VII. Die Domschulen.

Die ältesten christlichen Schulen an den Wohnsitzen der Bischöfe sind

die Schulen bei den bischöflichen Kirchen oder die +Domschulen+.

Der Vater der Dom- oder Kathedralschulen ist +Chrodegang+, von

742–766 Bischof von Metz. Er gab seinen Domgeistlichen eine

bestimmte Regel zu einem gemeinschaftlichen Leben und gründete

mit ihnen eine Schule, deren nächster Zweck war, junge Priester

heranzubilden. Der Leiter der Domschulen hieß +Scholasticus+ und

war ein angesehenes Mitglied des Domkapitels. Seine Gehilfen fand

er unter den übrigen Domherren. Nach Chrodegangs Vorgang in Metz

entstanden Domschulen auch in anderen Bischofsstädten. Die Domschulen

sind, wie die Klosterschulen, Lateinschulen gewesen, hatten dieselben

Unterrichtsgegenstände, waren aber nicht Internate, sondern

+Externate+.

Zweiter Abschnitt.

Von Karl dem Großen bis zur Reformation.

Grundzüge der Geschichte der Pädagogik · 第 56 / 110 题