Abseits vom Heer der modernen Literaten und Poeten steht +Wilhelm
Schussen+, ein +eigenwilliger+ und +eigenartiger+ Kopf, ein Verneiner
aller Gesellschaftslügen und aller Scheinwerte unserer Kultur, ein
rarer Vogel, der seine »philosophischen Kuckuckseier« in das enge
Nest der Konvention legt. Vor seinem ehrlichen und rücksichtslosen
Suchertum fallen die Kulissen unserer öffentlichen und persönlichen
Zustände; Heuchler und Schelme zu entlarven ist ihm ein grimmiges
Bedürfnis. Fern allem Zelotismus und Pharisäertum aber bricht er nicht
selbstzufrieden den Stab über den armen Sündern -- was er will und
dichterisch gestaltet, ist die +sittliche Läuterung+ des irrenden
Menschen. Eine kraftvolle, reiche und ungesuchte Sprache spiegelt seine
kantige und starke Persönlichkeit. Gleich dem Vinzenz Faulhaber seines
Schelmenromanes stammt Schussen aus dem Schwäbischen; er ist am 11.
August 1874 in Schussenried geboren. Sein bürgerlicher Name lautet
+Wilhelm Frick+ in Fürstenfeldbruck bei München.