13. =Acacia stenocarpa= Hochst., A. Rich.

Arbor trunco erecto ramis strictis cortice laevi modo ferrugineo modo

dilute-olivaceo in ramis junioribus se ex epidermide badia nitida

exfoliante albo-viridi striato farinoso; spinis crassis brevibus rectis

eburneis interdum subconicis saepissime minutis subnullis; foliis

viridibus glabris spinis multo longioribus pinnis 3-11-jugis, foliolis

15-20-jugis, acutiusculis latitudinem longitudine 4-5-superantibus

petiolo communi biglanduloso; inflorescentia coaetanea; pedunculis in

axillis 1-5-fasciculatis, rarius racemum brevem efoliatum exhibentibus

glandulis inspersis infra medium bracteatis, capitulis globosis luteis

leguminibus anguste-linearibus falcatis planis subcoriaceis non

constrictis 4-pollicaribus 8-spermis.

_Nomen vern._: arabice Talch; lingua Bega: Kakūl.

_Habitat_: silvas formans in Nubiae australioris ditione Gedaref; in

Abyssinia.

Bäume von schlankem Wuchs; hohem Stamm mit aufwärts strebenden Aesten.

Die Rinde des Stammes ist risslos und variirt sehr nach der Jahreszeit,

oft in verschiedenen Nuancen rostroth erscheinend, welche beim

Abblättern eine neue, hell olivenfarbige, Platanen gleich gefärbte

hervortreten lässt. Die Rinde der beblätterten, kantigen Zweige hat

unter einer glänzenden, hellbraunen, sich schnell abblätternden Oberhaut

ein weisslich-grünes Aussehen, ist gestreift und lässt ein Pulversecret

hervortreten.

Die Blätter haben in der Regel 10 Joche, welche am Ende der Zweige sich

oft bis auf 2 reduciren. Der Mittelnervstiel erreicht eine Länge von 5-8

Ctm., trägt an der Basis und zwischen dem obersten Fiederpaare eine

flache Drüse, und läuft am Ende in eine 3 mm. lange Spitze aus. Die

Fiedern, meist 2½ Ctm. lang, haben gewöhnlich 20 Paar etwas spitzliche

Blättchen von 5 mm. Länge und 1 mm. Breite, welche selten hin und wieder

mit einzelnen Härchen besetzt sind.

Die Stipular-Dornen fehlen an manchen Zweigen gänzlich oder verkümmern

an den Spitzen zu kleinen Borsten; an anderen bilden sie gerade,

elfenbeinweisse oder hellbräunliche, glänzende, wagerecht abstehende, 1½

Ctm. lange, starke, am Ende plötzlich zugespitzte Waffen; oft nehmen sie

eine kegelförmige Gestalt an.

Die Blüthenköpfchen haben 1 Ctm. im Durchmesser, und bestehen aus über

100 Blüthen. Der Kelch hat 5 abgerundete, etwas gewimperte, gelbe Zähne.

Die Blumenkrone ist bis über ein Drittel in 5 länglich-eiförmige,

spitze, gelbe Zipfel gespalten und von doppelter Länge als der Kelch.

Die Staubfäden, meist 60, sind nicht einmal ganz so lang als die

Blumenkrone und nebst den Antheren rein gelb. Der Fruchtknoten ist

kirschroth, der Griffel mit den Staubfäden von gleicher Länge. Der etwas

längliche Blüthenboden trägt Deckblättchen von spathelförmiger Gestalt

mit löffelartiger Spitze, die behaart und gewimpert sind, von der Länge

des Kelches. Der verschiebbare Bracteenkragen befindet sich gewöhnlich

im untern Viertel des 1½-2½ Ctm. langen Stiels, welcher mit kleinen

Drüsen besetzt erscheint, und hat 2 kürzere und 2 längere (-2 mm.),

gebräunte, häutige Zähne. Die Hülsen sind flach, dünn lederartig, etwas

sichelförmig gebogen, fein längsnervig und beiderseits von stärkeren

Nervensträngen berandet, nirgends eingeschnürt, bräunlich, an der Basis

zugespitzt und am Ende gleichmässig in eine Spitze auslaufend oder

seltener etwas stumpf. Die 8 Samen sind von länglicher Gestalt, 8 mm.

lang, 3 mm. breit, dunkelolivengrün. Blühte im November zugleich mit dem

Laube.

Diese Art bildet mit _A. fistula_ oft in eigenen Beständen ausgedehnte

Waldungen in Gedaref, nördlich und südlich von Ssuk Abu Ssin, und

liefert die Hauptmasse des von daher in den Handel gebrachten Gummi’s.

_Erklärung der Abbildungen._

Taf. XVII. 1. Ein blühender Zweig. 2. Ein Blatt mit stark entwickelten

Stipular-Dornen. 3. Blüthe nebst Fruchtknoten. 4. Zipfel der

Blumenkrone. 5. Deckblättchen.

Taf. XVIII. 1. Ein fruchttragender Zweig. 2. Ein Blüthenköpfchen mit

Stiel und Bracteenkragen. 3. Baumschema.

Aufzählung und Beschreibung der Acacien-Arten des Nilgebiets · 第 20 / 48 题