Die Freier.
Rein, wie die Rose von _Eden_, erblüht
_Rosa_, die herrliche _Maid_;
Hauchend den Balsam in wundes Gemüth,
Heilung in Kummer und Leid.
* * *
Nektar, wie _Hebe_, zu spenden bereit,
Kämpfern mit bösem Geschick;
Und zu verklären die Trübe der Zeit,
Hell, mit dem sonnigen Blick':
_Also_ nur war sie danieden, der Welt,
_Himmel_ zu gründen bedacht! --
Tage so wurden zu Tagen gesellt,
Süss, wie die Träume der Nacht!
* * *
_Venus Urania_ -- sie nur beseelt,
_Rosa_ dich, ohne Gefahr!
Aber -- auch _Venus_ von _Knidos_ erwählt
_Treiden_ zu ihrem Altar!
_Amor_ entsandte, mit Zaubergewalt,
Pfeile von seinem Geschoss;
_Manche_ der _Freier_, von Heldengestalt,
Hält er gefangen im Schloss!
Lüstlinge reden von Wappen und Stand,
Preisen im Grabe den _Ahn_;
Zierlinge bieten vermessen die Hand;
Rühmen, was Jeder gethan.
Zärtliche Buhlen, von altem Geschlecht',
Malen die Ferne so klar!
_Redliche_ -- lieben nur schlicht und gerecht,
Doch die Gefühle sind wahr.
Aber -- ob Mancher dem Auge gefiel;
Ob er auch liebe, so heiss!
_Keiner_ gewann sich das herrliche Ziel:
Liebe für Liebe den _Preis_!