Arbor erecta ramis cortice fusco-glabro, in junioribus anguloso-striato
pallidiore; spinis validis interdum abortivis ½-2-pollicaribus
rectissimis horizontaliter patentibus sensim attenuatis supra planis
latere 2-angularibus pallidis rarius fuscescentibus; foliis puberulis
saturate viridibus bipollicaribus, pinnis 6-13-jugis, foliolis
12-20-jugis parvulis acutiusculis apice paullo latioribus longitudine
latitudinem 5-superantibus, petiolo communi basi 1-glanduloso;
inflorescentia coaetanea, spicis in axillis 2-3-aggregatis vel
solitariis, latis, 1-4-pollicaribus, flavis folium subaequantibus vel
duplo superantibus, floribus subremotis, albidis (?), leguminibus
longiuscule pedicellatis late-oblongis 2-pollicaribus obtusis
mucronulatisve marginibus parallelis subcoriaceis planis fuscis nitidis
irregulariter venosis paullo pulposis 6-12-spermis, seminibus olivaceis
oblongis.
_Nomen vern._: lingua tigrensi: Lahai; amharice: Gerrar.
_Habitat_: In Abyssiniae centralis ditionibus Tigre, Semen, Amhara; ad
fluvium Genduam ditionis Gallabat; in provincia Sennaar.
Diese Art ist nahe verwandt der indischen _A. latronum_ W.,
unterscheidet sich aber von derselben leicht durch die Gestalt der
Dornen. Bei letzterer sind sie stielrund, bei _Lahai_ dagegen oben bis
kurz vor der Spitze ganz flach und beiderseits mit zwei scharfen Kanten,
welche an den weniger entwickelten undeutlicher werden, versehen. Auch
sind dieselben hier gleichmässiger bis unter die Spitze an Dicke
abnehmend. Die Grösse der Blättchen beträgt an blühenden Zweigen oft nur
1½ mm., von den fruchttragenden aber bis 4 mm. Länge. Sie sind fast
immer am Ende etwas breiter als an der Basis, daher etwas spathelförmig
von Gestalt. Der Kelch ist undeutlich mit 5 gewimperten Zähnen besetzt
und sehr kurz, die viermal längere Blumenkrone kaum zum 4ten Theil in 5
eiförmige Zipfel getheilt; die Staubfäden, 50-60 an Zahl, überragen
letztere um ¾ ihrer Länge.
Blüht Ende Mai.
Wurde von Q. DILLON bei Adoa, von SCHIMPER am Berge Scholoda und von
STEUDNER bei Gondar und am Guang (Quellfluss des Atbara) gesammelt. Ich
fand im Juni am linken Ufer der Gendua sterile Zweige des strauchartig
wachsenden Wurzelausschlages dieser Art.