Arbor trunco erecto cortice fusco rimoso, ramis fuscis apice glaberrimis
vel tomentosis glandulisque atris inspersis; spinis ¼-¾-pollicaribus
tenuibus teretibus pallidis horizontaler patentibus sensim attenuatis;
foliis saturate viridibus, 3-pollicaribus puberulis pinnis
4-13-18-jugis, foliolis 10-33-jugis longitudine latitudinem
5-superantibus oblongo-linearibus obtusis vel acutiusculis petiolo
communi canaliculato 2-3 glanduloso interdum glandulis nullis;
inflorescentia coaetanea capitulis globosis mediocribus aurantiaco-
luteis, pedunculis in axillis 2-5-aggregatis vel paniculam efoliatam
formantibus infra vel supra medium bracteatis ½-pollicaribus tomentosis
vel parte inferiore atro-glandulosis, leguminibus? . . .
_Habitat_: In Abyssiniae provinciis Schire et Tigre; in ditione
Gallabat.
Hierher rechne ich die unter No. 530. als _A. Adansonii_ in der 2.
Section und die in derselben Section ohne Nummer vertheilten Exemplare
aus Schire, in der SCHIMPER’schen Sammlung aus Abyssinien, sowie die von
Q. DILLON gesammelten, welche ich mit den von mir in der Umgegend von
Matamma in Gallabat gefundenen (No. 1998 u. 1997 meiner Sammlung) zu
vergleichen Gelegenheit hatte, um mich von ihrer völligen Identität zu
überzeugen.
Dieselben bilden vielleicht eine eigene Art, welche einerseits von der
_A. nilotica_ D., andererseits von der _A. arabica_ W. verschieden wäre,
hauptsächlich durch die weit grössere Zahl der primären Fiederjoche. Da
die Früchte allen aufgeführten Exemplaren fehlen, so ist indess das
Urtheil über ihre specifische Stellung noch auszusetzen.
Unter den abyssinischen Exemplaren sind die von SCHIMPER unter No. 530.
vertheilten durch ihre Behaarung der senegambischen Varietät der _A.
arabica_ am ähnlichsten; indess auch bei meinen Exemplaren von Matamma
sind die Zweige bald gänzlich kahl an der Spitze, bald mit dichtem Flaum
besetzt, zwischen welchem sich zahlreiche dunkelbraune Drüsen zeigen.
Die Blätter sind meistens durch 8-12 Joche (es kommen sogar 16-18 vor)
ausgezeichnet. Die 5 mm. langen und 1 mm. breiten Blättchen haben die
gleiche Gestalt wie bei _A. arabica_ W. Der Mittelnervstiel ist entweder
ganz ohne Drüsen, oder trägt deren an den beiden obersten Jochen und
unten an seiner Basis.
Die Blüthenköpfchen haben eine orangegelbe Farbe, nur 9-10 Mm. im
Durchmesser und bestehen aus 100 Blüthen, welche halb so gross als an
indischen oder senegambischen Exemplaren, im Uebrigen aber von gleichem
Baue erscheinen.
Die Anzahl der Staubfäden übersteigt an meinen Exemplaren nicht 40. Die
den Kelch überragenden Deckblättchen sind schmal spathelförmig, mit
breiter löffelförmiger Spitze und stark gewimpert und behaart. Der
Bracteenring hat 3-4 Zähne, und sitzt an meinen Exemplaren im oberen, an
den übrigen hingegen am unteren Drittel des Stiels der Blüthenköpfchen.
Ich fand die Art blühend Ende September und Anfang October; in
Abyssinien blüht sie Ende Juni und im November. Sie bildete Bäume von
30-40 Fuss Höhe, mit aufrechtem, verhältnissmässig starkem Stamme,
dunkelbrauner, rissiger Rinde und cylindrischer oder abgerundeter Krone.
_A. arabica_ W. (= _Mimosa arabica_ Lam.), von welcher eine Varietät mit
kahlen Zweigen in Ostindien und eine andere mit dicht filzigbehaarten in
Senegambien vorkommt, muss von der _Acacia nilotica_ Del. als Art
getrennt werden. Ob nun die senegambische Varietät (welche ein grosser
Baum sein soll) von der indischen, welche in WIGHT’s und ARNOTT’s Flora
von Indien als „subarboreous“ beschrieben wird, specifisch zu trennen
sei, kann ich des ungenügenden Materials wegen nicht entscheiden. Ausser
der dichten Behaarung der Zweige scheint sich die senegambische Acacie
übrigens auch durch eine grössere Anzahl primärer Joche (-10)
auszuzeichnen.
Aus Arabien habe ich keine Exemplare von _A. arabica_ gesehen.