spaltet, d. h. daß Bleisuperoxydionen existieren.
Wegen der „Überspannung‟ (s. S. 13) werden nun bei Stromzufuhr die Ionen
des Bleies und des Bleisuperoxyds leichter, d. h. bei geringerer
Klemmenspannung, herauselektrolysiert als die übrigen Ionen, die sich in
der verdünnten Schwefelsäure befinden[49]. Obschon die Konzentration
der Pb·· und der PbO₂′′ eine nur ganz geringe ist, so kann ihre
Abscheidung, falls nicht die Stromdichte gar zu sehr gesteigert wird, in
einer dem Faradayschen Gesetze entsprechenden Weise erfolgen. Denn
sobald ein Bleiion und (gleichzeitig) ein Bleisuperoxydion abgeschieden
ist, erfolgt neue Dissoziation von zwei Molekülen Bleisulfat, von denen
das eine mit Wasser ein neues Bleisuperoxydion bildet. Das infolge der
Elektrolyse verbrauchte Bleisulfat wird dem Elektrolyten zugeführt von
dem Vorrate, der an den Elektroden angehäuft ist (bei der
vorhergegangenen Entladung entstanden).
Da sich während der Elektrolyse (Ladung) die negative Elektrode mit
einer an Dicke allmählich zunehmenden Schicht metallischen Bleies und
die positive Platte mit Bleisuperoxyd bedeckt, so wird nach einer
gewissen Zeit des Stromdurchganges dem Bleisulfat der Eintritt in die
Lösung immer mehr erschwert. Je ärmer der Elektrolyt an Bleisulfat bezw.
an Blei- und Bleisuperoxydionen wird, um so mehr muß die
Zersetzungsspannung gesteigert werden (s. Ladung, Kap. 4).
Durch Dissoziation der beiden Bleisulfatmoleküle werden 2 neue SO₄-Ionen
gebildet; diese verbinden sich mit den vier Wasserstoffionen, die durch
die Reaktion zwischen dem Bleiion und dem Wasser entstanden sind, zu 2
Molekülen Schwefelsäure.
Wir wollen auch jetzt die Vorgänge bei der ~Ladung~ kurz
zusammenstellen.
Bleisulfat löst sich; 2 Moleküle spalten sich:
2PbSO₄ = 2Pb·· + 2SO₄′′.
Ein Bleiion reagiert mit Wasser:
Pb·· + 2H₂O = PbO₂′′ + 4H·.
Das Bleiion gibt an der negativen Elektrode seine beiden Ladungen ab und
schlägt sich nieder:
Pb·· + 2⊖ = Pb[50].
Das Bleisuperoxydion gibt an der positiven Elektrode seine beiden
Ladungen ab und schlägt sich nieder:
PbO₂′′ + 2⊕ = PbO₂.
Endlich: