Nach etwa zweistündigem Fluge entschlossen sich mein Führer und ich zu
einer Notlandung. Dies ist immer was Unangenehmes, so ohne Flughafen.
Man weiß nicht, wie die Erdoberfläche ist. Kommt ein Rad in ein Loch,
ist die Kiste futsch. Erst versuchten wir noch, auf einem Bahnhof die
Aufschrift der Station zu erkennen, aber Kuchen, natürlich war sie so
klein aufgepinselt, daß man auch nicht einen Buchstaben erkennen konnte.
Also müssen wir landen. Nur schweren Herzens, aber es bleibt uns nichts
anderes übrig. Wir suchen uns eine Wiese, die von oben ganz schön
aussieht, und versuchen unser Heil. Leider sah die Wiese bei näherer
Betrachtung nicht so schön aus. Dies konnte ich auch an einem etwas
verbogenen Fahrgestell feststellen. So hatten wir uns denn völlig mit
Ruhm bekleckert. Erst »verfranzt« und dann die Kiste zerschmissen! Wir
mußten nun also mit einem ganz ordinären Fortbewegungsmittel, dem
#D#-Zug, unsere weitere Reise nach der Heimat antreten. Langsam, aber
sicher erreichten wir Berlin. Wir waren in der Nähe von Leipzig
notgelandet. Hätten wir nicht die Dummheit gemacht, so wären wir gewiß
noch nach Berlin gekommen, aber wie man's macht, macht man's falsch.
Einige Tage später traf ich in meiner Heimatstadt Schweidnitz ein.
Obwohl es sieben Uhr morgens war, hatte sich doch eine ganze Menge
Menschen auf dem Bahnhof angefunden. Die Begrüßung war herzlich. Am
Nachmittag wurden mir verschiedene Ehrungen zuteil, darunter auch durch
Jugendwehr.
Im großen und ganzen wurde mir klar, daß die Heimat sich für ihre
Kämpfer im Felde doch lebhaft interessiert.