen, da man nur

Wickenbrot und getrocknete Steckrüben gehabt, das doch keinem geschadet

hätte.

Steffen nickte regelmäßig zu Drewes’ Gefallen, sagte von Zeit zu Zeit

„soso“, „ja“, oder „kuck einer“ oder „i nä!“, bis es ihm auf einmal

zu heiß wurde auf seinem Sitze und er aufstehend den unermüdlichen

Erzähler mit der Versicherung unterbrach, daß dieser Winter gewiß sehr

kalt werden würde und man daher dies Jahr wohl nicht so viel Holz

verkaufen könne.

In der Pause, die nach seinem Worte entstand, hörte man deutlich

Sophiens seltsam ergreifende Stimme von der Diele hertönen:

„Ach, Mutter, gib mir keinen Mann,

Ich leb’ nicht länger denn ein Jahr;

Ich leb’ nicht länger denn ein Jahr,

So legen sie mich wohl auf die Bahr’.“

Steffen öffnete den Mund und horchte mit angespanntem Ohre nach der

Diele. Drewes hielt mit bohren an, um ebenfalls zu lauschen.

Sophie schien auf der Diele aufzuräumen, man hörte die Hobelspäne

rascheln, wobei sie in dem gleichen schwermütigen Tone fortsang:

„Durch das Wasser bin ich gegangen,

Und das Rad hat mich gefangen;

Ihr sollt mit mir zu Grabe gehn,

Wie’s tut wohl einer Braut anstehn.

Dort oben im Himmelsgarten

Da tut mein Bräutigam mich erwarten,

Dort oben in der Ewigkeit

Da steht mein Brautbett schon bereit.“

„So schön habe ich Fieke ja noch gar nicht singen hören!“ rief Steffen

freudestrahlend. „Ei nicht ’mal, so ’ne Stimme! ’s geht ordentlich

rührend.“

Drewes waren über dem Lauschen die Augen feucht geworden. „Das Lork hat

sich in den letzten Tagen ganz umgekrempelt, es ist nichts mehr mit ihr

anzufangen. Ich meine immer, es wäre unsere Fieke gar nicht mehr. Der

Kuckuck mag’s wissen. Zuletzt habe ich doch nur die eine Tochter; -- da

greift einen die Besorgnis immer leichter an.“

„Na, das wird jetzt schon wieder anders werden, Andreisvetter,“

beruhigte Steffen, „ich habe mich in der letzten Zeit wegen der vielen

Scherereien bald gar nicht mehr um sie kümmern können. Das wird’s wohl

sein, das wird sie wohl verdrossen haben. Ja, das wird’s sein!“ Und er

stand hastig auf. „Aber jetzt will ich gleich ’mal mit ihr reden, und

ich denke auch, daß wir nun doch bald Anstalt zur Hochzeit machen.“

Drewes faßte ihn beim Arm, hielt ihn zurück und sagte mit Stocken und

Zögern und einem Tone voll herzlichen Mitleids: „Junge, rede heute

lieber nicht mit ihr; sie soll sich erst wieder besinnen. Sie wird

etwas krank sein, besorge ich. Komm lieber mal ’n andern Tag wieder,

das ist besser.“

Steffens Gesicht wurde etwas lang. „Das ist ja aber ... i, da kriege

ich ja ’n ordentlichen Schrecken -- krieg’ ich ja. Aber ich muß ihr

doch wenigstens ’mal die Tageszeit bieten.“

Indem trat das Mädchen unter der „Wipprauge“ aus der Tür. Ihre Schürze

war mit allerlei Holzstümpfen gefüllt, deren weiße Schnitt- oder

Hauflächen oben herausschimmerten.

„Wir haben sie gekränzt mit Rosmarin ...“ sang sie, während sie sich

von der „Wipprauge“ dem Herde zukehrte.

Da rief Steffen aus dem Hintergrunde: „Gu’n Dag, Fieke! Ich bin hier,

ja, wir kennen uns bald gar nicht mehr.“

Das Lied endete in einem leisen Aufschrei. Der eine Schürzenzipfel

entglitt ihrer Hand, und ein Teil der Stümpfe und Späne fiel zu Boden.

Sie sah nicht danach, sondern ergriff hastig den hängenden Zipfel und

floh auf die Diele.

Als Steffen unter die „Wipprauge“ kam, waren nur noch leise forteilende

Tritte zu vernehmen.

Er blickte nach dem Hintergrunde der Küche zurück, schüttelte den Kopf,

daß die langen Haare raschelten, ging auf die Diele, guckte durch

die an der einen Wand befindliche Stalltür, steckte auch den Kopf

aus der Scheunentür in der andern Wand und rief verwundert: „Fieke,

Menschenskind, wo bist du denn?“ Er forschte, während der Meister

strack an der Bohrbank stand und eine Felge betrachtete, überall herum,

wurde ihrer aber nirgends ansichtig, erhielt auch keine Antwort.

Ärgerlich und achselzuckend rief er: „Biste mir böse, Fieke, so mußte

’s man bloß sagen.“ Er ging wieder unter der „Wipprauge“ hin und rief

dem Alten an der Bohrbank zu: „Ja, denn will ich doch man lieber ’n

andermal wieder kommen, -- wenn sich Fieke so anstellt.“

„Ich denke auch,“ sagte Drewes nur und schüttelte seufzend den Kopf.

Steffen schritt durch die Haustür und ging, ohne sich umzusehen, auf

die Eichen zu.

Drewes begab sich in die Stube, sah ihm durchs Fenster nach, schüttelte

traurig den Kopf und sagte leise: „Armer Mensch, du!“

„War denn Steffen da?“ fragte die Frau, den Finger in das schnurrende

Rad haltend.

Drewes nickte.

„Hat er sich mit Fieke ausgesprochen?“ fragte sie und legte die Hände

aufeinander.

Drewes kratzte sich mit beiden Händen am Kopfe. „Ist ja gar auf kein

Wort ’ran zu kriegen, das Starrkopf das! -- Was soll man da nun machen?“

„Meine Zeit -- ja!“ seufzte die Frau und schlug die Hände zusammen.

Sie hörten, wie draußen vor dem Ofen die Holzabfälle hingeschüttet

wurden. Gleich darauf trat Sophie in die Stube. Ihr Gesicht war

auffallend blaß, und ein herber, fast trotziger Zug hatte sich um ihre

Mundwinkel gelegt.

Drewes suchte auf der Hobelbank, nahm einen Meißel und drückte sich

nach der Tür, denn er war angesichts seiner Tochter immer entwaffnet,

mochte sich auch noch so viel des Unmuts und Ärgers in ihm angesammelt

haben.

„No, Vater, nun gehste wieder ’raus!“ rief die Frau ärgerlich und

redete ihm noch deutlicher mit Augen und Stirnfalten zu. „Das Rad

kriegste doch wohl noch fertig.“

„No, ich muß mich dran halten,“ erwiderte er, „und du kannst mir dann

man gleich das Wasser heiß machen, Fieke, daß ich die Speichen kochen

kann.“

„Aber erst wollen wir ’mal ’n Wort über was anderes reden,“ bestimmte

die Mutter, als das Mädchen wieder nach der Tür gehen wollte. „Als ich

höre, war Steffen vorhin beim Vater?“

Sophie machte eine halbe Wendung von der Mutter ab. „Mutter, der

braucht um meinetwegen nicht mehr zu kommen!“ fiel sie fast heftig ein.

Die Mutter stand auf und stemmte die Hände in die Seiten. „I, du bist

ja ein ganz schlechtes Mädchen -- biste ja!“

Sophie preßte die Lippen aufeinander, über ihre Wange rollte eine Träne.

Vor den Augen seiner Frau zum äußersten getrieben, begann nun der Alte,

der bis dahin den Meißel an den Schwielen seiner Hand probiert hatte:

„Mädchen, denkste denn gar nicht daran, daß dein Versprechen auf dem

Kirchhofe eingegraben ist? Denkste denn gar nicht daran? Wär’s bloß ein

Versprechen zwischen euch zweien, zwischen dir und Steffen, wollte ich

schließlich sagen: Das müßt ihr miteinander abmachen. Lebende können

lösen, aber die Toten -- die Toten halten fest.“

„Denn grabt mich nur auch in den Kirchhof hinein!“ schluchzte das

Mädchen.

„Nun hör’ einer an,“ jammerte die Frau; und der Alte, verzweiflungsvoll

durch die Stube schreitend: „Muß er sich nicht im Grabe umdrehen, der

gute alte Nachbar, daß ich mein Wort so schlecht einlöse? Muß es nicht

kommen, daß er mir in jener Welt weit aus ’m Wege geht, wo wir doch auf

dieser Welt so gute Freunde waren und uns nie das Geringste zu nahe

getan haben?“

Sophie hielt die Schürze an die Augen und schluchzte: „Vater, kann ihm

denn das eine Kind nicht so lieb sein wie das andre?“

Die Alten sahen das Mädchen an, sahen einander an und schwiegen beide

still. Die Frau setzte sich wieder an ihr Rad und sagte nur, ohne die

Tochter anzusehen: „Geh jetzt und mach das Wasser heiß!“

Der Meister, der eben zwischen den Sägen an der Wand gesucht hatte,

ging hinter ihr drein und raunte ihr draußen am Herde ins Ohr: „Fieke,

magste wohl ’mal mit mir um Mitternacht auf ’n Kirchhof gehn?“

Sie sah ihn groß an. Leise fuhr er fort: „Wir wollen ins Grab ’runter

rufen und dann auf ’n Zeichen warten.“

„Ja, Vater, ich gehe mit dir!“ flüsterte sie und sah ihn dankbar an.

Er strich mit leiser Hand über ihr Haar und begab sich rasch an den

Radstock, während das Mädchen Kohlen aus dem Ofen nahm und ein Feuer

auf dem Herde entzündete.

[Illustration]

Dreizehntes Kapitel.

Steffen fühlte nach der Rückkehr eine wühlende Last auf seiner Seele

und verrichtete sein Tagewerk mit schwerem, schleppendem Gange. Er

ahnte mehr, als er begriff. Vergeblich suchte er sich zu ermannen.

Da ging er in die Stube und langte von der Ecke des Wandbrettes, auf

dem die Milchbriwen standen, die Bibel herunter. Es war ein gewohnter

Griff, denn er hatte dem Vater an Sonntagen und Winterabenden oft aus

der Bibel vorgelesen und für sich auch manche müßige Stunde mit dem

Buch der Bücher verbracht, war es doch das einzige Unterhaltungsbuch

im Hause und im Dorfe. Jetzt aber hatte er weniger das Bedürfnis nach

Unterhaltung, als vielmehr nach Tröstung. Er setzte sich an den Tisch,

schlug die Bibel auf und traf im ersten Blick auf die Stelle: „Er heißt

wohl Jakob; denn er hat mich nun zweimal untertreten. Meine Erstgeburt

hat er dahin, und siehe, nun nimmt er auch meinen Segen.“

Steffen hielt inne und stand auf. Ein jäher Gedanke zündete ihm durchs

Hirn.

Wenn Marten ihm das Mädchen abwendig machte! Wenn er es vielleicht

schon getan hätte -- -- --. Eine heiße Angst und Unruhe überfiel ihn,

und hoch auf loderte in ihm die Flamme der Eifersucht.

Er lief die Treppe hinab, ohne zu wissen, was er wollte. Wenn das

wäre, wenn Marten ihn dem Mädchen zuwider gemacht hätte ... Er biß die

Zähne zusammen und ballte die Fäuste, aus seinen Augen sprühte ein

zorniger Blick. Er fühlte, er könnte auf einmal ein ganz anderer Mensch

werden ...

Plötzlich hüpfte wieder das kleine schwarze Huhn über die Schwelle

herein, das schon einmal wie ein Hahn gekräht hatte.

Steffen sah es düster an, stieß mit dem Fuße nach ihm. Da flog es auf

den Herd und hob den Hals und machte abermals eine Stimme wie ein Hahn.

„Jetzt mußte dran!“ knirschte Steffen und schlug die Haustür zu, daß es

in den Wänden hinauf dröhnte; und griff nach dem Huhne und jagte es so

lange, bis es ermattete und in der Ofenecke sich zu verkriechen suchte.

Da packte er es und riß ihm den Kopf ab, daß das warme Blut ihm ins

Gesicht spritzte.

Denn also muß man nach uralter Meinung solch einem Teufelshuhne

tun, man muß ihm den Kopf vom Rumpfe reißen, um dem Unheile, das es

ankündigt, zuvor zu kommen. --

Die ungewöhnliche Tat hatte die Spannung seiner Seele gebrochen und ein

neues Gefühl in ihm ausgelöst. Der regungslose Körper mit dem rinnenden

Blute brachte ihn in eine eigentümliche Verlegenheit, er wurde klein

und weich, versteckte das Huhn, wusch das Blut ab und stieg wieder zur

Stube hinauf.

„Wie kann ich nur auf so Arges kommen?“ sagte er vor sich hin; „Marten

denkt ja lange nicht mehr an das Mädchen: würde er sonst den sauern

Weg zu dem Herrn gemacht, ihm obendrein so bereitwillig das Geld

versprochen haben, hätte er seinem Glücke im Ernste zuwider sein

wollen?“

Weg mit dem scheußlichen Gedanken! Marten wäre doch sein Bruder, und

ein Bruder könne doch am Bruder nicht so handeln, -- redete er jetzt

gleichsam zu sich selber. Aber -- war nicht Jakob auch Esaus Bruder

gewesen? Freilich! Allein es waren nicht christliche, und es waren

nicht hannoversche Brüder gewesen. Er schlug die Bibel, die noch offen

auf dem Tische lag, heftig zu und ging wieder hinaus.

Ein Freudenschein legte sich über sein Gesicht, denn er traf ein holdes

Wunder vor seiner Tür. Sophie!

Sie stand auf dem Antrittsteine, zupfte sich das Kopftuch zurecht und

kam zögernden Schrittes herein.

„Fieke, das ist gut!“ rief er und konnte sich vor Freude nicht lassen.

Ihr Gesicht war blaß, ihr Blick verlegen. Da sie aber nun rasch auf

die Küchendiele ging und die Tür hinter sich zuklappte, konnten sie

einander nicht so scharf ins Gesicht sehen, denn das einzige Fenster

der Küchendiele war hoch und klein, und seine in Bleirähmchen gefaßten

„Ruten“ schillerten gräulich-grün, wo sie nicht ganz verräuchert waren.

Er ging auf sie zu, tastete nach ihrem Arm und griff vorbei, denn sie

stand schon am Herde, sah nach den Töpfen und Tellern, ohne jedoch

etwas anzurühren und sagte: „Du warst vorhin in unserm Hause, Steffen.“

„Ja, Fieke, und habe dich nicht gesehen,“ antwortete er und legte seine

Hände zutraulich auf ihre Arme.

„Hoffentlich hast du dir nichts daraus gemacht,“ sagte sie und bückte

sich nach dem Ofenloche, wodurch sie wieder frei wurde.

„Ah, was denkst du auch, Fieke! Geärgert habe ich mich und das nicht

wenig,“ erwiderte er eifrig und nahm ein kleines Sprickbund von der

Wand, um es vor das Ofenloch zu legen, weil er dachte, daß sie Feuer

anmachen wollte.

„Ich habe mich auch geärgert,“ sagte sie und richtete sich wieder auf.

„Über mich, Fieke?“

„Nein, über mich, Steffen. Ich bin dir absichtlich aus ’m Wege

gegangen. Aber es war nicht recht von mir, ich hätte gleich deutlich

mit dir reden sollen.“ Er machte eine beschwichtigende Geste; doch ehe

er antworten konnte, fuhr sie schon fort: „Man muß nicht vor einander

weglaufen, das ist was elendes, das kann ich nicht leiden, darum

ärgerte ich mich über mich und sagte zu mir selbst: Jetzt gehst du zu

ihm, und koste es was es wolle, und sprichst offen mit ihm.“

„Ja, siehst du, Fieke, so muß es wahrhaftig sein. So meine ich’s grade

auch. Meine Brust kannst du jeden Tag und jeden Augenblick umkehren,

und du sollst alles so finden, wie es nur im Gesichte steht. Denn die

Falschheit, das ist das Allerschlechteste und Allerabscheulichste in

der Welt.“

Sie atmete schwer, stand mit halb abgewendetem Gesichte da und schwieg,

so daß er ungehindert fortfahren konnte: „Na Fieke, ich kann mir ja

denken, was dich so geärgert haben muß die letzte Zeit: daß ich schon

so lange nicht mehr zu euch ’rüber gekommen bin und überhaupt so wenig

nach dir hin gesehen habe.“

Der Bruderhof · 第 7 / 11 题