Elf Uhr

Major und Stabsarzt haben doch recht vermutet: die Russen beginnen

leichte und mittlere Kaliber auf die Straße zu werfen, schon sind ihnen

einige Fußgänger zum Opfer gefallen. Viel gelacht wurde vorhin über

einen jungen Fußverletzten vom Vadas, der hartnäckig erklärte, nicht

laufen zu können und sich darauf versteifte, daß er nach Sóstelek

getragen oder gefahren werden müsse, beim ersten Granateinschlag aber

wie ein Wiesel davonlief. Rehm und Raab glauben, unser Hüttchen werde

bis in einer Stunde nicht mehr stehen. Meldung an den Major; Anfrage, ob

wir nunmehr den Verbandplatz zum Vadas vorverlegen sollen. Rehm erbietet

sich, das Blatt zu befördern, bedingt sich nur aus, daß er allein gehen

dürfe. Auf einen einzelnen Mann, meint er, werde Artillerie schwerlich

schießen. Ich gebe ihm den Rest des Weines mit und lasse zusammenpacken.

Rumänisches Tagebuch · 第 56 / 64 题