Mit dem Tode Rabehs und der Vertreibung seiner Söhne aus der Hauptstadt
Dikoa war das Reich Rabehs zertrümmert. Den Franzosen war die Aufgabe
gelungen, eine Vereinigung ihres afrikanischen Kolonialbesitzes
am Tschadsee zur That werden zu lassen. Ihnen gebührt der Ruhm,
die Tschadseeländer von dem schweren Druck der Herrschaft Rabehs
befreit zu haben. Dass ihnen die Niederwerfung des sieggewohnten
Sklavenfürsten möglich wurde, war, abgesehen von dem grossen Mut, den
die französischen Truppen entwickelt haben, dem glücklichen Umstande
zu danken, dass im rechten Augenblick gleichzeitig von drei Seiten her
bedeutende Streitkräfte auf dem Kampfplatze erschienen, und dass Rabeh
selbst gleich im Anfange während des zweiten Zusammenstosses mit den
Franzosen bei Kuno schwer verwundet wurde. Zudem war den Franzosen der
Umstand zugute gekommen, dass Rabeh bei den eingeborenen Völkerschaften
im Süden des Tschadsees, in deren Gebiet er sich festgesetzt hatte,
keine Sympathien besass, und dass diese, wiewohl sie Muhammedaner
waren, den einrückenden Truppen der Weissen keinen Widerstand
entgegensetzten. Mehr als das, sie hatten sich in der Folge geradezu
mit diesen zum Kampf gegen den den Islam auf seine Fahnen schreibenden
Rabeh verbunden. Beim ersten Vorstoss der Franzosen unter Bretonnet und
dann nach dem für Rabeh nicht glücklichen Kampfe bei Kuno focht der
König von Baghirmi mit seinen Leuten auf Seiten der Franzosen. Nach
dem Erscheinen der drei französischen Expeditionen am Schari und nach
dem Tode Rabehs haben die Kanuri und die nomadisierenden Araber im
Süden des Tschadsees seiner Soldateska jedenfalls keinen Vorschub mehr
geleistet. Auch von anderen muhammedanischen Elementen Central-Afrikas,
die als wenig christenfreundlich bekannt sind, hatte Rabeh keine Hilfe
erhalten. Wohl hatte er sich nochmals an den Sultan Ibrahim von Wadai
gewandt, mit der Aufforderung, gemeinsam mit ihm die europäischen
Eindringlinge aus Innerafrika zu vertreiben. Die Aufforderung war ohne
Gehör geblieben. Auch der Schech des Senussiordens, an den Rabeh ein
Schreiben gesandt haben soll, um ihn zu veranlassen, die arabischen
und hamitischen Völker im Osten des Tschadsees zum Kampfe gegen die
Franzosen zu begeistern, hatte sich ablehnend verhalten. Ebenso hatte
es der König von Mandara unterlassen, Rabeh Hilfstruppen zu senden.
Eine endgiltige Klärung hatten die Verhältnisse in Central-Afrika
jedoch auch mit dem Tode des Sklavenfürsten noch nicht erfahren. Wenn
auch der überlegene Wille und die rückhaltslose Herrschsucht Rabehs
die alten Basinger nicht mehr meisterte, so hatte doch Fadel Allah in
der Folge einen beträchtlichen Teil der Truppen seines Vaters um sich
sammeln können.
Nachdem Fadel Allah einmal gesehen, dass das Schicksal sich gegen
ihn wandte, hatte er es selbst gegen kleinere Truppen der Franzosen
nicht mehr zu einer entscheidenden Schlacht kommen lassen. Ganz in der
Art wie seinerzeit Soliman ibn Zuber den Verfolgungen Gessi Paschas
immer wieder auswich, hatte er sich vor dem von Dikoa nach dem Süden
marschierenden Kapitän Reibell immer weiter zurückgezogen. Bei dem
Zusammentreffen am Flusse Jadzerem und bei Issege war kein ernstlicher
Widerstand geleistet worden. Erst in Mubi[58], im Südwesten der
Mandara-Berge, machte Fadel Allah Halt, nachdem die Franzosen bei
Issege die Verfolgung aufgegeben hatten.
In Mubi koncentrierte sich Fadel Allah wieder, und hier vereinigten
sich die zersprengten Reste der Soldateska seines Vaters. Die von Rabeh
nach Gulfei und anderen Orten am Logon gelegten Besatzungen, welche an
dem Kampfe bei Kusseri nicht teilgenommen hatten, fanden gleichfalls
hierher ihren Weg, und Fadel Allah verfügte nunmehr über eine
achtunggebietende Macht, die sich bald wieder in der früheren Weise
organisierte. Nur geringe Bestandteile des Heeres seines Vaters und
zwar anscheinend hauptsächlich solche, die Rabeh erst in letzter Zeit
sich aus nomadisierenden Arabern von Bornu, Baghirmi oder dem Süden
von Kanem als Soldaten einexerciert hatte, hatten sich andere Herren
gesucht. Ein Teil konnte, wie erwähnt, von den Franzosen zur Bildung
einer sich gut entwickelnden Reiterabteilung in Dienste genommen
werden. Einige stellten sich dem König von Mandara, andere dem Emir von
Yola zur Verfügung.
Die Franzosen hatten die Zertrümmerung des Reiches Rabehs damit
besiegelt, dass sie Omar Sanda, dem ältesten Sohn des von Rabeh
verjagten Sultans Haschem, der die Truppen der „Mission saharienne“
seit ihrer Begegnung bei Begaro unweit des Tschadsees im Januar
1900[59] immer begleitet hatte, das Land seiner Väter wiedergaben
und ihn als „Schech“ von Bornu in Dikoa einsetzten. Als Gentil im
Juni 1900 die Expedition Joallands auf dem Rückmarsch nach Zinder bis
nach Dikoa begleitete, musste er an Stelle Omar Sandas dessen Bruder
Djerbai zum Herrn von Bornu erheben. Omar Sanda hatte sich anscheinend
keine Autorität verschaffen können und seinen Wohlthätern mit Undank
gelohnt. Er hatte Gentil nach dem Leben getrachtet; der Anschlag
wurde aber rechtzeitig entdeckt und Omar Sanda nach der Station
von Krebedji am oberen Schari deportiert. Naturgemäss hätte es den
französischen Interessen entsprochen, wenn Djerbais Macht sich hätte
kräftig entwickeln und der neue Bornusultan dann den Franzosen ihre
linke Flanke, das westliche Baghirmi und den Schari, gegen etwaige
neue Angriffe der Söhne Rabehs hätte decken können. Aber bald sah
sich Djerbai in einen Kampf mit Fadel Allah verwickelt, sei es, dass
letzterer ihn in Dikoa angegriffen, sei es, dass er selbst den Krieg
gegen ihn aufnehmen zu sollen geglaubt hat. Jedenfalls war der Kampf
ohne Vorwissen der Franzosen ausgebrochen. Djerbai wurde schliesslich
vollständig geschlagen. Er ergriff die Flucht und machte nicht eher
halt, als bis er in Kanem angelangt war, wo er beabsichtigt haben soll,
den Schech es Senussi um Hilfe anzurufen.
Fadel Allah hatte Djerbai bis an das linke Schari-Ufer nach Gulfei
verfolgt. Von hier aus sandte er Boten an den damaligen Vertreter
Gentils, den Kapitän Robillot, nach dessen Hauptquartier in Fort Lamy.
In hochtrabender Weise verlangte Fadel Allah das in dem jüngsten Kampfe
von den Franzosen erbeutete Eigentum Rabehs zurück, indem er sich
gleichzeitig als Herrn des von seinem Vater ererbten Gesamtkönigreichs
Bornu bezeichnete und als Freund der Engländer ausgab. Die Antwort
Robillots lautete dahin, dass sich Fadel Allah zunächst persönlich in
Fort Lamy einfinden solle. Den beiden von Robillot gesandten Leuten
wurde jedoch der Kopf abgeschlagen. Robillot unternahm nun einen
Strafzug gegen Fadel Allah auf deutsches Gebiet. Die französische
Streitmacht bestand aus 200 oder 300 regulären Soldaten und einer
Gebirgskanone nebst der Kavallerie de Thézillats, die mit Gras-Gewehren
bewaffnet worden war, und anderen eingeborenen Hilfstruppen. Das
Vorgehen Robillots war so energisch, dass Fadel Allah sich bis nach
Gudjba zurückzog, wo er zunächst ein Lager bezog. Dieser Ort liegt
bereits über 100 km westlich der deutschen Grenze in englischer
Interessensphäre. Infolgedessen kehrte Djerbai nach Dikoa zurück.
Robillot begab sich wieder nach Fort Lamy.
Nunmehr trat Fadel Allah mit den englischen Regierungstruppen in
Verbindung. Er wusste, dass die Engländer am Benue standen, wo der ihm
nächstgelegene englische Posten Ibi war. Diesem näherte sich Fadel
Allah und bezog zunächst bei Fika ein neues Lager. Im Juni des Jahres
1901 sandte er Boten nach Ibi mit einer Beschwerde, dass er von den
Franzosen aus dem von seinem Vater ihm überkommenen Lande vertrieben
und auf englisches Gebiet verfolgt worden sei, und sprach wiederholt
den Wunsch aus, unter englischem Schutz sein Reich regieren zu dürfen.
Daraufhin begaben sich Major Mac Klintock und Leutnant Mac Gregor
mit einer Eskorte von 50 Soldaten und 150 Trägern zu Fadel Allah,
den sie bei Bergama, 100 englische Meilen nordöstlich vom Gorgola,
einem Zufluss des Benue, und 25 Tagemärsche von Ibi entfernt, trafen.
30 englische Meilen vor Fadel Allahs Lager wurde Major Mac Klintock
von einer Truppe von 100 ausgesuchten Reitern eingeholt, die ihm ein
Begrüssungsschreiben ihres Herrn überbrachten. Das Lager Fadel Allahs
fanden die Engländer in weiter Ausdehnung um die alten Stadtmauern
von Bergama aufgeschlagen, tausende von kegelförmigen Hütten dienten
der Beherbergung der Truppen. Am Eingange der Stadt erwartete Fadel
Allah selbst auf weissem Rosse und mit einer weissen Djebba, nach Art
der sudan-egyptischen Derwische bekleidet, die englischen Offiziere.
Die disciplinierte Streitmacht Fadel Allahs, 2000 Mann, war in zwei
Gliedern aufgestellt. Alle waren mit Gewehren bewaffnet und feuerten
bei der Annäherung der Engländer eine Ehrensalve. Diese ritten die
Front ab, alsdann wurden die Truppen angesichts der Gäste in neun
Kompagnien formiert. Jeder Kompagnie wurde ein Banner vorangetragen,
jedes Banner war von Trommlern und Hornisten eskortiert. Ausser diesen
Kerntruppen fand Mac Klintock noch mehrere Tausend irreguläre Streiter,
hauptsächlich Bogenschützen und Lanzenträger, um Fadel Allah vereinigt.
Tags darauf begab sich der Sohn Rabehs mit seiner Familie und seinen
vornehmsten Anführern in das Lager der Engländer, wo eine lange
Aussprache stattfand. Im Verlaufe dieser Unterredung drückte Fadel
Allah den englischen Berichten[60] zufolge noch einmal den Wunsch aus,
unter englische Protektion zu treten und Bornu, das ihm nach dem Rechte
der Eroberung gehöre, unter englischer Oberhoheit und nach englischen
Gesetzen zu regieren.
Fadel Allah wird von den Engländern als ein Mann von hoher Intelligenz
geschildert, etwa 26 Jahre alt, von sehr dunkler Gesichtsfarbe und
ausgesprochenem Negertypus. Sein Bruder Niebe wird als ein kluger
junger Mann beschrieben, der bei den Soldaten und bei dem Volk sehr
beliebt sei. Von den Folgen der schweren Verwundung, die Niebe im
Kampfe mit den Franzosen erhalten hatte, sagen die englischen Berichte
nichts. Viele der Hauptanführer Fadel Allahs waren alte Freunde
Rabehs, die jahrelang seine Kriegszüge mitgemacht hatten.[61] Major
Mac Klintock zu Ehren wurde noch einmal eine glänzende Parade der
sämtlichen Truppen veranstaltet. Das gesamte Heer zog mit fliegenden
Fahnen und schallender Musik an den englischen Offizieren und Fadel
Allah vorbei. Jede Kompagnie hatte zwei Führer, einen als Ersatz für
den Todesfall auf dem Schlachtfelde. Die Haltung der Truppen war
vortrefflich. Fadel Allahs Schwester Haua, die Witwe Haiatus, ein
junges Weib von 19 Jahren, führte selbst eine Kompagnie. Sie hat an
zahlreichen Kämpfen teilgenommen und soll persönlich eine Streitmacht
gegen Kilba, einen kleinen heidnischen Staat im Südwesten von Mandara,
befehligt haben. 16 Tage blieb Mac Klintock in Bergama. Am Tage vor der
Abreise der englischen Gesandtschaft wurden Sportübungen, Wettrennen
und Wettspringen veranstaltet, an denen auch die Leute der Rabeh’schen
Soldateska teilnahmen. Fadel Allah gab nach herzlichem Abschied an der
Spitze von 800 Reitern der Mission fünf Meilen weit das Geleit und bat
um baldige Erneuerung des Besuchs.
Ein Dolmetscher Mac Klintocks wurde bei Fadel Allah zurückgelassen,
der einen seiner ersten Anführer nach dem englischen Hauptquartier am
Benue entsandte. Mac Klintock erreichte nach mancherlei Behelligung
seitens der Eingeborenen, besonders der Bewohner von Ubi, den Benue bei
Yola. Die Entscheidung über das englische Schutzverhältnis Fadel Allahs
sollte erst nach der Rückkehr des Gouverneurs Sir Frederick Lugard nach
Nigeria getroffen werden. Inzwischen wurde englischen Blättermeldungen
zufolge die Frage erwogen, ob es nicht angezeigt sei, Fadel Allah
als Emir in Kuka einzusetzen und ihm einen britischen Offizier als
ständigen Residenten beizugeben in der Art, wie es bei den eingeborenen
Vasallenfürsten in Indien die Regel ist. Es sei wohl vorzuziehen,
Rabehs Sohn auf diese Weise eine verantwortliche Stellung unter
britischer Aufsicht zu übertragen, als vielleicht zu kostspieligen
Expeditionen gezwungen zu sein, um die Raubzüge zu unterdrücken, welche
Fadel Allah, wenn er eine so grosse Truppenmacht mit Lebensmitteln
versehen wolle, notgedrungen unternehmen müsse. Er sei ohne Frage trotz
der Niederlagen, die er durch die Franzosen erlitten habe, noch immer
weitaus der stärkste Machtfaktor im Tschadsee-Gebiete, zwischen Sokoto
und dem Schari, und in muhammedanischen Ländern sei es das beste, sich
zur Ausübung der Regierung eines gleichfalls muhammedanischen Fürsten
zu bedienen, der allerdings unter strenge Aufsicht genommen werden
müsse. Später war davon die Rede, dass eine weitere Mission von 100
Mann unter Führung des Captain Mc. Carthy Morrough und des Leutnant
Wilkin zu Fadel Allah nach Bergama gehen sollte.[62]
Aber bevor Sir Frederick Lugard nach Nigeria zurückkehrte, sollte sich
das Schicksal Fadel Allahs entscheiden. Bald nachdem Mac Klintock das
Lager bei Bergama verlassen hatte, wandte sich Fadel Allah abermals
nach Dikoa, wo Djerbai sich wieder festgesetzt hatte. Mit leichter
Mühe vertrieb er den Bornu-Sultan zum zweiten Male. Das ganze Gebiet
im Süden des Tschadsees bis zum Schari hin wurde wiederum die Beute
der Rabeh’schen Soldateska. Die wankelmütigen Araber machten diesmal
gemeinsame Sache mit Fadel Allah, aber die Bornu-Leute, insbesondere
die Kanuri, mussten ihren Abfall schwer büssen: Auf ihre Kosten versah
sich das Heer des Eroberers mit Lebensmitteln, Weibern und Sklaven. Es
scheint, dass bis über den Schari hinaus, also auf französisches Gebiet
hin, die Dörfer der Eingeborenen gebrandschatzt wurden.
Diesen Zustand fand der Oberstleutnant Destenave vor, welcher, wie
erwähnt, den Gouverneur Gentil während dessen Abwesenheit in der
Verwaltung des Schari-Gebietes vertrat. Destenave hatte Gentil am 14.
Januar 1901 in Brazzaville getroffen und war dann langsam den Schari
abwärts marschiert. Unterwegs war es ihm gelungen, den Herrn von Kutti
zur Unterwerfung zu bewegen, der sich am 19. Mai 1901 mit 1500 Mann,
wovon 600 mit Flinten bewaffnet waren, in Destenaves Lager in Gribingi
(Fort Crampel) einfand. Auch der Herr des heidnischen Sultanats Korbol
im Süden von Baghirmi hatte sich ohne Blutvergiessen den Franzosen
ergeben.
Am 18. Juli war Destenave mit acht Europäern und 130 Tirailleurs im
Fort Lamy angelangt. Der durch die neuesten Erfolge Fadel Allahs
geschaffenen bedrohlichen Situation musste ein Ende gemacht werden. Es
kam hinzu, dass Fadel Allah, der auf seine guten Beziehungen zu den
Engländern zu pochen schien, Boten zu dem Schech es Senussi geschickt
hatte, die dieser weniger unfreundlich aufgenommen hatte, als seiner
Zeit die Abgesandten seines Vaters Rabeh. Mit 500 Mann und einer Kanone
überschritt Destenave am 6. August den Schari, um Fadel Allah, der sich
in Dikoa befinden sollte, durch Gewaltmärsche zu überraschen. Aber
Destenave fand das Nest leer: Fadel Allah hatte den Franzosen wieder
nicht Stand gehalten und hatte Dikoa rechtzeitig verlassen können.
Angeblich beabsichtigte er, wieder nach dem Südwesten auf englisches
Gebiet zu fliehen, nach anderen Berichten wollte er seine im Lande
zersprengten Streitkräfte sammeln und dann den Franzosen den Rückmarsch
nach dem Schari abschneiden. Destenave liess Dikoa durch starke Wachen
schützen und schickte nach allen Seiten Patrouillen aus. Das stärkste
Detachement, das aus der Reiterei und anderthalb Kompagnien Infanterie
unter dem Kapitän Dangeville bestand, sollte nach dem Südwesten hin
rekognoscieren und hatte das Glück, mit dem Feinde Fühlung zu gewinnen.
In der Nacht des 23. August um 5 Uhr morgens überraschte Dangeville bei
Gudjba, also auf britischem Gebiete, Fadel Allah und seine Leute im
Schlafe und machte eine grosse Zahl der Basinger nieder. Fadel Allah
selbst wurde verwundet. Der Feind konnte sich aber ausserhalb des
Dorfes im Dickicht sammeln und hielt dort während mehrerer Stunden das
Feuer der Franzosen aus. Dabei erhielt Fadel Allah eine Kugel in den
Kopf und wurde getötet. Neben ihm bedeckten 500 Mann und 100 Pferde
das Schlachtfeld. Jetzt verloren die Rabeh’schen Krieger jeden Mut und
verteilten sich in wilder Flucht nach allen Richtungen. Der Körper
Fadel Allahs war eine Zeit lang mitgeschleppt und dann in einem Sumpfe
liegen gelassen worden, wo die verfolgenden Reiter ihn fanden. Dem
Leichnam wurde der Kopf abgeschnitten und dieser Dangeville überbracht.
Unter den Flüchtigen befand sich Niebe, Fadel Allahs nächstältester
Bruder, der in der Schlacht von Kusseri eine schwere Verwundung am Bein
davongetragen hatte.
Den geschlagenen Truppen erging es schlecht. In den Dörfern wurden
sie überall von den Eingeborenen mit Pfeilschüssen und Speerwürfen
empfangen, und schon nach zwei Tagen hielten sie es für das Beste,
sich dem Sieger zu ergeben. Am 25. August zeigten Niebe und die übrig
gebliebenen Bannerträger dem Kapitän Dangeville ihre Unterwerfung an.
Sie wurden alle 1500, darunter Niebe und Fadel Allahs Schwester Haua,
zu Gefangenen gemacht. Die Beute bestand ferner aus 16 Flaggen, 1800
Gewehren, wovon 400 Repetiergewehre, einer Kanone auf ihrer Lafette,
2000 Patronen, 1500 Kilo Pulver und 200 Pferden. Ausserdem wurden im
Lager von Gudjba 3000 Sklaven der Söhne Rabehs vorgefunden und in
Freiheit gesetzt. Die Franzosen berechnen die Gesamtzahl ihrer Feinde
unter Waffen am 23. August auf 2500, die Destenave zur Verfügung
stehenden Leute auf 230 Mann, wovon 100 Spahis.[63] Als Sieger
zog Dangeville in Dikoa ein. 1000 Gefangene wurden von ihm sofort
eingebracht. Der Rest folgte truppweise nach. Die Araber im Süden des
Tschadsees, die anscheinend bis dahin bei jeder Rückkehr Fadel Allahs
auf dessen Seite gestanden hatten, gaben jetzt ihrer Freude über seinen
Untergang Ausdruck, und die eingeborene Bornubevölkerung feierte den
Sieg der Franzosen durch laute Feste.
Am 17. September 1901 verliess Destenave Dikoa wieder, überall von den
Bornuleuten begeistert begrüsst, und am 25. September wurde in Kusseri
ein riesiger Triumphbogen errichtet, unter dem die Besiegten, die
mitgenommen worden waren, zu passieren hatten. Am 29. September wurde
Fort Lamy wieder erreicht.[64]
Mit dem Tode Fadel Allahs, mit der Gefangennahme seines Bruders
Niebe, seiner kriegerischen Schwester Haua, der hauptsächlichsten
Bannerführer und fraglos des grössten Teiles seiner Leute war der nach
dem Tode Rabehs noch verbliebene Rest seiner Soldateska vernichtet.
Die Rabeh’sche Macht ist damit endgültig untergegangen: das von dem
Eroberer gegründete Riesenreich war ebenso rasch vergangen wie es
entstanden war. Wohl haben aus Afrika nach Egypten gekommene Pilger
berichtet, dass sich zersprengte Reste des Heeres in kleinen Banden
unter Verwandten Rabehs noch im Süden und Westen des Tschadsees
herumtrieben, denselben ist aber ohne Zweifel keine Wichtigkeit mehr
zuzuweisen.
Die Franzosen, welche im Kampfe gegen Rabeh soviel Energie und
Zielbewusstsein bewiesen haben, sind von dem Zeitpunkt ab, an dem
ihre drei vom Nordwesten, Norden und Süden nach dem Tschadsee
marschierenden Expeditionen sich an der Schari-Mündung vereinigen
konnten, vom Glück nicht mehr verlassen worden. Dass es schliesslich
einer so kleinen Truppe, wie Dangeville sie befehligte, gelang, den
übermächtigen Feind im Schlafe zu überwältigen, muss als wohlverdienter
Lohn der opfervollen Arbeit Frankreichs betrachtet werden. Für die
ganze Entwickelung der innerafrikanischen Verhältnisse ist der Tod
Fadel Allahs bei Gudjba von weittragendster Bedeutung. Die eingeborene
Bevölkerung in weitem Umkreise ist jetzt von dem Alb, der sie jahrelang
bedrückt hat, befreit: wollte doch selbst Fadel Allah, wie es heisst,
die Absicht seines Vaters, Sokoto zu überrennen, wieder aufnehmen.
Die europäischen Kolonialmächte, welche sich jetzt auch im Süden und
Südwesten des Tschadsees festzusetzen haben, werden mit der Soldateska
Rabehs nicht mehr zu rechnen brauchen.
In Dikoa zog abermals Djerbai wieder ein.[65] Niebe wurde weitab
nach dem Süden an die Grenze des französischen Kongos, unweit des
Ubangi, nach Krebedje deportiert. Von den im Lager Fadel Allahs
vorgefundenen Sklaven, Männern und Frauen, wurden diejenigen, die in
ihre Heimat in der Nähe des Tschadsees zurückkehren wollten, entlassen.
Was von den Basingern Fadel Allahs nicht gefallen oder geflohen
war, zum grossen Teil heimatlose Fremde in Bornu, folgte nunmehr
widerstandslos den Franzosen auf das rechte Schari-Ufer. Es entsprach
ihrem Söldnercharakter, dass sie jetzt demjenigen, den sie als den
Stärkeren erkannt hatten, dienten. Sie hatten ihre Munition in Dikoa
und Gudjba verloren. Die neue Heimat im Osten des Schari erschien
ihnen verlockender als ein weiteres Rauben und Kämpfen im feindlichen
Bornu-Gebiet, -- ein Kriegszustand, in dem sie hatten beharren müssen,
um sich Nahrung zu gewinnen und der ihnen ohne genügendes Pulver
wenig aussichtsvoll erschien. Die Franzosen haben sie hauptsächlich
bei Gulfei und an einigen Orten im Süden in geschlossenen Kolonien
angesiedelt, in nächster Nähe der eigenen Forts, deren Kanonen sie für
den Augenblick noch bewachen. Aber wie der Basinger im Sudan auch für
die Egypter gegen die Mahdisten gekämpft hat,[66] und wie unter den
Reitern, welche Fadel Allah verfolgten, bereits frühere Soldaten Rabehs
sich befanden, so werden diese neuen Ansiedler, wie die Franzosen
erwarten, von ihnen in ihren weiteren Kämpfen in Centralafrika als
wertvolles Truppenmaterial verwandt werden können.
Die französischen Streitkräfte verteilten sich um diese Zeit, wie
folgt: Eine Kompagnie Tirailleurs in Gulfei; eine zweite im Fort Lamy;
eine dritte zur einen Hälfte in Mandjafa (Fort Cointet) und zur
anderen Hälfte in Busso (Fort Bretonnet); eine vierte in Tunea (Fort
Archambault) mit detachierten Abteilungen in N’delle bei dem Herrn von
Kutti und in Dambar zur Beobachtung des Sultans von Korbol. Die starke,
zum grössten Teil aus Resten der Rabeh’schen Truppen gebildete Reiterei
stand in Kusseri, die Artillerie war in Fort Archambault und Fort Lamy
verteilt. Zwei grosse Abteilungen gleichfalls neuerdings einexercierter
eingeborener Fusstruppen waren in Fort Lamy und mehr oberhalb am oberen
Schari untergebracht.
Gentil, der Gouverneur des Colonies, wird demnächst auf seinen Posten
nach dem Schari zurückkehren und an die Erfüllung der weiteren Aufgaben
der Franzosen in Centralafrika herantreten: Im Osten des Tschadsees
über Kanem eine definitive, durch feste Posten geschützte Verbindung
der Schari-Mündung mit Zinder und dadurch mit Algerien und Senegambien
herzustellen und Wadai und die übrigen im Osten und Norden des
Tschadsees liegenden Gebiete, welche Frankreich in dem am 14. Juni 1898
geschlossenen und am 21. März 1899 ratifizierten französisch-englischen
Abkommen zugesprochen sind, thatsächlich unter französische Herrschaft
zu nehmen.[67]
* *
*
Wie werden sich die Senussi zu dem Vorgehen Frankreichs und der übrigen
Kolonialmächte verhalten? Das ist die schwerwiegende Frage, die sich
jetzt aufdrängt. Schon haben blutige Zusammenstösse zwischen Franzosen
und Leuten der Senussi in Kanem, unweit von Mao, stattgefunden, und
das mit Vorwissen des Ordensoberhauptes. Im November 1901 machte der
Oberstleutnant Destenave von Fort Lamy aus einen Vorstoss nach dem
Norden. Die Senussi waren über die Bewegung genau unterrichtet und
legten bei einer ihrer neu begründeten Zauijas im Süden von Mao einen
Hinterhalt. Die französische 200 Mann starke Avantgarde unter dem
Kapitain Millot wurde hier von einer grossen Übermacht, bestehend aus
Waled Soliman-Arabern, Tuareg und wohlbewaffneten Mudjabera-Kaufleuten
überrascht. Die Schiesskundigen waren in Laufgräben untergebracht,
die Reiter hinter einer Anhöhe versteckt. Nur der ausserordentlichen
Tapferkeit und Kriegstüchtigkeit der kleinen Truppe war es zu danken,
dass die Franzosen sich, allerdings mit schweren Verlusten -- unter
den Toten befand sich Millot selbst --, auf das Gros und auf Fort Lamy
zurückziehen konnten. Ein zweiter Zusammenstoss im Januar 1902, der
von Oberstleutnant Destenave persönlich geleitet wurde und in welchem
der Feind nur aus Tuareg bestand, scheint erfolgreicher gewesen zu
sein; aber statt auf Mao zu marschieren, begnügten sich die Franzosen
damit, zwei kleine Posten im Lande Dekena zu errichten.[68] So
unbedeutend diese Ereignisse auch erscheinen mögen, so bezeichnen sie
doch den Beginn einer neuen Phase in der Geschichte Innerafrikas. Es
ist dies der erste offene Kampf mit der Waffe in der Hand zwischen der
Bruderschaft der Senussi und einer europäischen Macht.
Seit einiger Zeit bereits war eine stärkere Entfaltung der Thätigkeit
des Senussi-Ordens in Afrika, ein Steigen seines Einflusses und
eine Vermehrung der Anzahl seiner Anhänger wahrzunehmen, vor allem
im letzten Jahre -- als ob das siegreiche Vordringen der Franzosen
im Tschadseegebiete eine Reaktion hervorgerufen hätte. In Kanem
hat der Einfluss der Senussi die Waled Soliman-Stämme geeinigt,
die Häuptlinge, mit denen die Franzosen dort Verträge geschlossen
hatten, wurden ignoriert, die beständigen Kämpfe zwischen den Waled
Soliman- und anderen Beduinenstämmen und den Tibbu (Gora‘an u. s. w.)
hörten auf. Mehr als das, die Tuareg, die gerade mit den Waled
Soliman in jahrzehntelanger Fehde lebten und vom Nordwesten her nach
Kanem Einfälle zu machen pflegten, haben jetzt in grosser Anzahl den
Senussi-Ritus angenommen. Ganze Stämme pilgerten zu dem Schech es
Senussi oder schickten Abgesandte zu ihm, um sich demnächst in Kanem
niederzulassen. Der eigentliche Herr von Kanem ist jetzt Sidi Muhammed
el Barani, der Vorsteher der Senussi-Zauija von Mao, ein ungewöhnlich
thatkräftiger Mann.
Die Tuareg, wie an anderer Stelle bereits hervorgehoben worden ist,
sind seit einiger Zeit schon in Bewegung.[69] Nach der Einnahme von
Timbuktu durch die Franzosen begannen die dortigen Tuareg-Stämme ihre
in der Sahara zwischen den fruchtbaren centralafrikanischen Ländern und
den südlichen Oasen von Algerien und Tunesien streifenden Vettern nach
dem Osten zu drängen. Bis nach der Gegend von Ghat und Ghadames hin
beginnt nun der Einfluss der Senussi unter den Tuareg maassgebend zu
werden; in der Nachbarschaft der genannten Orte sind unlängst mehrere
neue Zweig-Zauijas begründet worden. Es heisst, dass die Sultane von
Sokoto und Kano, der Sultan Djerbai von Bornu, Gauranga von Baghirmi
und auch der Herr von Kuti im vorigen Jahre dem Schech es Senussi
Geschenke geschickt haben.
Der Centralsitz des Ordens ist, wie bereits erwähnt, in den letzten
Jahren von Djerabub, unweit der tripolitanisch-algerischen Grenze,
zunächst nach Kufra und dann nach Goru in den Tibbu-Bergen, in der
Landschaft Borku im Nordwesten von Wadai, verlegt worden. Dieses
Gebiet liegt nach dem Abkommen vom 21. März 1899 in der französischen
Einflusssphäre. Hier hauste der Schech Muhammed el Mahdi es Senussi
-- wie seiner Zeit der „Alte vom Berge“ in seinem sagenumwobenen
Schlosse Alamut -- unsichtbar allen Ungläubigen, von überall her gut
unterrichtet, nach allen Richtungen des Innern Afrikas seine Befehle
erteilend und selbst in die Angelegenheiten solcher Fürsten sich
mischend, die noch nicht seine Lehre angenommen haben.
Wohl hatte der Schech es Senussi aus seiner europäer-feindlichen
Gesinnung und seinem Widerwillen gegen das Vordringen der Weissen in
die muhammedanischen Länder Afrikas niemals Hehl gemacht, aber bisher
liess das ganze Verhalten des Ordensoberhauptes darauf schliessen, dass
er jeden offenen Kampf vermeiden und lediglich in friedlicher Weise
arbeite an der Verbreitung des Islam und der Vertiefung des Glaubens,
sowie an der Herstellung friedlicher Verhältnisse innerhalb der
centralafrikanischen Stämme und Staaten im Interesse seiner Anhänger,
ihrer kaufmännischen Unternehmungen und ihres Wohlstandes überhaupt.
Immer wieder gelangten Gerüchte an die Küsten, dass seine Gefolgsleute
ihn drängten, die Rolle, die sein Name ihm zuwies, aufzunehmen und sich
als Mahdi, den verheissenen Herrn, der Zeit und der Welt zu bekennen.
Der Schech es Senussi hat diesem Drängen keine Folge gegeben. Auch
neuerdings, als nach dem ersten Kampfe gegen die Franzosen bei Mao
sein thatendurstiger Neffe in Goru das Ross besteigen wollte, um die
Franzosen am Schari anzugreifen und aus Baghirmi zu vertreiben, hielt
er ihn mit dem Bemerken zurück, seine Zeit sei noch nicht gekommen.
Sollten die Senussi jetzt doch im Verfolg der einmal ausgebrochenen
Feindseligkeiten den Djehad, den allgemeinen heiligen Glaubenskrieg
am Tschadsee entfachen und sollten infolgedessen die jetzt in Wadai
wütenden Thronstreitigkeiten zum Schweigen kommen, und sich auch alle
Wadaileute zum Kampf gegen die Ungläubigen vereinigen, so würde den
Franzosen im Tschadseegebiet schwereres Ungemach bevorstehen, als Rabeh
und seine Soldateska ihnen bereitet haben.[70]
[58] Mubi ist seiner Zeit von Barth besucht worden.
[59] Vergl. oben S. 88.
[60] In den englischen Blättern wird übrigens der Sohn Rabehs fast
regelmässig fälschlich Fatarella genannt.
[61] Nach einer Mitteilung von Gentil befanden sich damals noch die
folgenden Anführer, die bereits unter Rabeh gedient hatten,
bei Fadel Allah: Rabehs Schwiegersohn Hibid (Abed), Djebarra,
Siddick und Tar; ferner Serrur, ein Djingi, und Tchokko aus dem
Kresch, der Araber Ith und endlich ein Bornu-Mann, Namens Abba
Gaua. Vergl. oben S. 57.
[62] Das Bulletin du Comité de l’Afrique française (1901, No. 10
S. 330 ff.) und die französische Presse äusserten sich sehr
verstimmt über das Entgegenkommen, welches die Engländer dem
Erbfeinde Frankreichs im Tschadseegebiet gezeigt haben. Eine
Erklärung des Vorgehens der englischen Offiziere von Nigeria
wurde nur in der Besorgnis gefunden, dass Fadel Allah das mit
den Engländern in guten Beziehungen stehende Kaiserreich Sokoto
niederwerfen könne. Andererseits wurde in englischen Zeitungen
die Verfolgung Fadel Allahs auf britisches Gebiet durch die
Franzosen als eine Grenzverletzung bezeichnet.
[63] Nach dem Bulletin du Comité de l’Afrique française, 1902, Seite
86, waren im ganzen von der Expedition Destenave 1800 Soldaten
zu Gefangenen gemacht worden. Die mit Gewehren bewaffnete und
gedrillte Streitmacht Fadel Allahs wird auf 2000 Mann, von
denen 600 mit Repetiergewehren bewaffnet waren, berechnet. An
erbeuteten Waffen werden aufgezählt, neben der erbeuteten Kanone
und den Gewehren, 1500-2000 Kilo Pulver, 30000 Patronen, Lanzen,
Pfeile u. s. w.
[64] In Dikoa hatte Destenave die Überreste des von Rabeh seiner
Zeit getöteten Herrn de Béhaghle vorgefunden. Dem Forscher wurde
dort ein Denkmal errichtet, während seine Gebeine in Fort Lamy
neben denen Lamys und anderer im Kampf gegen Rabeh gefallener
französischer Offiziere bestattet wurden.
[65] Oberstleutnant Pavel (vergl. unten S. 155) fand später in Dikoa
den Kapitän Dangeville als französischen Residenten mit einem
weissen Unteroffizier und 50 Spahis vor.
[66] Vergl. oben S. 14.
[67] Neuerdings sind seitens der englischen und der französischen
Regierung Kommissare ernannt, welche auf Grund dieses Vertrages
die Nordgrenze zwischen Britisch-Nigeria und den anstossenden
französischen Besitzungen zu regulieren beauftragt sind.
[68] Infolge dieser Vorgänge ist eine weitere Kompagnie Tirailleurs
aus dem südlichen französischen Kongogebiet nach Fort Lamy zur
Verstärkung entsandt worden.
[69] Vergl. oben S. 66.
[70] Während der Drucklegung (im September 1902) trifft die Nachricht
ein, dass der Schech es Senussi in Goru gestorben ist.