Arbor ingens trunco erecto cortice laevi albicante in ramulis puberulo
vel glaberrimo; spinis validis horizontaliter vel erecto-patentibus
teretibus basi albis turgido-incrassatis apice flavescentibus
½-pollicaribus ad ramos floriferos saepissime abortivis vel nullis;
foliis glabratis 2-pollicaribus glauco-viridibus, pinnis 4-6-, rarius
8-jugis, foliolis 8-15-jugis saepe remotis majusculis oblongis valde
obliquis obtusis mucronulatis margine saepe ciliatis longitudine
latitudinem 3-4-superantibus, petiolo communi inter singula pinnarum
paria tot glandulas quot juga gerente basi glandula nulla;
inflorescentia coaetanea; spicis in axillis singulis geminisve
3-pollicaribus folium superantibus; floribus subremotis, albis,
leguminibus maturis subplanis crassis coriaceis pulposis torulosis
6-pollicaribus pollicem latis pallide ochraceis in spiram simplicem
contortis, 8-spermis.
_Nomen vern._: arabice Harrās; lingua tigrensi: Māmmene.
_Habitat_: Vallem niloticam usque ad 27° lat. sept., praesertim in
Aegypto superiore, in agro Dongolensi, ad Leuconilum, ad Nilum caeruleum
silvas formans, in Nubiae australioris ditione Taka ad fluvium Gasch; in
Abyssiniae ditione Tigre; in Senegalia.
Diese Art verlässt im speciellen Nilgebiete nirgends das vom Strome und
seinen Nebenflüssen angeschwemmte Terrain, fehlt in den Wüsten und tritt
nördlich von Keneh nur als niederes Gestrüpp hin und wieder vereinzelt
auf, so z.B. am Gebel Magaier zwischen Girgeh und Siut. Sie erreicht in
Nubien eine grössere Entwickelung, und bildet namentlich in Sennaar
prächtige, oft 100 Fuss Höhe erreichende Bäume, welche mit ausgedehntem,
dichtverwachsenem Buschwerke derselben Art oder in sich abgeschlossenen
Bosquets abwechselnd den Hauptbestandtheil der Waldungen an den Ufern
des blauen Nils ausmachen.
Ich beobachtete den Harrās namentlich in grosser Menge bei der Stadt Abu
Harrās im Sennaar Ende December, wo die majestätischen, mit weissen
Blüthenmassen bedeckten Bäume einen prächtigen Anblick gewährten. Die
baumartig entwickelten Exemplare der weissen Acacie tragen auf einem
aufrechten, ungetheilten Stamme von wechselnder Höhe eine cylindrische,
häufig durch den dazwischen frei hervortretenden Stamm unterbrochene
Krone.