Die ältesten christlichen Schulen an den Wohnsitzen der Bischöfe sind
die Schulen bei den bischöflichen Kirchen oder die +Domschulen+.
Der Vater der Dom- oder Kathedralschulen ist +Chrodegang+, von
742–766 Bischof von Metz. Er gab seinen Domgeistlichen eine
bestimmte Regel zu einem gemeinschaftlichen Leben und gründete
mit ihnen eine Schule, deren nächster Zweck war, junge Priester
heranzubilden. Der Leiter der Domschulen hieß +Scholasticus+ und
war ein angesehenes Mitglied des Domkapitels. Seine Gehilfen fand
er unter den übrigen Domherren. Nach Chrodegangs Vorgang in Metz
entstanden Domschulen auch in anderen Bischofsstädten. Die Domschulen
sind, wie die Klosterschulen, Lateinschulen gewesen, hatten dieselben
Unterrichtsgegenstände, waren aber nicht Internate, sondern
+Externate+.
Zweiter Abschnitt.
Von Karl dem Großen bis zur Reformation.