1 + 1/3 + 1/(3·4) - 1/(3·4·34); √2 = 1,414213; Fehler < 3/10^6.

Wenn der Inder durch das Opfer besondere Wünsche erzielen wollte, so

traten an die Stelle der Normalform die Kamyas, d. h. es gibt besondere

agnis für solche Zwecke. Dahin gehört der agni in Gestalt eines Falken

mit eingebogenen Flügeln und ausgebreitetem Schwanze, der in Form eines

gleichschenkligen Dreiecks praüga-cit, vordere ochsenjochförmig, eines

Doppeldreiecks, eines Wagenrads, rathacakra-cit, eines Troges etc. Aber

so mannigfach die Gestalten der Kamyas waren, so musste die Grundfläche

¨genau so gross¨ sein wie bei der Normalform. Man musste also schon zur

Zeit der Taittirīya Samhita verstehen, eine geometrische Figur in eine

andere ihr flächengleiche zu verwandeln.

Die Aufgabe zu diesem Zwecke war:

1. Beim kreisförmigen hatte man zunächst ein Quadrat = der 7-1/2

Quadrat-purusa messenden Grundfläche des caturasra syena-cit zu

zeichnen, was ohne Pythagoras nicht möglich, und ¨das Quadrat in einen

Kreis zu verwandeln¨.

2. Beim praüga-cit musste man das Quadrat 7-1/2 verdoppeln, also die

dvi-karani konstruieren; die Hälfte des Quadrats über der √2 gab dann

das gesuchte gleichschenklige Dreieck. Nun kommt das für die Geometrie

eigentlich Wesentlichste: Nach Satapatha-Brāhmana, Baudhāyana Sulb.

Sutra; Ap. S. und Ap. Sulba S. war der agni, wenn er das zweite Mal

konstruiert wurde, um einen Quadrat-purusa grösser als beim ersten Mal,

ebenso beim dritten um einen Quadrat-purusa grösser als das zweite Mal

und so fort. Also mussten die Inder spätestens schon zur Zeit der Sat.

Brāh. verstehen eine Figur zu konstruieren, die einer gegebenen ähnlich

ist und zu derselben in bestimmtem Verhältnis steht.

a) War nun der erstmals konstruierte agni der »einfache« (eka-vidha)

gleich ein Quadrat-purusa -- was Apastamba nebenbei noch zulässt,

während Satapatha Brāhmana es verbietet -- so hatte man den zweiten

ebenfalls quadratischen doppelt so gross herzustellen, den dritten

dreimal und Apastamba geht bis zum sechsfachen, d. h. der Reihe nach

√2 √3 bis √6 zu konstruieren, d. h. die Summe zweier Quadrate zu

¨addieren¨, also Pythagoras.

b) War aber der erste agni der sapta-vidha wie meist, so konnte man bei

den folgenden Malen entweder, wie Baudhāyana vorschreibt, alle Teile

der Normalform proportional vergrössern und dann das, was hinzukam

zunächst in 15 gleiche Teile teilen, oder, wie Apastamba nach älterer

Tradition lehrt, nur die 7 purusas, nicht aber auch die beiden aratnis

und den pradesa des caturasra syena-cit zunehmen lassen und dann

den Zuwachs in 7 gleiche Teile teilen. Ein solches Siebentel musste

dann, wenn es zunächst als Rechteck gezeichnet war, in ein Quadrat

verwandelt werden (Apast. S. S. II. 7) und hierbei tritt bei Apastamba

die ¨Subtraktion¨ von ¨Quadraten¨ als Hilfskonstruktion auf, und

dieses Quadrat musste dann mit jedem der sieben zu einem neuen Quadrat

vereinigt werden.

3. Beim asva-medha musste der sapta-vidha von vornherein mit 3 oder

21 multipliziert werden, und beide Vorschriften sind nach Angabe des

Baudhāyana Sulba Sutra durch Brāhmana-Stellen belegt.

[Sidenote: Pythagoras bei den Indern.]

Wir sehen also, dass der Pythagoras und seine Satzgruppe eine geradezu

prominente Rolle beim indischen Opferkult spielt.

Wir kommen nun zu der Frage, wie alt ist der Pythagoras?

Ausgesprochen ist der Satz bei Baudhāyana, Katyāyana, Apastamba,

z. B. Ap. Sulba S. I, 7: Die Diagonale eines Rechtecks bringt beides

hervor, was die längere und die kürzere Seite desselben jede für sich

hervorbringen, und I, 5: Die Diagonale eines Quadrates bringt eine

doppelt so grosse Fläche des Quadrates hervor samasya dvi-karani (die

das Doppelte hervorbringende). Der Satz ist also jedenfalls so alt als

die genannten Sulba Sutras. Die des Apastamba bildeten den 24. Prasna

(Buch) des Srauta Sutra, und dieses kann nach der Untersuchung der

Sanskritisten nicht nach dem Anfang des 4. Jahrh. v. Chr. entstanden

sein. Damit ist die Heron-Hypothese Cantors ohne weiteres beseitigt.

Aber der Pythagoras ist den Indern, musste den Indern viel länger

bekannt sein. Zunächst ist das Baudhāyana S. S. wahrscheinlich

mindestens 200 Jahre vor dem Apastamba Sulba Sutra redigiert; und

dann ist klar, dass die Vorschriften selbst weit älter sind als ihre

schriftliche Fixierung. Insbesondere scheint das Apast. Sulba Sutra

durchaus die ältere Tradition festgehalten zu haben. Dann aber finden

sich Vorschriften über die Vergrösserung z. B. des Asvamedha- und

Sutrāmani-Altars und über die Konstruktion der Kamyas in der Taittirīya

Samhita und über die Vergrösserung des falkenförmigen Normalaltars im

Satapatha-Brāhmana, die ohne Pythagoras unmöglich sind. Nun ist die

Taittirīya S. noch etwas älter als das Satapatha, und beide gehören zu

einer Klasse von Werken, von denen Oldenberg (Buddha 3. Aufl. S. 19)

sagt: »Wir werden schwerlich fehlgehen, wenn wir ihre Entstehung vom

10.-8. Jahrh. setzen.« Übrigens wird dieses Minimal-Alter durch Bürk

l. c. nachgewiesen mittelst zweier Stellen, je eine aus der Taitt.

Samh. und aus dem Sat. Brāh. Taitt. Samh. 6. 2, 4, 5 heisst es von der

Vedi für das Somaopfer: Die westliche Seite ist 30 padas lang, die

¨praci¨ 36; die östliche Seite 24, und genau dasselbe sagt die Stelle

im Satapatha-Brāhm. 10, 2, 3, 4.

[Illustration]

Bei Baudhāyana erscheint der allgemeine Pythagoras an zweiter Stelle,

und er setzt hinzu: diesen zweiten Fall erkennt man aus den Rechtecken

mit den Seiten 3 und 4, aus 12 und 5, aus 15 und 8, aus 7 und 24, aus

12 und 35, aus 15 und 36, und Cantor selbst sagt 2. Aufl. S. 398:

»Das ist nun offenbar der Pythagoräische Lehrsatz, erläutert an

Zahlenbeispielen.« Das Fehlen der Hypotenuse darf nicht auffallen.

Die Taittirīya- und die anderen Srauta-sutras sind die Yajurveden in

der Redaktion der betreffenden Schule und diese enthalten »diejenigen

Sprüche oder Verse, welche der die eigentliche Opferhandlung

verrichtende Priester, der Adhvaryu, zu sprechen oder zu murmeln hatte.«

Auch die Brāhmanas bieten keine fortlaufende Darstellung des Opfers,

sondern vielmehr Erläuterungen zu demselben. Im Sulba Sutra bei

Apastamba, da wird die wirkliche Konstruktion gegeben und da tritt denn

auch z. B. beim Dreieck 30 : 15 die ganzzahlige Hypotenuse 39 auf.

[Sidenote: Das Alter des Pythagoras bei den Indern.]

Somit ist der ¨Pythagoras bei den Indern aus dem 8. Jahrh. sicher

konstatiert¨, aber höchst wahrscheinlich den Indern schon viele

Jahrhunderte vorher bekannt gewesen. (¨H. Hankel.¨) -- »Was nun

das Alter der Sulba-Sutras betrifft, so weiss jeder, der sich mit

indischer Literatur beschäftigt hat, dass jedes Erzeugnis nach seinem

Zusammenhange mit der ganzen Literaturgruppe, zu der es gehört,

beurteilt werden muss.« (¨E. Leumann.¨) Da kann nun kein Zweifel

darüber sein, dass die Sulbas, sie mögen niedergeschrieben sein wann

sie wollen, zur Yajurveden-Literatur gehören, d. h. zum Opferkult,

sie bilden ein durchaus nötiges Kapitel des Srauta Sutra, der bis

aufs i-Pünktchen detaillierten Lehre vom Opferzeremoniell und damit

ist entschieden, dass ihr Inhalt bis etwa 900 v. Chr., vielleicht

sogar noch höher hinaufreicht, und insbesondere zeichnen sich die

Apastamba- wie die Taittirīya-Schule durch Bewahrung alter Tradition

aus. Nun sind noch zwei Punkte zu besprechen. Indische Manuskripte sind

verhältnismässig jung. Baumrinde kann sich an Dauerhaftigkeit nicht

mit Papyrus, noch weniger mit gebrannten Tontafeln messen, zudem tritt

die Schrift im eigentlichen Sinne bei den Indern verhältnismässig spät

auf und ist nicht original. Dasselbe würde ja auch für das gewaltig

umfangreiche Heldengedicht des ¨Mahabharata¨ gelten. Aber abgesehen

davon, dass Zeichen analog den Runen der Germanen vermutlich auch bei

den Indern uralt waren, so war das Gedächtnis eben durch den Mangel

an Schrift enorm entwickelt. Leute, die täglich ein Kapitel auswendig

lernten, etwa wie die arabischen Geistlichen die Suren des Koran,

die kannten bald ganze Werke auswendig, und auch heute sind solche

Gedächtniskünstler nicht selten unter den Brahmanen.

Ein zweiter Einwand klingt einleuchtender. Die erstaunlich

verklausulierten Vorschriften der Kalpasutras sollen Zeichen der

Erstarrung und des Verfalls sein. Ganz abgesehen davon, dass die

Indologen von Fach die Blüte des detaillierten Opferkults zwischen

1000 und 800 setzen, ist darauf folgendes zu erwidern: Das richtig

vollbrachte Opfer hat die Macht, die Götter unter den Willen des

Opferers zu beugen; ich habe ja schon bei Babylon darauf hingewiesen,

dass die Arier sich der Gottheit nicht annähernd so knechtisch

gegenüberstellten wie die Semiten. Ein durch Germanen, Hellenen und

Inder, kurz durch die ganze Arische Welt hindurchgehender Zug ist

das Misstrauen gegen die Götter, die Furcht vor ihrem Neide, die

Teufelslehre knüpft hier an, und der Stammbegriff des Wortes Teufel ist

das Sanskritische Wort für Gott. Grade aus der ältesten Zeit tiefster

Religiosität stammt dies Gefühl und jene Genauigkeit ist grade ein

Zeichen der naiven Periode, es darf dem Gott auch nicht die leiseste

Handhabe geboten werden, seinem Unwillen über den auf ihn ausgeübten

Zwang Ausdruck zu verleihen.

Ich glaube nicht, dass irgend ein heutiger Indologe bezweifeln wird,

dass das Alter der Sulba-Sutras dem Inhalt nach bis mindestens 1000

heraufgeht, und dass sich die indische Geometrie auf dem Boden der

Opferlehre, des Aufbaues der Altäre entwickelt hat.

[Sidenote: Der Satz vom Gnomon.]

Was aber die Entlehnung des Pythagoras von den Indern seitens des

Pythagoras noch viel sicherer macht, das ist das Auftreten des

sogenannten Gnomon, des Satzes von dem Ergänzungsparallelogramm. Schon

¨Bretschneider¨ sagt, dass die Kenntnis dieses Satzes dem Pythagoras

mutmasslich zur Auffindung des Satzes gedient hat, und Hankel sagt

l. c. mit ahnungsvollem Scharfblick, diese Herleitung erscheine

wahrscheinlich. Aber eben dieser Gnomon war den Indern auch bekannt.

¨Baudhāyana¨ geht mittelst desselben vom Quadrat mit der Seite 16 zu

dem mit der Seite 17; er sagt z. B.: Wenn man aus 256 quadratischen

Backsteinen ein Quadrat gebildet habe, so soll man nun 33 Backsteine

hinzufügen. Und ¨Apastamba¨ sagt II, 7, es folgt nun eine allgemeine

Regel: Man fügt: 1. das [Rechteck], welches man mit der jedesmaligen

Verlängerung (und mit den Seiten des gegebenen Quadrates) umzieht

[d. h. herstellt], an den zwei Seiten des Quadrates, nämlich an der

östlichen und an der nördlichen hinzu, und 2. an der nördlichen Ecke

das Quadrat, welches durch die Verlängerung hervorgebracht wird; dazu

die Figur und das ist klipp und klar

(a + b)^2 = a^2 + 2ab + b^2.

Der Satz konnte ihnen, da sie meist mit Backsteinen arbeiteten, gar

nicht entgehen.

[Illustration]

[Illustration]

[Sidenote: Die Pythagoräischen Dreiecke bei den Indern.]

Dass die Inder den Satz gefunden haben, ist natürlich nicht bewiesen,

aber so lange babylonische und ägyptische ältere Quellen uns nicht zur

Verfügung stehen, sind sie diejenigen, die am frühesten nachweisbar den

Satz besessen haben und die Auffindung kann ganz gut so wie ¨Bürk¨ es

angibt, geschehen sein; sie kann aber auch ganz leicht direkt erfolgt

sein, zunächst für das Dreieck 3, 4, 5 durch Drehen der Schnur, was

ja eine ihnen ganz geläufige Operation war. Es kommen im Apastamba

Sulba-Sutra 5 »erkennbare«, d. h. ganzzahlige rechtwinklige Dreiecke

vor, die Inder sagen: Rechtecke.

3 4 5

5 12 13

7 24 25

8 15 17

12 35 37

15 36 39, letzteres

das wichtigste für die Vedi. Davon fallen die ersten 3 auch unter

die von Proklos ausdrücklich dem Pythagoras, bezw. seinen Schülern

zugeschriebenen Formeln 2a + 1; 2a^2 + 2a; 2a^2 + 2a + 1; die beiden

folgenden sind platonisch 2a; a^2 - 1; a^2 + 1.

[Illustration]

Das letztere ist dem zweiten ähnlich; aus Apastamba V, 4 folgt, dass

diese Ähnlichkeit ihm völlig klar war. Angesichts von ¨Thibauts¨

Darstellung in ¨Bühlers¨ Grundr. ist es nicht uninteressant an der

Hand der Sulba-Sutras nachzusehen, was den Indern jedenfalls um 800 v.

Chr. an geom. Kenntnissen zur Verfügung stand. Ich benutze ¨Thibauts¨

Übersetzung des Baudhāyana und ¨Bürks¨ Übers. des Ap. S. S. im 56.

Bande der Zeitschrift der D. Morgenländischen Gesellschaft. Das

Werkzeug, dessen sie sich für ihre Konstruktionen bedienten, war die

Schnur (sulba oder rajju), und gelegentlich auch ein Bambusstab. Ich

beginne mit der Konstruktion des einfachen Quadrats, Ap. Kap. VIII,

5-10, IX, 1.

[Illustration]

»Man schneide an einem Bambusrohr in einer Entfernung gleich der Höhe

des Opferers mit emporgehobenen Armen (der purusa, Menschenlänge,

später war das Mass die babylonische Doppelelle) zwei Zeichen (A

und B) ein, und in der Mitte ein drittes (die Mitte wird durch die

zusammengelegte Schnur bestimmt). Man lege das Bambusrohr westlich

von der Grube des Opferpfostens längs der prsthya (d. i. Rückenlinie,

die schon zuvor ein für allemal von Westen nach Osten prak gezogen

war, daher sie auch oft praci heisst). Schlage an den Einschnitten

Pflöcke ein (D, E, F), mache (das Rohr) von den beiden westlichen

(Pflöcken E und F) los und beschreibe (von F aus) in der Richtung nach

Südosten einen Kreisbogen bis zu dem (östlichen) Ende (des zu konstr.

Quadrats).« Entsprechend verfährt man von F aus, legt das Rohr von

E über G nach H, schlage in H einen Pflock ein, befestige in H das

mittlere Zeichen des Rohrs, lege die beiden andern an die Enden der

beiden Linien und schlage in die beiden Zeichen zwei Pflöcke.

[Sidenote: Altindische Geometrie.]

Hier haben wir die Konstruktion des Lotes mittelst der

¨Symmetrieachse¨, und die gemeinsame Tangente zweier Kreise im

speziellen Falle und die Quadratkonstruktion, die wir mit 4 Kreisen

ausführen, zugleich eine Art mechanischer Konstruktion, die bei den

Hellenen Neusis heisst (s. unter Apollonius).

Diese Methode gilt als die älteste für die »Quadratmachung«, das

Catur-asra-karana, älter als die des Baudhāyana, welche die Figur auf

S. 148 zeigt. Von der einfachen Quadratform war dann der Agni vom

einfachen bis zum 6fachen des Grundquadrats, es musste also mittels

Pythagoras das Quadrat mit 2, 3, 4, 5, 6 multipliziert werden. Dann kam

der Saratni-pradesa saptavidha, d. h. also der caturasra syena-cit,

der viereckig falkenförmige, und dann die Vorschrift: Was beim 8fachen

und den folgenden von den 7 verschieden ist, teile man in 7 Teile, und

lasse in jedes purusa einen Teil eingehen, weil die Veränderung der

Gestalt nicht schriftgemäss wäre. Auch hier hat Apastamba weitaus die

ältere Methode, während B., wie oben gesagt, die Zunahme auf alle 10

Flächen gleichmässig verteilt, da auch paksa und puccha, Flügel und

Schwanz, berücksichtigt werden, was schon recht komplizierte Teilungs-

und Messungsoperationen voraussetzt. A. geht bis zum 101fachen des

Quadratpurusa.

I, 2 Konstruktion der Achsentrapez-förmigen Opfergrube, Vedi, mittelst

des rechtwinkligen Dreiecks 36, 15, 39.

[Illustration]

Man nimmt eine Massschnur (pramāna, A^1B^1 = 36, Fig. 1), verlängert

sie um ihre Hälfte (bis G), macht dann am westlichen Drittel (d. h.

also von G aus) weniger 1/6 desselben ein Zeichen (H). Man befestigt

die beiden Enden (der verlängerten Schnur) an den Enden der prsthya,

zieht an dem Zeichen nach Süden (daksina), ebenso verfährt man im

Norden (uttara), und nachdem man vertauscht hat, nämlich die in A

und G befestigten Enden, nach beiden Seiten (im Osten). Denn die

Fertigstellung durch diese wird eine Verkürzung oder eine Verlängerung

(12, 17) herbeiführen.

[Illustration]

I, 3 wird dann zur Konstr. des rechten Winkels das Dreieck 3, 4, 5

analog benutzt (Fig. 2).

I, 4 und 5 ¨der Pythagoras¨.

Bei Apastamba zuerst in 4 der allgemeine:

Die Querschnur (aksnaya-rajju, Diagonale) eines Rechtecks, was die

längere und kürzere jede für sich hervorbringt, das bringt sie zusammen

hervor. Mittelst dieser und zwar solcher, die »erkennbar« sind, ist die

Konstruktion (in § 2 u. 3) gelehrt worden. (jneya würde wohl besser mit

»feststellbar« d. h. als ganzzahlige rechtw. Dreiecke wiedergegeben.)

5. Die Diagonale des Vierecks erzeugt die zweifache Fläche

(ausdrücklich das Wort bhumi Fläche, dvis-tāvati bhumi), sie des

Quadrats Doppeltes hervorbringende (dvi-karani). Viereck, schlechtweg

catur-asra, ist wie das griechische τετραγωνον das Quadrat, um aber

ganz deutlich zu sein, wird es im Nachsatz sama »das mit gleichen

Seiten« genannt. Katyāyana unterscheidet sogar die beiden Arten

gleichseitiger Vierecke.

[Sidenote: Wurzel aus 2.]

Geschichte der Mathematik im Altertum in Verbindung mit antiker Kulturgeschichte · 第 32 / 49 题