Es ward gesagt, ihr Christen, daß der Buddho die Geburt haftbar

machte für die drei Kernübel dieser Welt, für Alter, Krankheit, Tod.

Dreimal hat der Buddho in der Legende von Vipassîs Ausfahrt der Geburt

geflucht: „O Schande sag’ ich über die Geburt, da am Geborenen das

Alter zum Vorschein kommt, die Krankheit zum Vorschein kommt, der Tod

zum Vorschein kommt...“ An die Geburt also knüpft sich das Leiden,

an die Geburt knüpft sich Alter, Krankheit, Tod. Denn ohne Geburt,

heißt es in den Reden schon fast mit einer wörtlichen Wendung Platons,

ohne Geburt würde kein Mensch zur Menschheit, kein Vierfüßer zur

Vierfüßerheit, kein Vogel zur Vogelheit geboren: ohne Geburt kein Wesen

zu Krankheit, Alter, Tod. So findet Gotamo in der Geburt die Ursache

aller drei grundsätzlichen Übel dieser Welt und in der Geburt die

Ursache alles Leidens an der Welt. Die Geburt aber, dies bemerkten wir

schon mit hinlänglicher Zuverlässigkeit, ist zwar Ursache, keineswegs

jedoch etwas Letztes oder Unbedingtes, -- keineswegs Ur-Sache aller

Sachen oder Ur-Grund aller Gründe. Vielmehr ist ja die Geburt jeglichen

Wesens an und für sich schon Wieder-Geburt, verursacht und bedingt

durch frühere Tat, wie umgekehrt frühere Tat ihrerseit die Frucht

früherer Geburt gewesen ist. Und dies in unendlicher Schürzung und

Neuschürzung in unendlichem Kreislauf, bis irgendwann einmal die reine

Tat getätigt und irgendwann einmal der Kreis durchbrochen ward. Ins

Werden eingeflochten ist mithin die Tatsache der Geburt, ins Werden

eingeflochten bleibt sie. Und so versteht sich’s eigentlich von selbst,

daß auf die Frage: was Geburt bedinge, der Buddho keine andere Antwort

in Bereitschaft haben kann als eben: das Werden! Das Werden bedingt

die Geburt; denn wenn es kein Werden gäbe, kein geschlechtliches

Werden, kein formhaftes Werden, kein formloses Werden, dann gäbe es

keine Geburt. Was aber bedingt das Werden, gesetzt den Fall, auch

dieses Werden sei nichts Letztes, sei nichts Unbedingtes? Das Anhangen

bedingt das Werden, antwortet der Buddho selber sich auf diese neue

Frage. Denn wenn es keinen Hang gäbe, keinen Hang nämlich zur Lust,

keinen Hang zur Selbstbehauptung (und dies heißt gotamidisch gedacht

keinen Hang zum ‚Ich-Sagen‘!) -- wenn es keinen Hang gäbe ferner zur

Ansicht, keinen Hang zu Tugendwerk, dann gäbe es auch kein Werden.

Was aber bedingt das Anhangen, gesetzt den Fall, auch dieses Anhangen

sei nichts Letztes, sei nichts Unbedingtes? Der Durst bedingt das

Anhangen, der ungelöschte und unversiegte, antwortet der Buddho selber

sich auf diese neue Frage. Denn wenn es keinen Durst gäbe, Durst nach

Gestalten, Durst nach Tönen, Durst nach Düften, Durst nach Säften,

Durst nach Tastungen, Durst nach Gedanken, dann gäbe es auch kein

Anhangen. Was aber bedingt den Durst, gesetzt den Fall, auch dieser

Durst sei nichts Letztes, sei nichts Unbedingtes? Das Gefühl bedingt

den Durst, antwortet der Buddho selber sich auf diese neue Frage.

Denn wenn es kein Sehgefühl, kein Hörgefühl, kein Tastgefühl, kein

Riechgefühl, kein Schmeckgefühl, kein Denkgefühl gäbe, dann gäbe es

auch keinen Durst. Was aber bedingt das Gefühl, gesetzt den Fall,

auch dieses Gefühl sei nichts Letztes, sei nichts Unbedingtes? Die

Berührung bedingt das Gefühl, antwortet der Buddho selber sich auf

diese neue Frage. Denn wenn es keine Sehberührung, Hörberührung,

Tastberührung, Riechberührung, Schmeckberührung, Denkberührung gäbe,

gäbe es auch kein Gefühl. Was aber bedingt die Berührung, gesetzt den

Fall, auch diese Berührung sei nichts Letztes, sei nichts Unbedingtes?

Die erkenntnismäßige Doppeltheit Bild-und-Begriff, Begriff-und-Bild

bedingt die Berührung, antwortet der Buddho selber sich auf diese neue

Frage. Denn wenn es keine Wahrnehmungen und keine Vorstellungen, keine

sinnlichen Eindrücke und keine begrifflichen Kennzeichen, Wahrzeichen,

Bedeutungzeichen für solche Eindrücke gäbe, also platonisch gesprochen

keine εἰκόνες und keine εἴδη, dann gäbe es keine Berührung. Was aber

bedingt diese erkenntnismäßige Doppeltheit von Bild-und-Begriff

und von Begriff-und-Bild, gesetzt den Fall, auch diese Doppeltheit

sei nichts Letztes, sei nichts Unbedingtes? Das Bewußtsein bedingt

Bild-und-Begriff, Begriff-und-Bild, antwortet der Buddho selber sich

auf diese neue und nun doch schon beinahe ‚letzte‘ Frage, wofern er

jetzt offenbar die Reihe der Verursachungen und Bedingungen der Geburt

bis zur Ur-Sache und bis zum Un-Bedingten rückwärts verfolgt hat. Denn

gäbe es kein Bewußtsein, gäbe es keine Setzung von Nichtich-Welten für

das Ich, von Erlebnis-Mannigfaltigkeiten für die erlebende Einheit,

von Objektivationen für das Subjekt, dann gäbe es eben auch keine

Bilder und Bildesbilder, dann gäbe es auch keine Gegenständlichkeiten

und Gedankenzeichen für Gegenständlichkeiten, dann gäbe es auch keine

Wahrnehmungen und keine Vorstellungen, welche Wahrnehmungen vorstellen

sollen und wirklich auch vor-stellen. Wer aber jetzt noch weiter

forschen und weiter erklären wollte, der stieße bei der nächsten

Frage: Was bedingt Bewußtsein? schon unfehlbar wieder auf die bereits

erteilte Antwort: Bild-und-Begriff, Begriff-und-Bild bedingen das

Bewußtsein, wofern sie in zweifacher Erscheinung als Nichtich-Welt

bezogen auf ein Ich auftauchen, als Gegenstands-Vielheit bezogen auf

eine Zustands-Einheit auftauchen. Denn dieses gerade nennen wir ja das

Bewußtsein, daß für das unbegreiflich-unbegriffliche Selbst Begriffe

und Bilder aus irgendwelchen Latenzen her _in actu_ auftreten und einem

solchen Selbst erscheinen, wahrnehmbar werden, vorstellbar werden.

In dieser Rücksicht heißt Bewußtsein offenbar Sich-Bewußt-Sein; sich

einem Sein auf irgendeine Weise entgegengesetzt und widerstemmt finden;

sich etwelcher Wahrnehmbarkeiten irgendwie inne werden, innerlich

und erinnerlich werden. Bewußtsein und Bild-Begriff erweisen sich

dem Buddho kurz gesagt als wechselbezüglich und wechselbezogen, als

wechselbedingend und wechselbedingt: eine sowohl in philosophischem wie

religiösem Betracht bedeutsame Lehre, die (wie man weiß) auch unserem

westlichen Klima keineswegs fremd geblieben ist. Vor dem Bewußtsein

als der Stätte entstehender Geburten steht schließlich der Frager

still und still steht davor auch des Fragers unablässig bohrender

und schraubender Verstand. Im Bewußtsein ist das Weh der Welt, das

dreigestaltige, verwurzelt; im Bewußtsein sind Vergänglichkeit,

Leidbehaftetheit, Wesenlosigkeit, _aniccam_, _dukkham_, _anattam_

verwurzelt; im Bewußtsein ist die Werdewelt, Wandelwelt, Wehewelt

verwurzelt. Gäbe es kein Bewußtsein, dann gäbe es ‚diese‘ Welt nicht;

denn ‚diese‘ Welt gibt es nur dort, wo sie sich eben einstellt und

vorstellt und nirgends sonst, ihr Christen...

Bei dieser Lehre von des Leidens Abkunft aus dem Bewußtsein etwas

zu verweilen, wie sie vom Buddho entwickelt wird vornehmlich

in der Fünfzehnten Rede aus der Längeren Sammlung Dîghanikâyo,

entwickelt wird aber außerdem auch sonst nicht selten in den Reden

der Längeren und Mittleren Sammlung, -- bei dieser befremdlich

anmutenden Lehre hier noch etwas zu verweilen, dürfte mancherlei

Anlaß für uns bestehn, ihr Christen. Das Erlebnis des Leidens, von

der Person Gotamos als Schicksal empfangen, als Schicksal verwunden

und insofern sicherlich auch das Urerlebnis Gotamos, ist mithin

doch nicht Urerlebnis im Hinblick auf seine Entstandenheit oder

Unentstandenheit. Vielmehr gilt das Leiden als solches, und so auch

das Erlebnis des Leidens, schlechterdings für entstanden, für bedingt,

für verursacht, für geworden. Das Leiden an der Welt ist durchaus

ableitbar aus dem Bewußtsein von der Welt, und in Ansehung dieses

unumstößlichen Tatbestandes ist das Leiden auch in seiner Eigenschaft

als gotamidisches Urerlebnis weder ein Erstes noch ein Letztes, noch

gar ein Unbedingtes. Wohl aber, -- und dies entscheidet über vieles!

-- ist das Bewußtsein ein Erstes und ein Letztes und ein Unbedingtes.

Das Bewußtsein ist gleichsam der Erfüllungort, wo die einzelnen

Posten der unendlichen Summe ‚Wirklichkeit‘ in ihrem Lust- und

Unlustwert gegeneinander verrechnet, gegeneinander ‚geklärt‘ werden.

Das Bewußtsein ist gleichsam das Schiedsgericht, wo das rechtsgültige

Urteil endlich ergeht in Sache des noch nie ausgetragenen Widerstreits

zwischen Seele und Welt, Selbst und Wirklichkeit. Das Bewußtsein ist

gleichsam die Walstatt, wo über Sieg und Niederlage nunmehr entschieden

wird in dem Kampf der Freiheit gegen das Gesetz, der Willkür gegen

den Zwang. Das Bewußtsein ist gleichsam der Schauplatz, wo die Welt

sich selbst erscheint als die Einheit ihrer Mannigfaltigkeiten, als

die Ganzheit ihrer Teile, als der Leib ihrer Glieder. Im Bewußtsein

geschieht es, daß die Welt das Licht der Welt erblickt...

Dieser bemerkenswerten Auffassung und Neufassung des Begriffes ‚Welt‘

von seiten des Buddho entspricht ein Vorgang, der sich in unserer

europäischen Vergangenheit nicht minder eindrucksvoll abgespielt

hat als in der indischen: nicht nur einmal, sondern zweimal den

menschheitlichen Zustand des jeweiligen _homo europaeus_ gründlich

ändernd! Ich beziehe mich dabei, wie sich von selbst versteht, auf

jene philosophische ‚Umbettung‘ der Ding-Welt, Ding-an-sich-Welt

in eine Vorstellung- und Bild-Begriff-Welt, die wohl in unserem

westlichen Bezirk für das erste Mal zum Vollzug bei den Hellenen

kam, etwa in jenem merkwürdigen Zeitalter zwischen Demokritos und

Sokrates einerseit, Platon und Aristoteles andererseit (unter der

bestimmenden Mitwirkung der Sophisten); -- die aber später dann noch

einmal zum Vollzug gelangte in dem weltgeschichtlich entsprechenden

Zeitalter zwischen Descartes und Spinoza einerseit, Leibniz und Kant

andererseit. Es ist dies jene Umbettung der Wirklichkeit, die ihre

berühmte Fassung einstweilen in der Formel Schopenhauers gefunden

hatte: die Welt ist Meine Vorstellung... übrigens eine Formel, welche

ein neuerer Schriftsteller nicht ohne Geist und Einsicht in die

richtigere umzuprägen vorschlug: Meine Welt ist Vorstellung!... Wie

also schon gesagt: seit Demokritos von Abdera mit dürren Worten eine

Welt des Seienden an und für sich unterschieden hatte von einer Welt

des Daseienden für uns, eine Welt gesetzmäßig bewegter Unteilbarkeiten

(ἄτομοι) draußen im leeren Raum und eine Welt auftauchender und

versinkender Vorstellungen drinnen im Bewußtsein, -- seit dieser

gewaltige Denker den Schritt gewagt und den Schritt gemacht hatte

von der ‚Physik‘ zur ‚Ethik‘ und den Begriff des Abbilds (εἴδωλον)

und der Vorstellung (πρόληψις) in die griechische Philosophie

einführte, seither lagerte sich das sogenannte Sein unaufhaltsam um

in ein Bewußtsein. War es die eigentliche Leistung der Vorsokratiker

bis auf Demokrit, den furchtbaren Urwirbel einer noch nirgends

verwissenschaftlichten Weltwirklichkeit in eine gesetzdurchwaltete

Ordnung von Himmelskörpern und Gestirnen zu verwandeln, so verwandelte

Demokrit selbst (und der hierin durchaus ihm nacheifernde Platonismus)

wiederum die geordnete Gestirn- und Himmelswelt der ionischen

Kosmologen in eine geistverwandte, menschverwandte Vorstellung- und

Bilderwelt. Denn zwar vom Urwirbel aus scheint der Mensch den gebahnten

Himmel zu erobern, -- erst vom gebahnten Himmel aber aus sich selber:

und Chaos, Uranos und Makranthropos heißen wohl die wichtigsten

Stationen, welche der menschliche Gedanke zweimal in Europa und einmal

in Indien zeitlich zurückgelegt hat, ehe er wirklich in ihm selber

Fuß fassen konnte. Daß Gotamos Lehre von der Entstehung des Leidens

aus dem Bewußtsein dem indischen Festland denselben Dienst geleistet

hat, welchen der ‚transzendentale Idealismus‘ und ‚Phänomenalismus‘

in Altertum und Neuzeit dem europäischen Festland leistete, bedarf

somit keiner besonderen Erläuterung, sondern ist ganz einfach so.

Auch die gotamidische Lehre verlegt einen umspannenden Zusammenhang

von Dingen an sich und ihren gesetzmäßigen Bewegungen aus der Lage

des bloßen Seins in die Lage des Bewußtseins, um hier gewissermaßen

eine Vermenschlichung, ja eine Vergeistigung zu vollziehen. Auch

diese Lehre bettet eine ‚transzendente‘ Wirklichkeit außerhalb des

Bereichs menschlicher Erkenntnismittel und Erkenntnismöglichkeiten

in die sogenannte ‚Immanenz‘ der Vorstellungen, Bilder und Begriffe,

wo sie dem Zugriff menschlicher Erkenntnismittel, menschlicher

Erkenntnismöglichkeiten ausgesetzt erscheint. Auch diese Lehre

bezeichnet innerhalb der Entwicklung des indischen Geistes genau die

Stelle, wo eine Gestirn- und Himmelswelt des Kosmologen wesentlich

durch eine Menschenwelt des Ethikers verdrängt wird: die ewige Stelle

gleichsam auf der Kurve der Wissenschaftgeschichte, deren Scheitel

einmal den Namen Platon, das andere Mal den Namen Kant bei uns im

Westen trägt...

Was aber hat, ihr Christen, diese mehrmals wiederkehrende Bewegung

der Erkenntnis von einer unbewußt-blinden Weltwirklichkeit weg zu

einer bewußten, sehenden Weltwirklichkeit hin im tiefsten zu bedeuten?

Was hat die Wendung zu bedeuten, welche Bergson neuerdings nicht

unzutreffend als die Wendung von der bloßen _science_ zur _con-science_

hin bezeichnete? Was hat es zu bedeuten, daß die drei reifsten und

sinnigsten Deutungen der Welt mit offenbar gleicher Notwendigkeit

die Richtung vom Draußen nach dem Drinnen einschlugen? Was hat es

zu bedeuten, daß jede schärfere Einstellung auf die Gegebenheiten

der Sinne dazu führt, diese Gegebenheiten als Gegebenheiten ‚im

Bewußtsein‘ aufzufassen? Was hat es zu bedeuten, daß mit steigender

Genauigkeit der Beobachtung und Forschung das Rätsel des Seins

gleichsam auf der Pfanne der Kritik eingedampft wird zum Rätsel des

Bewußtseins? Was hat es zu bedeuten, daß auf einer gewissen Stufe

philosophischer Besinnung plötzlich alle die Fäden und Leitfäden, an

welchen die Erscheinungen aufgereiht sind, in einem einzigen Knoten

zusammenschießen, der wundersam genug Ich und Nichtich aneinander

knüpft und ineinander heddert? Was hat es zu bedeuten, daß die

unsichtbare Linie, welche alle wissenschaftgeschichtlich eingenommenen

Punkte und Stand-Punkte untereinander verbindet, jeweils so streng

eindeutig gezogen ist, daß sie von einem irgendwie ‚naiv‘ sich

gebenden Realismus bis zu einem kritisch geläuterten, ja kritizistisch

überspitzten Idealismus verläuft? Was hat es zu bedeuten, daß im alten

Griechenland jene ionischen Kosmologen und Physiker nicht weniger

wie die eleatischen Ontologen und Metaphysiker auf ihrem rüstigen

Wege eines Tags eingeholt, eines Tags sogar überholt wurden von den

attischen Idealisten und Kritizisten? daß in Europa später die Dogmatik

und Scholastik des christlichen Mittelalters nicht anders wie der

Positivismus und Empirismus der nichtchristlichen Neuzeit ereilt ward

und stets ereilt werden wird von der Transzendentalphilosophie, von

der Phänomenologie, vom Apriorismus? daß in Indien die ungeheuern und

wahrlich auch ungeheuerlichen Mythen brahmanischer Weltentstehungen und

auch Welterschaffungen aus Brahmâs des Himmelsjünglings und der Mâyâ

gemeinschaftlichen Traum- und Liebesspielen sanft aber unwiderstehlich

verdrängt wurden durch die so nüchterne Entstehungkunde aus dem

Bewußtsein, die hier der Buddho gibt? Was hat die immer gleiche

Wandlung zu bedeuten von einer flutenden und wogenden Nebelwirbelwelt

zu der Gestirn- und Himmelswelt der großen Physik Asiens und Europas,

-- dann aber von deren glänzenden Umschwüngen und Sonnenbahnen

weg zu einer trockenen Bilder- und Begriffswelt hin, wie sie der

Gegenstand von mancherlei Ideenlehren, Transzendentalphilosophien

und Phänomenologien geworden ist? Weshalb geschieht es, daß zu einer

Zeit der Mensch mitten unter dem Uranos lebt, wie der jüngste, wie

der schönste aller Sterne unter älteren Brüdersternen, -- zu einer

anderen Zeit jedoch nur als der Kleine Mensch mit dem Großen Menschen,

das ist wie ein empirisches Bewußtsein mit einem transzendentalen

‚Bewußtsein überhaupt‘? Was hat dieser über die Maßen befremdliche

Standpunktwechsel zu bedeuten?

Der ewige Buddho: Ein Tempelschriftwerk in vier Unterweisungen · 第 13 / 26 段