(Ende März 1917)
Der Name Siegfried-Stellung ist wohl jedem Jüngling im Deutschen Reiche
bekannt. In den Tagen, in denen wir uns gegen diese Stellungen
zurückzogen, gab es natürlich in der Luft auch eine rege Tätigkeit. Der
Gegner hatte zwar unser verlassenes Gebiet auf der Erde bereits besetzt,
die Luft dagegen überließen wir den Engländern nicht so bald, dafür
sorgte Jagdstaffel Boelcke. Nur ganz vorsichtig wagten sich die
Engländer aus ihrem bisherigen Stellungskrieg in der Luft hervor.
Es ist das die Zeit, wo unser lieber Prinz Friedrich Karl sein Leben dem
Vaterland opferte.
Bei einem Jagdflug der Jagdstaffel Boelcke hatte Leutnant Voß einen
Engländer im Luftkampf besiegt. Er wurde von seinem Bezwinger auf die
Erde gedrückt und landete in dem Gebiet, das man wohl als neutrales
Gebiet bezeichnen kann. Wir hatten es zwar schon verlassen, der Gegner
aber noch nicht besetzt. Nur Patrouillen, sowohl englische wie deutsche,
hielten sich in dieser unbesetzten Zone auf. Das englische Flugzeug
stand zwischen den Linien. Der brave #Englishman# hatte wohl geglaubt,
daß dieses Gebiet bereits von den Seinen besetzt wäre, zu welcher
Annahme er auch berechtigt war. Voß war aber anderer Meinung. Kurz
entschlossen landete er neben seinem Opfer. Mit großer Geschwindigkeit
montierte er die feindlichen Maschinengewehre und sonst noch brauchbare
Teile aus der Maschine ab und verfrachtete sie in der seinen, griff zum
Streichholz, und in wenigen Augenblicken stand die Maschine in hellen
Flammen. Eine Minute später winkte er den von allen Seiten
herbeiströmenden Engländern aus seinem sieggewohnten Luftroß freundlich
zu.