Pb·· + 2O′′ = PbO₂′′

oder hydrolytisch (unter Mitwirkung des Wassers):

Pb·· + 2H₂O = PbO₂′′ + 4H·.

Letzteres wird im folgenden angenommen. Um diese Theorie glaubhaft zu

machen, mußte die Existenz von PbO₂-Ionen nachgewiesen werden. Diesen

Nachweis zu erbringen, gelang ~Liebenow~ und ~Strasser~

folgendermaßen[48]. Eine Zelle wurde mit Kalilauge gefüllt, die mit

Bleioxyd gesättigt war. Die in die Zelle tauchenden Elektroden waren mit

einer für die Ionen durchlässigen Hülle umgeben, so daß nach Beendigung

des Versuches die jede Elektrode umgebende Flüssigkeit für sich allein

analysiert werden konnte. War die Flüssigkeit längere Zeit

elektrolysiert worden, so fand man, daß der Bleigehalt des die

~positive~ Elektrode umhüllenden Elektrolyten größer geworden war

(ungleiche Wanderungsgeschwindigkeit der verschiedenen Ionenarten, s. S.

30).

Daraus folgt, daß sich das Kaliumplumbit Pb(KO)₂ nicht in der Weise

dissoziiert, daß Bleiionen entstehen. Denn hätten sich Bleiionen

gebildet, so wären diese als positive Ionen nach der Kathode

hingewandert, und man hätte dort eine Zunahme des Bleigehaltes

beobachtet haben müssen. Mithin muß das Blei einen Bestandteil von

~negativen~ Ionen bilden, es muß mit negativen Ionen an die Kathode

gelangt sein. Man muß also annehmen, daß das Kaliumplumbit sich

elektrolytisch nach der Gleichung

Die Akkumulatoren: ihre Theorie, Herstellung, Behandlung und Verwendung. · 第 52 / 66 题