Arbor maxima trunco erecto cortice atro-fusco rimoso in ramis atro-fusco
vel fusco-rubente laevissimo semper pruinoso in novellis interdum
puberulo; spinis 2-3-pollicaribus gracilibus rectissimis teretibus
horizontaliter patentibus sensim attenuatis eburneis apice fuscis in
floriferis saepius abortivis vel subnullis; foliis viridibus
3-pollicaribus pubescentibus pinnis 4-8-jugis, foliolis 15-27-jugis
linearibus rectis obtusis vix obliquis longitudine latitudinem 5-6
superantibus petiolo communi glandulis 1-3 vel eglanduloso;
inflorescentia coaetanea capitulis globosis citrino-luteis pedunculis
pollicaribus supra medium bracteatis puberulis in axillis 5-10
aggregatis vel paniculam efoliatam formantibus, leguminibus
6-8-pollicaribus fuscis glaberrimis nitidis obsolete venosis
moniliformibus inter semina angustissime constrictis articulis oblique
rotundis vel rhomboideo-orbicularibus 7-10-spermis seminibus ellipticis.
_Nomen vern._: arabice Ssant, nomen fructus Gārrat.
_Habitat_: Culta in ambulacris nemoraque formans in valle nilotica per
totam Aegyptum et Nubiam, spontanea in silvis primaevis ad ripas
Leuconili, praesertim parte inferiore supra urbem Chartum ditione
Schilluk, ad Nilum Caeruleum; spontaneam quoque reperi in silvis ad
montem Kassalam in Nubia australiori provinciae Taka.
Der Ssant ist der häufigste Baum in ganz Aegypten, wo er sich indess
nirgends mehr in nachweisbar wildem Zustande vorfindet. Alle Wege des
Landes sind vorzugsweise mit ihm bepflanzt, bei jedem Dorfe fast bildet
er Haine. Sein Holz ist hart, sehr zähe und schwerer als das Wasser,
braunroth von Farbe und daher dem der Eibe nicht unähnlich. Von
besonderer Härte soll das wilde Ssantholz sein, welches auf den Inseln
der Schilluks gefällt und zum Schiffbau auf dem weissen Nil verwandt
wird.
Der Ssant liefert das meiste Holz zum Schiffbau, zur Anfertigung der
Wasserräder und zu mancherlei Geräth. Das von dieser Art ausgesonderte
Gummi ist von so geringer Qualität, dass es nirgends einen
Handelsartikel bildet, sondern nur zum häuslichen Bedarfe dient. Die
Hülsen dagegen werden ihres vorzüglichen Tannin-Gehalts wegen sehr
geschätzt, auf allen Märkten feilgeboten und überall zum Gerben der
Häute verwandt, indem man dieselben zerstossen mit Wasser anrührt und
auf die rohen Felle einreibt. Dies ist die einfache Procedur des
Rothgerbens in ganz Aegypten. Auch die Rinde enthält Gerbstoff in
hinreichender Quantität, und ein Dekokt derselben dient als gutes Mittel
für Fieber-Reconvalescenten.
Als DELILE 1826 diese Art beschrieb (Centurie de plantes rec. p.
Cailliaud), machte er bereits auf die Unterschiede aufmerksam, welche
dieselbe von WILLDENOW’s _A. arabica_ unterscheiden. Sie bestehen
hauptsächlich in den bereiften, selbst an den Spitzen mehr oder minder
kahlen Zweigen, den nie mehr als 7- oder höchstens 8-jochigen
Primärfiedern und den stets gänzlich (bereits in unentwickeltem
Zustande) kahlen Hülsen.