Datum Babenberch anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo primo in

die beate Lucie.

_Original-Pergament mit abhangendem Siegel._

14. _Bamberg 1298, Juli 3._

_Bischof Leopold von Bamberg bestätigt alle von Erzbischöfen und

Bischöfen zugunsten der Kirche St. Sebald in Nürnberg und des Altares

der hl. Katharina in derselben erteilten Ablässe._

Presens scriptum super eo dedimus sigilli nostri robore conmunitum.

Actum et datum Babenberch anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo

V[.I]I quinto non. julii, pontificatus nostri anno secundo.

_Original-Pergament mit anhangendem beschädigtem Siegel._

15. _Anagni 1299, Oktober._

_Die Bischöfe Landulphus von Brixen, Stephanus von Oppido, Nicolaus

von Capri, Nicolaus von Turibia und Romanus von Croja verleihen allen

wahrhaft Reumütigen, welche nach abgelegter Beichte die Kirche des hl.

Sebald jährlich an namentlich genannten Festtagen in Andacht besuchen

und Almosen spenden_ uel quomodolibet de bonis ipsorum pro fabrica,

luminariis et aliis dicte ecclesie ornamentis dederint uel miserint seu

in extremis legaverint, ac omnibus, qui ter orationem dominicam siue

pater noster supra dicte ecclesie cimiterium et pro animabus mortuorum

Christi fidelium in eo sepultorum devote dixerint, _einen 40tägigen

Ablaß_.

In cuius rei testimonium nostra sigilla duximus presentibus apponenda.

Datum Anagnie anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo nono mense

octobris, pontificatus domini Bonifacii pape octaui anno quinto.

_Original-Pergament mit den anhangenden Siegeln der sechs Aussteller._

16. _1303, Juli 25._

_Bischof Petrus von Basel verleiht allen wahrhaft Reumütigen, die nach

abgelegter Beichte an namentlich genannten Festtagen am St. Petersaltar

im Chor der St. Sebaldkirche das hl. Amt der Messe in Andacht hören_ --

ad altare sancti Petri in choro ecclesie sancti Sebaldi missarum officia

deuote audierint -- _einen 40tägigen Ablaß_.

Datum anno domini 1303 octauo kalendis augusti.

_Original-Pergament mit an rotweißer Seidenschnur anhangendem Siegel des

Ausstellers._

17. _Nürnberg 1307, November 19._

_Bischof Wulfing von Bamberg bestätigt sämtliche von katholischen

Vätern, Patriarchen, Erzbischöfen und Bischöfen zugunsten der Kirche St.

Sebald in Nürnberg erteilten Ablässe._

Datum Nu^eremberch anno domini 1307. XIII. kalen. decembr.

_Original-Pergament mit anhangendem Siegel des Ausstellers._

18. _Nürnberg 1309, Februar 14._

_Vor dem Schultheißen Sigfrid vom Kammerstein und den Schöffen zu

Nürnberg verkauft Friedrich Holzschuher, Gotteshauspfleger bei St.

Sebald, ein in Nürnberg bei den Fleischbänken gelegenes, der Kirche St.

Sebald gehöriges Haus an Herdegen Holzschuher._

Ich Sifrit vom Kammerstein, der schultheiz, vnd wir di schepphen

der stat zu Nu^eremberg veriehen vnd tun kunt offenlich an disen

briefe, daz fu^er vns chom in gericht der ersam man her Friederich

Holtschuher, des gotshovs ze sente Sebolt phleger, vnd derzevget, als

recht was, daz er geheizen wer von den purgern, von dem rate vnd von

den schepphen, daz er verkovfen scholt des selben gotshovs gut, sw[a^e]

daz wer, durch des newen powes wegen an sente Sebol[t]s kirchen, daz

man den dest baz m[o^e]cht volbringen an den apseiten. Vnd do er daz

also wol derzevget, do gie dar der selbe her Friederich Holschuher

mit gewaltiger hant, als er geheizen was, vnd gab hern Herdegen dem

Holschuher vnd sinen erben recht vnd redelich ze kovfen daz aigen, daz

des gotschovs ze sente Sebolde was, das da ligt vor der batstuben bi dem

fleischpenken an dem ecke, ze rechtem aigen ze habenne ewichlich. Vnd

des kovfes sind geladen gezevg her Levpolt Holschuher vnd her Albrecht

Ebener. Vnd di sagten auch vf ir ait fu^er vns in gericht, daz her

Friedrich Holschuher hern Herdegen dem Holschuher daz vorgenant aigen

also ze kovfen hete geben im vnd sinen erben ze rechtem aigen ze habenne

ewichlich. Vnd des ze eynem vrkunde, daz sin nicht vergezzen werde vnd

auch also furbaz stete blibe, so ist geben mit vrteil von gericht dirre

brief versigelt mit des schultheizen insigel vnd mit der stat insigel ze

Nu^eremberg, di bede dar an hangent. Des sind gezevg di ersam levte

her Otte Muffel, her Heinrich Eisfogel, her Heinrich Holschuher, her

Heinrich Wigel vnd ander genvg. Der brief ist geben, do man zalt von

gots geburt drevzehenhundert iar vnd in dem nev[n]ten iare an sente

Valentins tag.

_Original-Pergament mit dem Schultheißensiegel und dem Nürnberger

Stadtsiegel._

19. _Mainz 1310, Januar 4._

_Erzbischof P[etrus] von Mainz verleiht allen wahrhaft Reumütigen,

welche nach abgelegter Beichte an namentlich genannten Festtagen die

Kirche St. Sebald zu Nürnberg in Andacht besuchen und Almosen spenden,

einen 40tägigen Ablaß._

Datum Nurenberg anno domini MCCC decimo pridie non. januarii.

_Original-Pergament mit anhangendem Siegel des Ausstellers._

20. _Avignon 1324._

_Die Erzbischöfe_ Guillermus Soltaniensis [_Saltania_] _und_ Andreas

Antisbarensis [_Antivari_], _die Bischöfe_ Robertus Connerensis

[_Connor_], Guillermus Sagonensis [_Sagona_], Gregorius Feltrensis

[_Feltre_] et Bellonensis [_Belluna_], Thomas Ythmarensis [_Imeria?_],

Venutus Cathacensis [_Catanzaro_], Johannes Rosquillensis [_Roeskilde_],

Nicolaus Dirivascensis [_?_], Stephanus Lubucensis [_Lebus_],

Franciscus Cenetensis [_Ceneda_], Franciscus Ravellensis [_Ravello_],

Domnius Cathavensis [_Catharensis = Cattaro?_] _verleihen allen wahrhaft

Reumütigen, welche die Kirche St. Sebald an namentlich genannten

Festtagen besuchen oder den Leib Christi und das hl_. _Öl, wenn es

zu den Kranken getragen wird, begleiten oder bei den Exequien und

Leichenbegängnissen in der Kirche oder auf dem Kirchhofe zugegen sind

oder auf dem Sterbebette von ihrem Vermögen der Kirche etwas vermachen

oder beim Abendläuten kniefällig dreimal ein Ave Maria beten_, necnon

qui ad fabricam, luminaria, ornamenta et alia dicte ecclesie necessaria

manus porrexerint adjutrices, _für jedes Mal einen 40tägigen Ablaß_.

In cuius rei testimonium presentes litteras sigillorum nostrorum

iussimus appensione muniri. Datum et actum Auinione anno a nativitate

domini millesimo trecentesimo vicesimo quarto indictione septima, die

[_Lücke_] mensis [_Lücke_] sanctissimi patris et domini nostri Johannis,

diuina prouidencia pape XXij. amen.

_Original-Pergament. Von den 13 Siegeln nur noch 8 an Seidenschnüren

anhangend._

21. _Rom 1333, März 26._

_Die Bischöfe Jacobus von Metz, Jacobus von Castro_, Benedictus sancte

Prisce _und_ Thomas Lauerienis [_Lavaur?_] _verleihen den gleichen Ablaß

unter denselben Voraussetzungen_.

Datum Rome in palatiis nostris anno domini millesimo trecentesimo

tricesimo tertio pontificatus domini Johannis, pape 22., mensis martii

die 26., indiccione prima.

_Original-Pergament. Von den an weißblauen oder weißbraunen

Seidenschnüren anhangenden Siegeln die beiden ersten zerbrochen, die

andern abgefallen._

22a. _Rom 1336, März 21._

_Die Bischöfe Johannes von Anagni, Jacobus von Castro, Franciscus von

Castellana und_ Thomas Laueriensis [_Lavaur?_] _verleihen auf Bitten des

Konrad_ Cres [_Kreß_] _von Nürnberg den gleichen Ablaß_.

Datum Rome in palaciis nostris anno domini millesimo 36, mense martii,

indictione quarta, pontificatus domini Benedicti 12. pape anno secundo,

mensis martii die 21.

_Mit den anhangenden Siegeln der vier Bischöfe._

22b. _1338, März 3._

_Bischof Leopold von Bamberg bestätigt unten an der Urkunde den von den

vier Bischöfen erteilten Ablaß._

Datum anno domini 1338, feria secunda ante Kunegundis, beate virginis,

in quadragesima.

_Original-Pergament mit den anhangenden Siegeln des Bischofs Leopold

von Bamberg und der vier ausstellenden Bischöfe, ersteres an einem

Pergamentstreifen, die übrigen drei an blaubraunweißen Seidenlitzen. Die

drei letzteren stark beschädigt._

23. _1337, Mai 26._

_Die Bischöfe_ Alamannus Luanensis, Petrus Calliensis [_Cagli_],

Johannes Bregerensis [_ob Bracharensis = Braga in Spanien?_], Andreas

Coronensis [_Coron_], Petrus Montismaranus [_Montemarano_], Nicholaus

Nazariensis [_Nazareth_], Vincencius Perensis [_Perri_], Raymundus

Cathaniensis [_Catania_], Sergius Pollensis [_Pola_], Jacobus de

Vallona [_Valanea_], Bernardus Ganensis [_Ganos in Thracien_] _und_

Paulus Fulginensis [_Foligno_] _verleihen den gleichen Ablaß unter

den fast gleichen Voraussetzungen. Es heißt nach der Anführung der

zum Ablaß berechtigenden Feiertage_: causa deuocionis, oracionis aut

peregrinacionis accesserint, seu qui missis, predicacionibus, matutinis,

vesperis aut aliis quibuscumque diuinis officiis ibidem interfuerint aut

corpus Christi etc.

Datum Avinione 26. die mensis maii anno domini 1337 et pontificatus

domini Benedicti, pape XII., anno tertio.

_Original-Pergament mit an grünen Seidenschnüren anhangenden Siegeln,

ursprünglich 12, von denen das erste abgefallen und die übrigen mehr

oder weniger beschädigt sind. Durch Randmalereien verziert. Oben in

der Mitte Christus mit erhobenen Fingern, links davon Petrus, rechts

Paulus, weiter links der hl. Laurentius, Maria mit dem Christuskinde auf

dem Arme, neben ihr ein Betender knieend. Die drei letzten Personen in

ganzer Figur. Unter den Betenden am Rande links ein Bischof (Nikolaus?),

ebenso rechts ein Heiliger mit aufgerafftem Gewande [Johannes Baptista].

Das Ganze in Deckfarben gemalt._

24. _Rom 1343, April 9._

_Die Bischöfe Raymundus von Rieti, Angelus von Viterbo und Toscanella,

Jacobus von Castellacio und Jacobus von Nepi verleihen auf Bitten des

Nürnberger Bürgers Konrad Cresse den gleichen Ablaß unter den gleichen

Voraussetzungen und Bischof Leopold von Bamberg bestätigt denselben._

Datum Rome in palatiis nostris anno domini millesimo 343, indictione

11., mensis aprilis die 9., pontificatus domini Clementis pape VI. anno

eius primo.

_Original-Pergament mit fünf anhangenden Siegeln. Die der ausstellenden

Bischöfe an weißbraunen blaugeränderten Seidenborten, das nachträglich

angehängte Siegel des Bischofs Leopold von Bamberg an einem

Pergamentstreifen._

25a. _Rom 1350._

_Die Bischöfe Johannes von Bagnorea, Mannus von Amelia und Nicolaus von

Orti verleihen auf Bitten des Nürnberger Bürgers Sifrid Schürstab den

gleichen Ablaß wie in der Urkunde vom 26. März 1336._

Datum Rome in palatiis nostris anno domini millesimo 350, pontificatus

domini Clementis pape sexti, indictione tertia, mensis [Lücke], anno

eius octavo.

25b. _1353, August 24._

_Bischof Leopold von Bamberg bestätigt unter obiger Urkunde diesen

Ablaß._

Datum anno domini millesimo 353 in die sancti Bartholomei apostoli.

_Original-Pergament mit den an weißbraunen (ursprünglich weißroten)

Seidenborten anhangenden Siegeln des Bischofs von Bamberg und der drei

italienisnen Bischöfe, von denen das zweite und vierte beschädigt sind._

26. _Altenburg 1356, Juni 10._

_Bischof Leopold von Bamberg bestätigt alle von Erzbischöfen und

Bischöfen zugunsten der Kirche St. Sebald in Nürnberg und des

Katharinenaltares in derselben erteilten Ablässe._

Actum et datum castro nostro Altenburg anno domini millesimo

trecentesimo quinquagesimo sexto feria sexta proxima ante festum

penthecostes.

_Original-Pergament mit dem anhangenden Siegel des Ausstellers._

27. _Altenburg 1358, Februar 23._

_Bischof Leopold von Bamberg verleiht allen wahrhaft Reumütigen, die

nach abgelegter Beichte der Pfarrkirche St. Sebald in Nürnberg_, que

reformacione seu reedificacione indiget necnon in libris, calicibus

ceterisque ecclesiarum ornamentis defectus manifestos patitur nec ipsi

ecclesie pro restauracione predictorum sufficiunt proprie facultates,

nisi deuotorum hominum piis subsidiis adiuuetur, _ihre Almosen spenden,

Liebesgaben darreichen und ihre hilfreiche Hand bieten, 40 Tage

Ablaß der schweren und ein Jahr der läßlichen Sünden und verzeiht_

vota fracta, si ad ea redierint, peccata oblita, si memores fuerint,

confiteantur, offensas patrum et matrum, si absque enormi fuerint

lesione, juramenta non corporaliter, sed ex animi leuitate prestita. _Er

befiehlt den Rektoren der Kirchen und Kapellen, daß sie den Boten von

St. Sebald, der in den Kirchen, Kapellen und den ihnen zustehenden Orten

Almosen heischt, treulich bei ihren Untergebenen fördern und nicht einen

Teil der Almosen von ihm erpressen._

Datum Altenburch anno domini millesimo trecentesimo quinquagesimo

octavo, feria sexta proxima post dominicum inuocavit.

_Original-Pergament mit dem anhangenden Siegel des Ausstellers._

28. _Avignon 1360, Mai 3._

_Die Bischöfe_ Raphahel Archadiensis [_Arkadi_], Francisus Lapsacensis

[_Lampsacus_], Girardus Arrigensis [_ob Ariensis, Ario?_], Albertinus

Surmanensis [_Sirmium_], Lazarus Botrociensis [_Butrinto, Vucindro_],

Johannes Veglegensis [_Veglia_], Johannes Agitonensis [_Agadonensis =

Ardferten (Kerry) in Irland_], Andreas Balazensis [_Balezo_], Petrus

Calligencis [_Cagliari_], Intardus Tartopolensis [_Tortiboli_], Avancius

Sanxensis [_?_], Johannes Tarmopolensis [_ob Termolensis, Termulanus

(Termoli)?_], Franciscus Huroensis [_?_], Johannes Curoensis [_?_],

Johannes Carminensis [_Carmium_], Bertoldus Cisopolensis [_Sizebolu_],

Augustinus Salubrensis [_Soliwri_], Philippus Lauadensis [_?_], Ricardus

Naturensis [_Athyra in Thrazien_] _verleihen allen wahrhaft Reumütigen,

die nach abgelegter Beichte an namentlich angeführten Tagen_ ergastulum

uel altare ibidem, quod est consecratum in honore omnium animarum sub

turri in ecclesia sancti Seboldi in Nurenberch _in Andacht besuchen oder

an anderen angeführten Gottesdiensten teilnehmen und besondere Gebete

und fromme Werke verrichten_, necnon, qui ad fabricam dicti ergastuli

seu altaris luminaria, libros, calices seu queuis alia ornamenta manus

porrexerint adiutrices ac qui eidem ergastulo seu altari aurum, argentum

uel aliquid suarum facultatum in suis testamentis uel extra donauerint

seu donari procurauerint et qui pro salubro statu domini episcopi

Babenbergensis et pro Seyfrido Mavrer, ciuis in Nvrenberch, impetratoris

seu prouisoris dicti ergastuli, et qui pro animabus vxoris legitime

et liberum suorum et qui pro Vlrico Weylerio presbytero uel qui missam

huius uel horas canonicas audierit, qui hanc litteram portauerit et

ordinauerit Auinione, _einen 40tägigen Ablaß von den schweren Sünden_.

Datum Avinione anno domini millesimo trecentesimo sexagesima, tertia

die mensis maii, pontificatus domini nostri innocencii, pape sexti anno

octavo.

_Original-Pergament mit 20 anhangenden Siegeln, sämtlich stark

beschädigt. Die Urkunde ist auf den Seiten und oben links und unten

rechts von Weinlaub mit Trauben umrahmt, eine etwas unbeholfene aber

doch charakteristische Malerei. Die erste Zeile_: Uniuersis sancte

matris ecclesie _in verlängerter Schrift, der Buchstabe N in Uniuersis

und die Anfangsbuchstaben S, M, E in roter Farbe ausgeführt, die

Initiale U aber durch eine Maria-Schutz mit den armen Seelen unter ihrem

Mantel ausgefüllt. Zwischen den Worten_ Uniuersis _und_ sancte: _der

hl. Sebald, nach_ sancte: _der hl. Petrus und nach_ matris: _der hl.

Leonhard._

29. _Altenburg 1360, Mai 6._

_Bischof Leopold von Bamberg gestattet den Umtausch eines Hauses am

Friedhof von St. Sebald im Eigenbesitz des Egidienklosters gegen ein

Haus des Kirchenvermögens St. Sebald bei den Fleischbänken._

Datum Altenburch feria quarta proxima post Walpurgis anno domini

millesimo tricentesimo sexagesimo.

_Original-Pergament mit anhangendem Siegel._

30. _1360, Dezember 15._

_Papst Innozenz VI. verleiht zugunsten der Pfarrkirche St. Sebald_,

quam venerabilis frater noster Lupoldus, episcopus Bambergensis, et

nonnulli comites, barones et nobiles illarum parcium ac delecti filii

magistri ciuium, consules totaque communitas dicte ville ad honorem dei

et eiusdem confessoris de bonis propriis sollenniter construxisse et

competenter dotasse..... dicuntur, _einen jährlichen Ablaß von einem

Jahr und 40 Tagen an namentlich genannten Festtagen_.

Datum Avinione XVIII. kalendas januarii, pontificatus nostri anno octauo.

_Original-Pergament mit an gelbroten Seidenfäden anhangender päpstlicher

Bulle._

31. _Altenburg 1362._

_Bischof Leopold von Bamberg verleiht den wahrhaft Reumütigen und

Beichtenden_, qui ad novam structuram parrochialis ecclesie sancti

Sebaldi in N[.u]renberg suas largiti fuerint elemosinas necnon eidem

caritativa subsidia et manum porrexerint adiutricem quique eciam

personaliter laboraverint in eadem, _einen Ablaß von 40 Tagen der

schweren und von einem Jahre der läßlichen Sünden_.

Datum Altenburg anno domini 1360 secundo.

_Original-Pergament mit anhangendem Siegel._

32. _Nürnberg 1364, April 30._

_Revers des Pfarrers Albert Krauter, den Friedhof von St. Sebald nicht

gegen das Rathaus zu erweitern._

Nouerint vniuersi presencium inspectores, quod ego Albertus dictus

Kravter, plebanus ecclesie parrochialis sancti Sebaldi opidi in

Nuremberg Bambergensis dyocesis. Licet gracia dei ac erogacione

elemosine a piis fidelibus et precipue parrochianorum meorum ac

aliorum incolarum dicti opidi ecclesia mea prefata aucta sit secundum

longitudinem per edificacionem noui kori, inter quem korum et domum

olim Chunradi dicti Zenner, nunc vero Johannis Ebner, est quoddam

spacium siue planicies empta de bonis ecclesie mee predicte et eidem

debita excepto vno spacio vie publice, que ab antiquo in medio

predicte planiciei solita et debita erat esse, et in eadem planicie

cimiterium reuerendi in Christo patris ac domini mei domini... episcopi

Bambergensis ac opidanorum sepedicti opidi consensibus accedentibus

posset augeri. Tamen quod predicta planicies est satis modica, in

quantum pertinet ecclesie mee, et ex opposito est pretorium et domus

multe, in quibus continue sunt habitatores honesti et nonnunquam

principes, duces, barones et nobiles aduene, quibus horror posset

insurgere, si in sepedicta planicie eis tam vicina corpora mortuorum

sepelirentur, nomine mei ac ecclesie mee prefate annui et volui ac

presentibus ordino et volo, vt eadem planicies ad cimiterium non

conuertatur nec dedicetur, sed antiquum cimiterium, quo ad istum

respectum in suis finibus sit et maneat, donec ego vel alter meus

successor et consules opidi antedicti aliter duxerint simul ordinandum.

Volo tamen, quod sepedicta planicies via publica, que per eam transire

ad cimiterium debet, excepta, quo ad proprietatem et omnem vsum ac

comodum, si quod exinde euenire posset, pertineat, prout de iure debet,

ad ecclesiam meam supradictam. Et hec omnia per reuerendum in Christo

patrem ac dominum meum dominum Fridericum, dei gracia dignum episcopum

ecclesie Bambergensis, desidero et exopto confirmari. In quorum

testimonium presentes sigilli mei munimine consignaui. Datum Nuremberg

anno domini millesimo trecentesimo sexagesimo quarto in vigilia

apostolorum beatorum Phylippi et Jacobi.

_Unten oberhalb des Bugs von anderer Hand, aber ziemlich gleichzeitig_:

Consimilem litteram habent ciues sub sigillis pendentibus domini

episcopi et plebani.

_Original-Pergament mit dem anhangenden Siegel des Pfarrers Albert von

St. Sebold [Pfarrsiegel]._

_Stadtarchiv Nürnberg. Abgedr. Städtechroniken. I, 422 ff._

33. _Bamberg 1370, Juli 3._

_Bischof Ludwig von Bamberg bestätigt auf Bitte des Berthold Teufel die

von dessen Vater Konrad, Bürger zu Nürnberg, gestiftete Pfründe auf dem

Marienaltar in der Krypta von St. Sebald zu Nürnberg_ -- quoddam altaris

seu prebende beneficium in altari eiusdem beatissime Marie virginis sito

in cripta parrochialis ecclesie sancti Sebaldi -- _und befreit sie von

aller Last weltlicher Gewalt_.

Datum et actum Bamberge anno domini 1370 feria quarta post diem beatorum

Petri et Pauli apostolorum.

_Original-Pergament. Siegel abgefallen._

34. _Nürnberg 1379, Juni 5._

_Kardinal Pileus verleiht_ -- cum igitur dilectus in Christo magister

fabrice ecclesie sancti Sebaldi Nurembergensis Bambergensis diocesis

totaque communitas ibidem ad ipsam ecclesiam Nurembergensem specialem

gerant deuocionem et affeccionem ipsamque reparare et sustentare,

sicut accepimus, intendant, ad cuius perfeccionem eiusdem ecclesie

non suppetunt facultates sintque ad hoc Christi fidelium suffragia

necessaria et eciam oportuna -- _allen wahrhaft Reumütigen und

Beichtenden, welche die Kirde St. Sebald an besonders genannten

Festtagen besuchen und hilfreiche Hand bieten, Ablässe von einem Jahr

beziehungsweise von 100 Tagen_.

Datum Noremberg dicte diocesis nonis junii pontificatus sanctissimi in

Christo patris et domini nostri domini Vrbani, divina providencia pape

VI., anno secundo.

_Original-Pergament mit an verblichener (ursprünglich roter) Kordel

anhangendem Siegel._

35.

Pau der türn zu sand Sebolt de anno 1481 in annum 1490.[XXIX]

Erhöhung beder türn Sebaldi. Kirchenmaister Sebolt Schreyer, angefangen

anno domini 1481, volbracht anno domini 1499.[XXX]

[XXIX] Auf dem Einbanddeckel.

[XXX] Auf dem Vorsetzblatt.

1481. Item nach dem als man zalt von Cristi unseres lieben herren geburt

vierzehenhundert und im ainundachzigisten jar, in ainem erbern rat

verlassen ist, beide türn des gotzhauß der pfarrkirchen zu sand Sebolt

zuerhöhen vnd zuverneuen, also und daruff sind dieselben mit gepeuen

fürgenommen worden, und wie wol die vor und ee dann Sewolt Schreyer zu

kirchenmaister gesetzt ist und nemlichen bei Hansen Haller, dazumalen

kirchenmaister, zupauen angefengt sind, so ist doch solicher bau durch

und bei dem gemelten Schreyer volbracht und verrechet worden. Demnach

hat er zu jüngst den ganzen pau, als der zu ende kummen ist, zu allen

seinem einnemen und ausgeben in ain rechnung gebracht und gezogen,

alles, wie hernach begriffen ist. Und zu denselben zeiten sind oberst

hauptleut diser stat Nurmberg gewesen her Ruprecht Haller, der alt, zu

der zeit auch oberster pfleger des gemelten goczhaus, her Niclas Groß,

der alt, und her Gabriel Nüczel.

Item demnach und erstlich ist beschriben und verrechnet das einnemen

soliches paus in mainung, so hernach volgt:

Bl. 10': Summa summarum, das ich uberal eingenommen hab, als davor

geschriben stat.

Item aus der losungstuben entlehnet novilb 10.187 [Schilling] 4 hlr. --

Item aus allerlei zeg gelöst " 1.057 " 14 " 8

Item von geschicken und almusen " 184 " 14 " 2

Item von der kirchen gelt dar zu

eingenommen " 774 " 12 " 1

Summa alles einnemens " 12.204 " 4 " 11

Bl. 122': Summa summarum, das ich uberal ausgeben hab, als davor

beschriben stet.

Die Sebalduskirche in Nürnberg · 第 23 / 29 段