Arbuscula cortice flavescente rimoso ramulis angulatis glaberrimis;
aculeis infrastipularibus geminis parvulis recurvis atro-fuscis saepe
abortivis; foliis pallide-viridibus 2-3-pollicaribus glaberrimis pinnis
laxe 2-6-jugis, foliolis remotis 5-10-jugis majusculis submembranaceis
oblongi valde obliquis acutiusculis longitudine latitudinem
3-3½-superantibus, petiolo communi basi glandula parva obsito;
inflorescentia subpraecoce spicis 2-pollicaribus in axillis
1-5-aggregatis, folio multo brevioribus, floribus rosaceis remotis,
leguminibus? . . .
_Habitat_: In Abyssiniae centralis ditionibus Tigre et Amhara.
Die Blättchen haben im entwickelten Zustande eine Länge von 8-9 und eine
Breite von 2½-3 mm. Die Blüthen sind kurzgestielt; der purpurne Kelch
hat gewimperte Zähne, welche seiner halben Länge gleichkommen. Die
rosenrothe Blumenkrone ist doppelt so lang als der Kelch und zum dritten
Theile ihrer Länge in eiförmige Zipfel gespalten. Die Staubfäden, 40-50
an Zahl, überragen die letzteren um’s Doppelte.
Diese noch wenig gekannte Art blüht im April zugleich mit dem bereits
abfallenden alten oder mit dem halbentwickelten jungen Laube, welches
letztere durch seine häutig-dünne Beschaffenheit sehr ausgezeichnet ist.
Die rothe Acacie wurde auch bei Djenda in Amhara von STEUDNER gesammelt.
Die Hülsen sind noch nicht gekannt.
Unter den Acacien des Nilgebietes ist die _A. sanguinea_ H. R. die
einzige, welche rothgefärbte Blüthen besitzt. Die weissen Blüthen
anderer Arten nehmen erst in den Herbarien mit der Zeit eine bald in’s
Röthliche, bald in’s Bräunliche spielende Färbung an.