Frühstück in Charleroi. Vor einem Jahr, um die nämliche Stunde, bin ich
auf dem Wege zur Front hier durchgefahren. Den spitzen Schlackenbergen
ist seither noch etwas mehr Grün angeflogen; bald werden sich
Rasenflächen ausbreiten, dort und da steht schon ein Bäumchen. Ich
freute mich wieder der nahen Kanäle mit den Pappelreihen, die der
Meerwind seltsam zugeformt hat, der alten Männer und Frauen, die an
Seilen ihre behäbigen Barken dahinziehen, der lieben blonden Kinder, die
zutraulich heranspringen und um Brot bitten. Am Fuß der schwarzen Berge
steht ein Wasser mit fettig schillernder Haut, aus der wie Speere einer
versunkenen Phalanx lange dürre Schilfrohre schräg aufstarren. Schafe
liegen kauend im Gras; der Himmel ist niedrig und grau, voll
silberheller narbiger Einziehungen.