15. =Acacia Lahai= St. Hochst., Benth.

Arbor erecta ramis cortice fusco-glabro, in junioribus anguloso-striato

pallidiore; spinis validis interdum abortivis ½-2-pollicaribus

rectissimis horizontaliter patentibus sensim attenuatis supra planis

latere 2-angularibus pallidis rarius fuscescentibus; foliis puberulis

saturate viridibus bipollicaribus, pinnis 6-13-jugis, foliolis

12-20-jugis parvulis acutiusculis apice paullo latioribus longitudine

latitudinem 5-superantibus, petiolo communi basi 1-glanduloso;

inflorescentia coaetanea, spicis in axillis 2-3-aggregatis vel

solitariis, latis, 1-4-pollicaribus, flavis folium subaequantibus vel

duplo superantibus, floribus subremotis, albidis (?), leguminibus

longiuscule pedicellatis late-oblongis 2-pollicaribus obtusis

mucronulatisve marginibus parallelis subcoriaceis planis fuscis nitidis

irregulariter venosis paullo pulposis 6-12-spermis, seminibus olivaceis

oblongis.

_Nomen vern._: lingua tigrensi: Lahai; amharice: Gerrar.

_Habitat_: In Abyssiniae centralis ditionibus Tigre, Semen, Amhara; ad

fluvium Genduam ditionis Gallabat; in provincia Sennaar.

Diese Art ist nahe verwandt der indischen _A. latronum_ W.,

unterscheidet sich aber von derselben leicht durch die Gestalt der

Dornen. Bei letzterer sind sie stielrund, bei _Lahai_ dagegen oben bis

kurz vor der Spitze ganz flach und beiderseits mit zwei scharfen Kanten,

welche an den weniger entwickelten undeutlicher werden, versehen. Auch

sind dieselben hier gleichmässiger bis unter die Spitze an Dicke

abnehmend. Die Grösse der Blättchen beträgt an blühenden Zweigen oft nur

1½ mm., von den fruchttragenden aber bis 4 mm. Länge. Sie sind fast

immer am Ende etwas breiter als an der Basis, daher etwas spathelförmig

von Gestalt. Der Kelch ist undeutlich mit 5 gewimperten Zähnen besetzt

und sehr kurz, die viermal längere Blumenkrone kaum zum 4ten Theil in 5

eiförmige Zipfel getheilt; die Staubfäden, 50-60 an Zahl, überragen

letztere um ¾ ihrer Länge.

Blüht Ende Mai.

Wurde von Q. DILLON bei Adoa, von SCHIMPER am Berge Scholoda und von

STEUDNER bei Gondar und am Guang (Quellfluss des Atbara) gesammelt. Ich

fand im Juni am linken Ufer der Gendua sterile Zweige des strauchartig

wachsenden Wurzelausschlages dieser Art.

Aufzählung und Beschreibung der Acacien-Arten des Nilgebiets · 第 22 / 48 题