20. =Acacia mellifera= Bth.

Frutex grandis ramosissimus, ramis decumbenti-erectis, cortice laevi

griseo-badio, in novellis glaberrimo saepius atro-griseo; aculeis

infrastipularibus e basi lata latereque compressa valde recurvis atris

nitidis; foliis glauco-viridibus glaberrimis pollicaribus pinnis

bijugis, foliolis unijugis oblique obovato-oblongis rotundato-obtusis

retusisque in summis jugis majoribus ceterum valde magnitudine variis

saepe semipollicaribus, petiolo communi basi glandula parva obsoleta

rarissime aculeis nonnullis instructo; inflorescentia coaetanea spicis

in axillis singulis geminisve folia aequantibus vel paullo iis

longioribus 1½-pollicaribus longiuscule pedunculatis, floribus albidis

subremotis pedicellis calycem superantibus: leguminibus coriaceo-

membranaceis oblongis utrinque acutis vel obtusis acuminatis marginibus

crassiuscule nervosis parallelis vel inter semina parum sinuosis planis

tenuibus supra semina inflatis transverse tenuiter venosis

1½-2-pollicaribus, 2-4-spermis.

_Nomen vern._: arabice Kittr vel Tekker.

_Habitat_: Oras Nubiae, Abyssiniae et Arabiae felicis in montibus

insulisque Maris Rubri; in Abyssiniae ditionibus Bogos, Schohos, Meda

etc.; per totam Nubiam australiorem, in ditionibus Taka et Gedaref; in

provinciis Sennaar et Kordofan; in Takkele; ad Leuconilum superiorem.

Diese Art ist eine der verbreitesten im gesammten Nilgebiete, mit

Ausnahme Aegyptens und des nördlichen Nubiens. Im südlichen Nubien

findet sie sich sehr häufig sowohl auf der Route Suakin-Kassala, als auf

derjenigen von Suakin nach Berber. An der Küste des Rothen Meeres fand

sie sich auf den Inseln Hauakel, Dalak und Macaur. Der nördlichste mir

bekannte Standort befindet sich an der nubischen Küste im Soturba-

Gebirge unter 22° n.Br. In besonderer Menge und meilenweite

Buschwaldungen von 15-25′ Höhe bildend traf ich den Kittr am mittleren

Laufe des Atbara an (zwischen Gos Radjeb und Gedaref), auch sah ich

ganze Quadratmeilen Landes an dem Fusse des Gebel Arrang, zwischen

Gedaref und Abu Harras mit dieser Acacie bedeckt.

Der Kittr bildet vielverzweigte, dichte Bosquets, welche meist in

halbkugeliger Gestalt auftreten. Jeder Reisende in jenen Ländern weiss

genug von seinen hakigen Doppelstacheln zu erzählen, welche, in Form

eines Halbkreises gekrümmt, sehr feine Spitzen haben und sich daher

leicht in den Kleidern, ja selbst in der Haut des Vorübergehenden

verfangen und nur mit grosser Mühe auszuhaken sind, während sie so fest

an den Zweigen haften, dass man sich mit Gewalt von ihnen kaum befreien

kann.

Das Holz der niedergebogenen, aber aufstrebenden, selten über armstarken

Aeste ist sehr schwer und weisslich von Farbe; der Bast wird von den

Eingebornen vielfältig benutzt.

Blühende Exemplare fanden sich auf dem Macaur-Eilande im April, und in

demselben Monate fruchttragende Exemplare in Abyssinien und Südnubien.

Von allen Acacien des Nilgebietes ist der Kittr durch die nur aus 4

grossen, ½-2½ Ctm. langen Blättchen gebildeten Blätter und durch die

mindestens 1 mm. langen Blüthenstielchen ausgezeichnet. Die Hülsen

gleichen sehr denen der _A. laeta_, sind aber meistens kleiner und

dünner von Textur. Die Blüthenähren erscheinen durch die mit den

Staubfäden bis 8 mm. lang werdenden Blüthen kurz und dick. Bei besonders

üppiger Entwickelung des Blattstiels trägt der Mittelnervstiel

ausnahmsweise 1-3 kleine, hakig gekrümmte, gelbliche Stacheln, analog

wie an den geilen Trieben der _A. Catechu_.

Aufzählung und Beschreibung der Acacien-Arten des Nilgebiets · 第 26 / 48 题