Ich bin dein, ich bin dein.
Sommernacht, du bist ein dunkelblauer Edelstein.
Sommernacht, du bist ein duftender Hauch aus Gottes Munde. Sommernacht, du
bist das klare gütige Auge einer jungen Mutter.
Ist nicht das die Sommernacht, ein warmer dunkelblauer Wald, ein nacktes
Kindchen im Moose, das mit einem brummelnden Bären spielt? Ist nicht das
die Sommernacht, ein Zwerg sitzt auf einem Brunnenrande und blickt in einen
Spiegel? Ist nicht das die Sommernacht -- ein Gesang aus der Ferne -- ein
Winken irgendwo -- ein Kuß in der Luft -- -- ein Seufzen -- -- ein Blitz
von Blut --
Ich bin dein, ich bin dein!
Ich denke an den Leib eines Weibes, der zu blühen beginnt. Das träumte ich
einmal, es standen rätselhafte Worte auf den Lidern des Weibes -- weiße
Augen -- Augen wie Lichter --
Ich denke -- -- Tiefen öffnen sich, die Welt schlägt ihr Auge auf und
blickt mich an -- ich knie vor Gottes Thron und Gott flüstert mir seine
Geheimnisse ins Ohr.
Ich bin dein, ich bin dein!!
Die Welt steht still, es ist weder dunkel noch hell, laut noch leise. Es
flüstert.
»Siehst du meine Augen?«
»Ja, ich sehe sie. Sie brennen.«
»Deine Augen sind eine glänzende Nacht. Sterne sind darin.« Es flüstert.
Es ist ein Sprühen und Schreiten ringsum. Alte uralte Götter wandeln um
uns. -- --
Sommernacht, du bist ein dunkler Zypressenhain, durch den uralte Götter
wandeln mit langen Bärten. Sie tragen die Bärte auf den Armen, um nicht
daraufzutreten, es ist dunkel, ihre Augen leuchten -- --