21. =Acacia laeta= R. Br., Benth.

Arbor mediocris ligno ebenaceo trunco erecto cortice atro-griseo

rimosissimo; aculeis infrastipularibus aterrimis nitidis rarius flavis

recurvis unguiformibus vel subrecurvis saepe abortivis vel nullis,

aculeo infrafoliaceo in quibusdam exemplis passim occurrente subrecurvo;

foliis glaberrimis glaucis pinnis laxe 2-3-jugis, foliolis 3-5-jugis

majusculis magnitudine variis oblique cuneato-oblongis mucronulatis

obtusis interdum acutiusculis, petiolo supra basin 1-glanduloso;

inflorescentia coaetanea spicis in axillis subgeminis folia aequantibus

vel iis longioribus, floribus albidis, staminibus non caducis;

leguminibus stipitatis oblongis basi apiceque acutis vel obtusis, plus

minus utrinque in processum angustum attenuatis pallide olivaceis,

2-3-pollicaribus membranaceo-coriaceis tenuibus transverse venosis 2-3-,

rarius 5-spermis supra semina leviter inflatis marginibus parallelis vel

saepius inter semina paullo constrictis, seminibus subrotundis

compressis olivaceis concoloribus.

_Nomen vern._: lingua Agowensi Gimarra.

_Habitat_: Ad oras Nubiae, Abyssiniae et Arabiae felicis in montibus; in

Abyssinia centrali; in Sennaar; in Aegypto superiore prope Syenam.

Ein stammbildendes, schlankes Bäumchen von 10-15′ Höhe. Das Holz ist

gleich hart und schwer, auch ähnlich gefärbt wie das afrikanische

Ebenholz der _Dalbergia_, mit weisslichem Splint und schwarzem Kern.

Unter der in dicken Krusten tief rissig der Länge nach aufspringenden

Rinde liegt ein purpurrother Bast. Die jungen Aeste haben eine

dunkelbraune, feste und glatte Rinde mit kleinen, quergestellten

Lenticellen. An den beblätterten Zweigen ist die Rinde bald hellbraun,

gräulich, bald weisslich, mit helleren Rissen der Länge nach gezeichnet

und mit kleinen Lenticellen versehen.

Die graugrünen Blättchen sind von wechselnder Gestalt und Grösse. Sie

haben einen deutlichen, verzweigten Mittelnerv, sind länglich

keilförmig, oft länglich verkehrt-eiförmig, an der Basis sehr

ungleichseitig und 2-3-nervig, meist etwas spitz, oft stumpf abgerundet

an der Spitze, aber stets mit einem Mucro versehen. Die Grösse variirt

zwischen 2-8 mm. Breite und 5-15 mm. Länge. Der ziemlich lange

Blattstiel trägt am unteren Viertel eine kleine, erhabene Drüse und ist

nicht gerinnt. Die Stacheln sind meist glänzend schwarz, selten

bräunlich, oder an jungen Zweigen hell gefärbt, mehr oder minder

klanenförmig rückwärts-gekrümmt, seitlich etwas zusammengedrückt,

äusserst spitz und bis 5 mm. lang, an der Basis bis 2 mm. breit. Sie

verkümmern oft und können häufig gänzlich fehlen. An manchen Zweigen

findet sich unterhalb in einigem Abstande von dem Stachelpaare ein

gleichgeformter, gleichgrosser oder mehr aufrechter und weniger

gekrümmter dritter Stachel.

Die Blüthenähren werden bis 6 Ctm. lang, stehen gewöhnlich zu zwei in

den Blattachseln und tragen wenig gedrängte, weissliche Blüthen. Der

Kelch ist häutig, weitglockig, 5-nervig und mit 5 ausgebuchteten Zähnen,

welche an ihrer Spitze 1-2 kleine Mucrones tragen, versehen. Die 1-1½

mal längere Blumenkrone ist bis zur Hälfte verwachsen, die Zipfel sind

länglich, spitz und unregelmässig gefranzt. Die Staubfäden, 80-100 an

Zahl, sind noch einmal so lang als die Blumenkrone, weiss wie die

Antheren, und bleiben dauernd an der Basis der Hülsen haften. Der

Griffel ist gleich lang oder etwas länger als die Staubfäden. Die Hülsen

sitzen gewöhnlich zu 2-7 an den Stielen, werden je nach der Zahl der

entwickelten Samen 4-6-9 Ctm. lang und sind in der Regel 2 Ctm. breit.

Sie sind sehr dünn lederartig und von hell olivengrüner, selten in’s

Bräunliche spielender Färbung, beiderseits mit starken Nervensträngen

berandet, mit querverlaufendem, hervortretendem Adernetz, an der Basis

und an der Spitze plötzlich in eine mehr oder minder lange Spitze

zusammengezogen, und zwischen den Samen entweder gar nicht oder sehr

seicht eingeschnürt. Die Dicke beträgt an den Rändern circa ½ mm. An der

Stelle, wo die Samen liegen, sind die Hülsen etwas blasig aufgebläht.

Die Zahl der Samen ist meist 2-4, selten 5, wodurch die Länge der Hülsen

sehr verändert wird. Die Samen sind olivengrün, ohne eine hellere

Zeichnung auf der Oberfläche, matt glänzend, von runder Gestalt mit

einer stumpfen Spitze, und haben 6 mm. im Durchmesser und 2 mm. in der

Dicke.

An den Syeniter Exemplaren sind die Kelche (aber nicht alle) auf der

einen Seite mitunter aufgespalten und mit ungleich langen Zähnen

besetzt, auch sind die Zipfel der Blumenkrone nur wenig über denselben

hervorragend.

Diese Art ist der indischen _A. modesta_ Wall. sehr nahe verwandt,

welche sich von ersterer durch kürzere Blattstiele, breitere und an den

Spitzen abgerundete, oft ausgebuchtete, aber stets des Mucro

entbehrenden Blättchen, durch die hellere graue Färbung und durch die

länglicheren Hülsen unterscheidet.

Dies möchte _Acacia Asak_ Forsk. (flor. aeg. arab. p. 176) sein, mit

deren Beschreibung sie übereinstimmt. Die von VAHL dagegen gegebene

Beschreibung derselben Art weicht insofern ab, als gerade Stacheln mir

bis jetzt von der _A. laeta_ nicht vorlagen.

Von den übrigen Arten unterscheidet sich die _A. laeta_ theils durch die

Zahlverhältnisse des Blattes, theils durch die verhältnissmässige Länge

der Blüthenähren, oder durch Stacheln und Hülsen.

Sie blüht und hat Früchte zugleich mit dem Laube, in Ober-Aegypten im

Januar, in Nubien im April und Juni, in Central-Abyssinien im September.

Die Eingeborenen verfertigen aus dem schwarzen, harten Holze Griffe zu

Messer- und Schwertklingen.

Ich sammelte die Art in den Gebirgen der nubischen Küste, am Gebel

Uaratāb bei Suakin, im Soturba-Gebirge am Gebel Schellāl; SCHIMPER in

den Bergen von Dschadscha in Abyssinien; EHRENBERG, KOTSCHY und UNGER

bei Syene in Ober-Aegypten; EHRENBERG in den Bergen Djara und Kara bei

Gunfuda im glücklichen Arabien.

_Erklärung der Abbildungen._

Taf. XIX. 1. Blühender Zweig mit gedrängten Aehren. 2. Dito mit lockeren

Aehren. (Nat. Grösse.) 3. Blüthe. 4. Blüthe wie sie bei den Exemplaren

von Syene vorkommen. 5. Kelchzähne. 6. Zipfel der Blumenkrone.

Taf. XX. 1. Blattzweig. (Nat. Gr.) 2. Blättchen (vergr.). 3. Zweigtheile

mit gedreiten Stacheln. (Nat. Gr.)

Taf. XXI. 1. Zwei Hülsen mit 3 und mit 4 Samen. 2. Hülse mit 1 Samen. 3.

Dito mit 2 Samen und langer Spitze. 4. Dito mit 2 Samen und stumpfem

Ende. 5. Dito mit 4 Samen, von geringerer Grösse und ohne

Einschnürungen. 6. Dito mit 5 Samen, von ausnahmsweise länglicher

Gestalt. (Alle nat. Gr.) 7. Same. 8. Längsdurchschnitt durch einen

Samen. 9. Same von der Rückenseite gesehen.

Aufzählung und Beschreibung der Acacien-Arten des Nilgebiets · 第 27 / 48 题