VII, S. 150 ff.); Gonzenbach, II, S. 138 ff.; Pitrè, III, S. 223 ff.
und 236 ff.; Cosquin, II, S. 338 ff.; Köhler-Bolte in der _ZVV_, VI, S.
171; Wesselski bei Morlini, S. 320 ff.; Clouston, _Popular Tales and
Fictions_, II, S. 36 ff. und 473 ff.
An Märchen, die dem unsrigen nahe stehn, seien noch genannt: _Amalfi,
Novelluzze raccolte in Tegiano (Prov. di Salerno)_, Nr. 1: _Lo cunto
re lu puorcu_‚ im _Archivio_, XIX, S. 497 ff.; G. Crocioni, _Novelle
popolari in dialetto di Canistro (Aquila)_, Nr. 4: _La vaccarella_‚ im
_Archivio_, XX, S. 190 ff.; Pitrè, _Novelle popolari toscane_, S. 277
ff., Nr. 59: _Il porco e il castrato_‚; P. Sébillot, _Contes de prêtres
et de moines, recueillis en Haute-Bretagne_, Nr. 1: _Les moines et le
bonhomme_‚ im _Archivio_, XIII, S. 274 ff.; Radloff, III, S. 336 ff.:
_Eshigäldi_‚; vgl. auch Jacob, _Türkische Volkslitteratur_, Berlin,
1901, S. 7 ff. und _Archiv für slavische Philologie_, XXVI, S. 465.
Zu dem einleitenden Zuge, der ~Herauslockung des Tieres~, vgl.
Wesselski, _Mönchslatein_, S. 209 zu Nr. 29, wo noch auf Bromyard,
S. 8, 9, _Kátha Sarit Ságara_, II, S. 68 ff. und 636 und Lecoy de la
Marche, _L’esprit de nos aïeux_, S. 196 ff. zu verweisen gewesen wäre,
und Hertel, _Tantrâkhyâyika_, Leipzig und Berlin, 1909, I, S. 137.
Zu der Verkleidung als Arzt vgl. noch Tallemant des Réaux, _Les
Historiettes_, 3^e ed. par P. Paris et De Monmerqué, Paris, 1865, VI,
S. 220, Nr. 472: _Vengeance raffinée_‚.
438. Mango, S. 51 ff.
Der Eingang, nämlich die Tötung des Morgensängers, kehrt wieder in
der bei Pitrè, III, S. 375 ff. als Variante zu der oben als Nr. 430
gebrachten Giufàgeschichte mitgeteilten Erzählung.
Der Rest ist eine Bearbeitung des Motivs von der ~mehrfachen Ausnutzung
eines Leichnams~, worüber man — ohne Rücksicht auf die in den
Unibosmärchen oft vorkommende Nutznießung aus der Leiche der Mutter
— v. d. Hagen, _Gesammtabenteuer_, III, S. LII ff., Cosquin, II, S.
333 ff., Bédier, S. 469, Köhler, I, S. 65, W. C. Hazlitt, _Tales and
Legends of National Origin or widely current in England from early
times_, London, 1892, S. 480 ff.: _The Monk of Leicester who was four
times slaine und once hanged_, Rittershaus, S. 396 ff. und 399 ff.,
Böhm, _Lettische Schwänke_, S. 119 ff. vergleiche; verwandt damit ist
auch Stumme, _Malta_, S. 61 ff. (= _Studien_, S. 44 ff.).
439. Mango, S. 52 ff.
Wie man sieht, ist diese Geschichte nichts als eine Variante des 3.
Märchens des 1. Tages bei Basile; ausführliche Nachweisungen geben
Köhler-Bolte in der _ZVV_, VI, S. 174 ff. und Köhler, I, S. 405 und
588. Vgl. auch _Archiv für slavische Philologie_, XXVI, S. 463.
Zu der ~Heilung durch Lachen~ vgl. oben die Anmerkung zu Nr. 167
und meine Nachweise in Bebels _Schwänken_, II, S. 110 ff.; ferner
_Studien z. vgl. Litg._, VII, S. 236; J. Meder, _Quadragesimale de
filio prodigo_, 1494, sermo 20, zitiert bei Cruel, _Geschichte der
deutschen Predigt im Mittelalter_, 1879, S. 568 ff.; Celtes, _Fünf
Bücher Epigramme_, hg. v. Hartfelder, Berlin, 1881, S. 57; Passano, _I
novellieri italiani in prosa_, 2^a ed., Torino, 1878, II, S. 104.
440. Mango, S. 53.
441. Mango, S. 53 ff.
442. Mango, S. 54.
443. Mango, S. 54.
Vgl. Merkens, I, S. 168 ff., Nr. 196 und Krauss, _Zigeunerhumor_, S. 34
ff.; ich glaube aber die Schnurre auch schon als Predigtmärlein gelesen
zu haben.
444. Mango, S. 55.
Das ~Verschmieren der Wandritzen mit Teig~ erinnert an das ~Bestreichen
der Erde mit Butter~‚: Grimm, _KHM_, Nr. 59; Haltrich, S. 245, Nr. 67;
Rittershaus, S. 357; E. H. Carnoy, _Littérature orale de la Picardie_,
S. 189 ff.; Böhm, _Lettische Schwänke_, S. 118 zu Nr. 31; _Archiv für
slavische Philologie_, XXII, S. 309; Reinisch, _Die Saho-Sprache_,
I, S. 242; derselbe, _Die Bedauye-Sprache_, Wien, 1893, I, S. 58 ff.
Getränkt wird die durstige Erde bei L. Morin, _Contes Troyens_, Nr. 8
in der _RTP_, XI, 460 ff., und ihre Risse werden mit Geld verstopft bei
P. Sébillot, _Littérature orale de la Haute-Bretagne_, S. 98. Siehe
auch oben die Anmerkung zu Nr. 427.
445. Mango, S. 55.
Die ~Unkenntnis vom Wesen des Kindsschädels~ als Ursache der Tötung des
Kindes begegnet konform wie hier bei Haltrich, S. 243 (... da merkte
Hans, daß dem Kinde der Scheitel zuckte, das waren aber die Weichen,
die bei der Aufregung des Kindes erzitterten. Hans aber dachte, das
sei eine bösartige Blase, nahm eine große Nadel, stach sie durch, und
das Kind zuckte nur einigemal und war tot ...) und bei G. Amalfi, _I
chiochiari nel mandamento di Tegiano_‚ im _Archivio_, VII, S. 132 ff.;
eine augenscheinlich verdorbene Version erzählt Alice Fermé, _Contes
recueillis en Tunis_, Nr. 1: _La bonne femme_‚ in der _RTP_, VIII, S.
28 ff.
446. Mango, S. 55 ff.; ebenso von Giufà: Pitrè, III, Nr. 367 ff.
In derselben Weise, nur daß es sich um das einem zerbrochenen Kruge
entströmende Wasser handelt, geschieht die ~Verscheuchung der Diebe~ im
57. Märchen bei Gonzenbach, II, S. 3 ff.
Auf die durch den Schwank Bebels, II, Nr. 112 und durch die 6. Novelle
der 13. Nacht bei Straparola charakterisierten Erzählungsreihen, die ja
auch hieher gehören, näher einzugehn, würde wohl zu weit führen.
447. Mango, S. 56. Vgl. oben Nr. 49.
VII. Kroatische Überlieferungen
448. Kroatisch, S. 91 ff.; Nouri, S. 94 ff.
449. Kroatisch, S. 95.
450. Kroatisch, S. 101; eine Variante, wo Nasreddin nicht der Gefoppte,
sondern der Foppende ist, bieten Tewfik, Nr. 40, _Tréfái_, Nr. 138,
Griechisch, Nr. 18, Serbisch, S. 26 und Kroatisch, S. 16. Vgl. weiter
Buadem, Nr. 38, Serbisch, S. 63 und Kroatisch, S. 38 ff.
Horn zitiert im _Keleti szemle_, I, S. 69 eine Version aus der
_Herzerfreuenden Schrift_‚ von Zakani, und Basset hat in der _RTP_, XV,
S. 461 eine damit ziemlich übereinstimmende aus dem _Nuzhat al udaba_‚
übersetzt. Zeitlich in der Mitte liegt die Nr. 1 der von Papanti
herausgegebenen _Facezie e motti dei secoli XV e XVI_‚ (Bologna, 1874),
die etwa zwischen 1490 und 1500 niedergeschrieben worden ist[20].
Danach hat der spanische Gesandte bei Innocenz VIII. im Jahre 1486,
als der König von Frankreich die Florentiner durch Drohungen dem König
Ferrante II. abspenstig zu machen versuchte, einem Sekretär Lorenzos de
Medici und einem Beamten der Signoria von Florenz folgende Geschichte
erzählt:
Che in Hispagna a casa sua era stato uno povero, che andava mendicando
con un bordone, a capo del quale era un ferro acuto et lungho; e quando
chiedeva la limosina ad alcuno, gli voltava la punta di decto bordone,
come se gli volessi dare con epso, dicendo: Tale, dammi qualche cosa
per l’amore di Dio, se no .... Di che seguiva, che molti, cognoscendolo
matto et importuno, vedendosi vòlta la punta, et interpretando quello
se no: io ti darò con questo bordone; per non havere a chonbatter con
lui, gli davano la limosina. Seguì un giorno, che, faccendo il decto
povero questo acto a un cavaliere, huomo giovane et animoso; trovandosi
la spada allato, come costumano in quel paese ciascun portarla;
sdegnandosi questo cavaliere, messo mano alla spada, et voltàtosi
al povero con epsa: Che se no, o non se no? Il povero incontinenti
rispose: Se non, me n’andrò con Dio sanza danari. Et così per la più
corta si partì.
Es gibt aber noch eine viel ältere abendländische Bearbeitung, und
die steht in dem 3. Buche der _Carmina_‚ des von Karl dem Großen 794
zum Bischof von Orléans ernannten und von Ludwig dem Frommen vier
Jahre lang (817-821) in Angers gefangen gehaltenen Italiäners oder
Südfranzosen Theodulphus; sie folge hier nach dem Abdrucke bei Migne,
CV, S. 330:
Saepe dat ingenium quod vis conferre negabat,
Compos et arte est qui viribus impos erat.
Ereptum furto castrensi in turbine quidam
Accipe qua miles arte recepit equum.
Orbus equo fit praeco, cietque ad compita voce,
Quisquis habet nostrum reddere certet equum.
Sin alias, tanta faciam ratione coactus,
Quod noster Roma fecit in urbe pater.
Res movet haec omnes, et equum fur sivit abire,
Dum sua vel populi damna pavenda timet.
Hunc herus ut reperit, gaudet, potiturque reperto,
Gratanturque illi quis metus ante fuit.
Inde rogant quid equo fuerat facturus adempto,
Vel quid in urbe suus egerit ante pater.
Sellae, ait, adjunctis collo revehendo lupatis
Sarcinulisque aliis, ibat onustus inops.
Nil quod pungat habens, calcaria calce reportans,
Olim eques, inde redit ad sua tecta pedes.
Hunc imitatus ego fecissem talia tristis,
Ne foret iste mihi, crede, repertus equus.
Einen der Fassung bei Memel, S. 20, Nr. 27 nahestehenden englischen
Schwank druckt Ashton, S. 200 aus _England’s Jests Refin’d and
Improv’d_, 3^{rd} Ed., London, 1693 ab:
A Scholar meeting a Countreyman upon the Road rid up very briskly to
him; but the Countreyman, out of respect to him was turning off his
Horse to give him the Road, when the Scholar, laying his Hand upon his
Sword, said: »’Tis well you gave me the Way, or I’d ....« »What wou’d
you have done?« said the Countreyman, holding up his Club at him.
»Given it to you, Sir,« says he, pulling off his Had to him.
Vgl. weiter Lehmann, _Exilium melancholiae_, D, 57, S. 96, Amalfi,
_XII facezie e motti raccolti in Piano di Sorrente_, Nr. 1: _Fateme
’a caretà, ca se no!_‚ im _Archivio_, XXI, S. 335 ff. und Krauss,
_Zigeunerhumor_, S. 143 ff., 169 ff. und 186.
Diese Drohung ~Entweder~ .... ~oder~ ....! erinnert an die im drohenden
Tone gerichtete Frage: _Ist das Ernst oder Spaß?_, z. B. in _Archie
Armstrong’s Banquet of Jests_, S. 216:
Two Gentlemen meeting, the one jostled the other from the Wall, and had
almost made him to measure his length in the channell: who by much adoe
recovering himselfe came up close to him, and asked him whether he were
in jest, or in earnest? He told him plainely, that what hee did was in
earnest. And I am glad, replies the other, that you told me so: for I
protest, I love no such jesting: by which words he put off the quarell.
Nicht identisch mit dieser Version ist die bei Ashton, S. 335 aus
_A choice Banquet of Willy Jests, Rare Fancies, and Pleasant Novels
.... Being an Addition to Archee’s Jests_, London, 1660 abgedruckte,
die Wort für Wort mit Nr. 44 der _Conceits, Clinches, Flashes, and
Whimzies_, London, 1639, bei Hazlitt, III, S. 16 übereinstimmt; vgl.
weiter Merkens, II, S. 89, Nr. 108 und III, S. 16, Nr. 20 und _Joe
Miller’s Jests_, S. 63, Nr. 367. Hierher gehört auch die 42. Erzählung
der _Hundred Mery Talys_, ed. by Österley, S. 73 ff. (bei Hazlitt, I,
S. 65 ff. hat sie die Nr. 41).
451. Kroatisch, S. 101.
452. Kroatisch, S. 101 ff.
Ähnlich erzählt Melander, _Jocoseria_, I, Nr. 115, S. 93 ff. (deutsche
Ausgabe I, Nr. 78, S. 67) wahrscheinlich nach Bullinger, _Contra
Cochlaeum_‚:
Alium quendam (nugonem) non puduit omni asseveratione affirmare, se
fuisse in regione quadam, ubi apes ovibus magnitudine nihil quicquam
cederent. Hoc quam mendacissime ab illo dici, cum vel surdus audiret,
quidam ex auditoribus ita illi respondit: Oportet igitur istic quidam
alvearia perquam capacia esse. Tum nugo, Non capaciora nostratibus,
inquit. Respondit alter iste: Non sunt ampliora nostratibus? Deus
bone, quid ego audio! Ecquomodo igitur ingentes istae apes tuae alveria
nostratibus haud majora intrare possunt? Cui nugo in mendacio suo
veluti mus in pice haerens, totusque pudefactus, respondit: Hujus
equidem rei curam ipsis relinquo. Da laß ich sie vor sorgen.
Reichliche Nachweise zu dieser Lügenschnurre gibt _Müller-Fraureuth_‚
in den _Deutschen Lügendichtungen bis auf Münchhausen_, Halle, 1881,
S. 58 ff., 72, 127 und 137. Eine nicht unwitzige Variante in den
_Additamenta_‚ von Hermotimus (hinter Nicodemi Frischlini Balingensis
_Facetiae selectiores_‚ in der Ausgabe Amstaelodami, 1660) ist ihm aber
entgangen; dort wird S. 304 ff. _De Apibus Indicis_‚ folgendes erzählt:
Ein aus Indien nach Zeeland heimgekehrter schneidet auf, die Bienen
seien in Indien so groß wie in Zeeland die Elstern. »Und die
Bienenstöcke?« »Nicht größer als die unserigen.« »Und die Löcher
darin?« »Nicht größer als bei uns.« »Wie können sie dann aus und ein?«
»Quae ingredi non possunt, illas oportet foras manere.«
453. Kroatisch, S. 102.
454. Kroatisch, S. 102 ff.
Müller-Fraureuth, der zu dem Schwanke überflüssigerweise auch _KHM_,
Nr. 146 heranzieht, gibt S. 53, 125 und 78 eine stattliche Reihe
Varianten; die älteste Fassung ist ihm freilich entgangen. Sie steht
in den _Facetie et motti arguti_‚ von L. Domenichi, Fiorenza, 1548,
Bl. B_{5}b, und zwar in dem Teile, der auf dem 1479 verfaßten _bel
libretto_‚ des Padre Stradino beruht[21]; mit demselben Wortlaute ist
sie übergegangen in die _Facecies, et motz subtilz_, Lyon, 1559, Bl.
9^b (Lyon, 1597, S. 29) und in die spätern Ausgaben der Domenichischen
Facetien (1562, S. 59, 1581, S. 71 usw.). Wortwörtlich identisch steht
sie auch nach einem alten Manuskripte in der Nr. 2 der Zeitschrift _Il
Cherico del Piovano Arlatto_‚ (1878), S. 60 ff.
Eine sehr hübsche und sehr frühe Variante, die ich nur aus Dreux du
Radier, _Récreations historiques_, A la
Haye, 1768, I, S. 96 ff. kenne, steht in den _Volantillae_‚ von
Hilarius Cortesius (Courtois), Parisiis, 1533:
Interrogabat quispiam Rex Galliae
In Neustria quidnam referretur novi?
Tunc Neuster inquit ludibundus, et joco
(Ne conveniri se putabat a suo
Principe): Diebus hisce succrevit ibi olus
Sublimitatis tam arduae, ut sub eo queat
Exercitus Regis quiescere facile,
Solis sine offensa. Inde, equitans rex longius,
Habet Brittonem obvium; rogat et eum obvium,
Ecquid novi Armorica Brittannia disserat?
Cui Brito: Struunt circumferentia nova
Lebetem: ibi cum plurimus sit artifex
Qui verbere intonet, tamen non liberum est
Ut verberantes, malleis tonantibus,
Intelligant alios aliquatenus; scio,
Quid viderim. Tum Rex joco ait: Id scilicet
Curatur ut Normanniae coquant olus.
Die Nachweisungen Müller-Fraureuths seien weiter durch folgende
ergänzt: Doni, _La Zucca_‚ (1. Ausg. 1552), _Venetia_, 1592, Bl.
209^a; Luis de Pinedo, _Libro de chistes_‚ bei Paz y Mélia, _Sales
españolas_, I, S. 298 ff.; C. A. M. v. W., _Zeitvertreiber_, S. 159;
Harsdörfer, _Ars apophtegmatica_, S. 210, Nr. 954; W. Hickes, Oxford
_Jests Refined and Enlarged_, London, 1684 bei Ashton, S. 347; Krauss,
_Zigeunerhumor_, S. 159: _Ein großes Krauthäuptel_‚; »Fulano, Zutano,
Mengano y Perengano«, _Cuentos y chascarrillos andaluces_, Madrid,
1896, S. 84 ff.: _La col y la caldera_‚. Nicht uninteressant ist auch
eine Version aus Annam bei A. Landes, _Contes et légendes annamites_,
Saigon, 1886, S. 319:
Deux menteurs faisaient assaut de mensonges. »J’ai vu, disait l’un,
un tambour que l’on entendait de cinquante lieues.« — »Et moi, disait
l’autre, un buffle dont la tête était en France et la queue en Annam.«
— »Comment cela se pourrait-il? dit le premier.« — »Sans un buffle
pareil, répondit son camarade, on n’eut pas trouvé une peau pour ton
tambour?«
455. Kroatisch, S. 103 ff.
VIII. Serbische Überlieferungen
456. Serbisch, S. 44 ff.
Eine hübsche Parallele bieten die _Contes du Sieur Gaulard_, S. 196 ff.:
Vne autrefois, estant arriué à Grey, son coche se vint à rompre en deux
ou trois endroits. Dequoy extremement fasché, parce qu’il deuoit aller
en quelque lieu en diligence: enfin il s’aduisa d’escrire à Monsieur
de Lampas, son cousin, qui demeuroit à deux lieues de là, et le prioit
bien fort de l’accomoder de son coche pour deux ou trois iours. Cela
fait, il cachette sa lettre, et estoit prest à l’enuoyer par son
laquais, quand son cocher luy vint dire que son coche estoit fort bien
r’habillé, et qu’il n’en falloit jà emprunter. Alors le sieur Gaulard
deschira cette lettre, et se fist apporter de nouveau vne plume et de
l’encre, et escriuit à son cousin vne autre lettre, par laquelle il
le remercioit bien fort de l’amitié qu’il luy vouloit faire, de luy
enuoyer son coche, qu’il n’en estoit plus de besoin, et que le sien
estoit raccomodé: et despescha son laquais qui porta cette derniere
lettre au sieur de Lampas, qui le vint trouver le lendemain exprès à
dix lieues de là, pour sçauoir ce qu’il vouloit dire. Lors il lui dit,
Mon cousin, i’estois en peine, pource que ie vous auois escrit, qu’il
vous pleust m’accomoder de vostre coche, et sçachant la bonne affection
que vous me portez, ie me suis bien douté, que dés que i’aurois escrit,
vous me l’enuoiriez. Et par ainsi ie vous ay escrit la derniere fois,
afin que vous ne m’enuoyssiez pas vostre coche, puis que le mien estoit
refait.
Anders ist folgende persische Geschichte (Kuka, S. 157):
An inhabitant of Baghdad went to Kazwin. As his stay at the latter
place was prolonged beyond what he had originally intended it to be, he
wrote a letter to his family, mentioning everything about himself and
his affairs; but, as he could not find any messenger, he determined to
take the letter himself to Baghdad. Accordingly he took up the letter,
and arrived with it at his house, but stayed outside the door. The
members of his family were glad to see him, and asked him, to enter
the house; but this he would not do, saying, »my object in coming here
was merely to bring this letter«; and with these words he left again,
leaving the letter with them.
457. Serbisch, S. 45 ff.; Roda Roda, S. 124.
G. Bouchet, _Les Serées_, V, S. 69:
Ce maistre qui estoit de nos Serees, nous conta qu’vn iour il demanda
à vn sien mestayer, comme il se portoit depuis deux ou trois iours
que sa femme estoit morte, lequel luy respondit, quand ie reuins de
l’enterrement de ma femme, m’essuyant les yeux, et trauaillant à
plorer, chacun me disoit, compere, ne te soucie, ie sçay bien ton
faict, ie te donneray bien vne autre femme. Helas! me disoit-il, on ne
me disoit point ainsi, quand i’eu perdu l’vne de mes vasches.
458. Serbisch, S. 48. Ähnlich Buadem, Nr. 62; Serbisch, S. 72 ff.;
Kroatisch, S. 44.
Eine ähnliche Schnurre aus dem _Nuzhat al udaba_‚ hat Basset in der
_RTP_, XV, S. 363 mitgeteilt:
Einige Räuber hielten auf der Heerstraße mehrere Kaufleute an,
bemächtigten sich ihrer und verteilten sie durchs Los. Die einen
fanden bei ihren Gefangenen Stoffe und seidene Mäntel, andere Geld und
andere Dinge; einer aber schlug seinen Kaufmann jämmerlich mit den
Worten: »Warum sind deine Waren nicht so wie die deiner Gesellen?« Der
Kaufmann antwortete: »Verzeih, Herr, ich wußte nicht, daß der Markt so
gut besucht sein werde; habe Geduld bis zum nächsten Mal.« Der Räuber
lachte und ließ ihn laufen.
459. Serbisch, S. 97.
460. Serbisch, S. 97 ff.
461. Serbisch, S. 98.
462. Serbisch, S. 109.
Eine seltsame Parallele und wohl zugleich die schließliche Quelle des
serbischen Schwankes bietet eine Geschichte bei Bar-Hebraeus, S. 25,
Nr. 98, deren Held der weise Günstling des persischen Königs Khosrev
Anoscharwan (531-579) ist:
Bazarjamhir’s wife asked him a certain question and he replied, »I
know not the answer.« Thereupon she said unto him, »Dost thou take
such large wages from the king [for thy wisdom] and yet not know
the answer to my question?« And he replied, »I receive my wages for
what I know, and it is not payment for what I know not. If I were to
receive wages for that which I know not all the king’s treasures would
be insufficient to reward me, for the things which I know not are
exceedingly many.«
Ebenso, nur daß es nicht die eigene Frau ist, steht die Geschichte, die
bei Masudi fehlt, bei Galland, S. 53 ff.; auf einen andern übertragen
ist sie bei Roda Roda, S. 63.
463. Serbisch, S. 117.
464. Serbisch, S. 128; Griechisch, Nr. 147; Pann, S. 338.
465. Serbisch, S. 131.
466. Serbisch, S. 132.
467. Serbisch, S. 135 ff.
Zu dem Anfange des Schwankes (Nasreddins Tür) ist auf Pann, S. 342 und
oben auf unsere Nr. 329 zu verweisen; zu dem Reste, der eine Parallele
bei Roda Roda, S. 252 hat, vgl. die Anmerkungen zu Nr. 399.
468. Serbisch, S. 144 ff.
469. Serbisch, S. 147.
470. Serbisch, S. 148.
471. Serbisch, S. 151 ff.
472. Serbisch, S. 152 ff.
473. Serbisch, S. 158.
Vgl. dazu die Nr. 92 bei Luscinius, _Joci ac sales_, abgedruckt bei
Gastius, _Convivales sermones_, I, S. 288 ff. und in der Ausgabe
Francofurti, 1602 der _Mensa philosophica_, S. 399 ff., Nr. 74:
Pauper quidam in tonstrinam veniens, ob Dei amorem orauit vt
tonderetur, quod nihil sibi esset pecuniarum, quo operam tonsoris
conduceret. Cum tonsor arrepta hebete nouacula, tanta inclementia
miserum radit, vt ad singulos tractus lachrymae ex oculis vbertim
manarint, interea eanis in culina acerbe verberatus, magno eiulatu in
officinam tonsoris prosiliit. Quo conspecto, pauper ceu parem sortis
iniquitatem in animali miseratus, exclamauit: O canis, quid adversi
accidit tibi? num et tu rasus es ob Dei amorem?
Der Schwank, der aus Gastius in Domenichis _Facetie_, 1562, S.
229 (1581, S. 282 ff.), in die _Cicalata in lode della Frittura_‚
von Lorenzo Panciatichi (Biscioni im Kommentar zu Lorenzo Lippis
_Malmantile racquistato_, Venezia, 1748, S. 47), in die _Cuentos_‚ von
Juan de Arguijo (Paz y Mélia, _Sales españolas_, II, S. 137 ff.), in
die _Certayne Conceyts and Jeasts_, Nr. 16 (Hazlitt, III, S. 8 ff.), in
Zincgref-Weidners _Apophtegmata_, III, S. 256 usw. übergegangen ist,
ist auch die Quelle der 82. Erzählung in Hebels _Schatzkästlein des
Rheinischen Hausfreundes_‚ in der zitierten Ausgabe III, S. 204.
Nahe steht aber unserer Geschichte auch folgender Schwank _Von Claus
Narren_, S. 162:
Als jhm Clauß wolte lassen seinen Bart abnemmen, nam der Balbierer
einen stumpffen Harsach[22] vnd räuffte den guten Menschen vbel. Clauß
duldets vnd schweig stille. In dieser weile aber, da Clausen der
Balbierer beschickte, ließ der Wirth im Hause ein gemestet Schwein
stechen vnd abschlachten, das schreye sehr, da schrey Clauß auch: Hülff
Gott, der Schlächter wird stumpff haben, weil das Schwein so schreyet;
denn mein Balbierer hatt auch nit scharff, noch machte er mir nit so
wehe, daß ich geschrien oder gezuckt hette.
474. Serbisch, S. 158 ff.
Der Schwank steht schon im _Nuzhat al udaba_, woraus ihn Basset im
_Keleti szemle_, I, S. 221 übertragen hat, ferner bei Kuka, S. 182, Nr.
85.
475. Serbisch, S. 159 ff.
476. Serbisch, S. 166.
Tabourot, _Contes du Sieur Gaulard_, S. 209:
Allans par pays, son homme voulant gagner le beau chemin, trauersa vn
chemin semé de pois. A raison dequoy, le sieur Gaulard se mit à crier
à gorge desployée contre son homme, et luy disoit: Comment belistre,
veux-tu brusler les iambes de mes cheuaux? ne sçais-tu pas bien que
mangcant des poix, il y a six sepmaines, ils estoient si chauds qu’ils
me bruslerent toute la bouche? Et bien n’auoit-il pas raison?
477. Serbisch, S. 169 ff.; Griechisch, Nr. 109; Walawani, S. 153 ff.;
G. F. Abbott, _Macedonian Folklore_, Cambridge, 1903, S. 114 ff. (von
»Nasreddin Khodja, the famous fourteenth century wit and sage of
Persia«; mit einem Exkurs über das Niesen); Murad, Nr. 7; Pann, S. 329.
Die Geschichte ist identisch mit der bei Henning, _Tausend und eine
Nacht_, XXIII, S. 73 ff. erzählten, wozu man Chauvin, VI, S. 137
vergleiche.
478. Serbisch, S. 173.
479. Serbisch, S. 176 ff.
Vgl. die Nrn. 332 und 482.
480. Serbisch, S. 177 ff.
Die Schnurre steht, geringfügig abweichend, schon in Castigliones
_Cortegiano_, I. II, c. 51 (meine Ausgabe I, S. 184 und Nachweisungen
I, S. 302) und in den _Contes du Sieur Gaulard_, S. 190 ff.
481. Serbisch, S. 179 ff.; _Anthropophyteia_, IV, S. 374 ff.
Der Schwank steht schon in der bereits zitierten türkischen
Fabelsammlung, die Decourdemanche unter dem Titel _Fables turques_,
Paris, 1882 aus einem von 1758 datierten Manuskripte ins Französische
übersetzt hat und deren Abfassung er, allerdings ohne zwingenden Grund,
in die ersten Jahre des 16. Jahrhunderts verlegt; die 19. Fabel,
_L’avare_, lautet dort, S. 39, folgendermaßen:
C’est vraiment chose étonnante, disait un avare insigne à son ami
en tirant un aspre de sa poche, de voir que, quand j’achète de la
nourriture, mes chères espèces reviennent dans ma bourse!
— Cela t’est bien facile, fait l’autre: tu vas à la boucherie, tu y
fais emplette d’un apre de tripes et tu les emportes chez toi; alors tu
les nettoies avec soin, puis tu en revends pour un aspre. C’est ainsi
que ton argent revient dans ta bourse.
L’avarice attire de pareilles répliques.