Im Traum sah ich eine schwarze Wolke, die sich um den Vadasgipfel legte,
und ging nach dem Erwachen gleich hinaus, um zu sehen, ob sich der erste
Traum im neuen Haus erfülle. Die Luft ist aber noch durchsichtiger als
gestern; der Frost, mit gläsernen Pranken, tritt weit in das fließende
Wasser hinein. Verwundete sind gekommen mit schlimmem Bericht;
unverhohlen freuen sie sich ihrer durchschossenen Hände und Arme. Die
Tscherkessen haben den ganzen Gipfelwald mit Stacheldraht umflochten;
unangreifbar sitzen sie hoch über der deutschen Stellung, die sie
durchaus überschauen. Die Unsrigen müssen bei Tage wieder geduckt hinter
Felsbrocken liegen; der gestrige Nachmittag kostete fünf Leuten das
Leben. Im Tälchen ist es noch still. Ich habe mir Wein eingeschenkt und
krame wieder einmal in Glavinas Zetteln. Leider sind mehrere verloren
gegangen, und ich muß wieder manches aus dem Gedächtnis hervorspinnen,
wobei wie von selber viel Eigenes dareinfließt. Was tuts! Genügen vom
Kalium permanganicum doch zwei, drei Körnchen, um ganze Krüge Wassers
rot zu färben.