IV.

Du bist die Höhe und ich bin die Tiefe,

Ich fühle mich so klein und verdorben neben dir!

Und wenn uns der Gott der Sterne selber zusammenriefe,

Ich fühlte mich immer noch weit entfernt von dir!

Geliebte! ich fühle dich in mir die Tage und Nächte,

Du badest in mir und breitest dich in mir aus.

Du rinnst über meinen Leib und bist das Haus,

In dem ich wohne, und bist der Schlaf meiner ruhigen Nächte.

Du bist bei mir, wenn ich Gutes esse und trinke,

Du zerteilst meinen Körper und schwimmst aus mir plötzlich hervor!

Und stehst vor mir und lachst und sprichst taumelnde Worte und ich

versinke

In deinem Duft und fliege dann brennend empor.

Du stehst vor mir und ich fasse dich und stürze in dich hinein

Und fühle ein so ganz, ganz unnennbares Entzücken

Und fühle: jetzt kannst du sie alle beglücken!

Und fühle: jetzt kannst du Wein und goldener Becher sein!

Gedichte(#41353) · 第 11 / 25 题