Esther sagte: »Ja, er ist ein schöner alter Herr.«

»Und meinen Bruder Arne sollten Sie sehen! Er ist jetzt nicht hier. In

Kopenhagen ist er. -- Schriftsteller!« Das letzte Wort sprach sie mit

nachlässig verstecktem Stolz. -- »Aber wenn Sie ihn sehen würden -- er

ist der schönste junge Mann, den ich kenne!«

»Wie alt bist du eigentlich?« fragte Esther.

»Im September ist mein sechzehnter Geburtstag.«

Esther war erstaunt, sie hatte Eliza für jünger gehalten. Aber gleich

darauf begriff sie. -- »Ah, du wirst also fünfzehn, wenn dein sechzehnter

Geburts_tag_ ist?«

»Nein, nein! -- Ja, es ist schon so, aber Sie müssen nicht immer alles

gleich entdecken!« Eliza war sehr indigniert und auf einmal eine zürnende

junge Dame geworden. Aber gleich darauf erklärte sie -- wieder Kind --:

»Ich wollte ja nur nicht so viel jünger sein als Sie -- ich dachte, daß

man sich um jüngere Kinder weniger kümmert. Aber wenn Sie mich auch so

ein wenig gern haben, ist schon alles gut -- -- --«

»Ja; ich habe dich ›auch so‹ gern!« --

Die Hochzeit der Esther Franzenius: Roman · 第 6 / 93 题