=1. Marcus Tullius Cicero= (106–43 v. Chr.):
„Die Lehrer und Erzieher sollen die geistigen Anlagen, die
+individuellen Eigentümlichkeiten+ eines jeden Zöglings genau zu
erforschen suchen und danach denselben behandeln.“
=2. Lucius Annäus Seneca= (1–65 n. Chr.):
„Durch Lehren lernen wir.“
„Lang ist der Weg durch Vorschriften, kurz und wirksam durch Beispiele.“
„Nicht für die Schule, sondern für das +Leben+ soll man lernen.
(~Non scholae, sed vitae.~)“
„Die Ehrfurcht vor der Gottheit muß uns durchs Leben geleiten. Gott
ist nahe bei uns, er ist in uns. Ohne Gottheit kann niemand ein
tugendhafter Mensch sein.“
„Kein lebendes Wesen ist störriger, keines will mit mehr Kunst
behandelt sein als der Mensch.“
„Konsequenz ist in der Erziehung durchaus notwendig; in ihr kommt
sehr viel daraus an, daß alles zur rechten Zeit geschehe. Die besten
Erzieher sind diejenigen, welche dem Landmann in der Baumschule und auf
dem Acker nachahmen.“
„Wie in der Zucht, so muß auch beim Unterricht Maß gehalten werden.“
=3. Marcus Fabius Quintilianus= (38–120 n. Chr.):
„Der Jüngling soll der +öffentlichen+ Schule übergeben werden.“
„Das Gedächtnis muß früh durch Auswendiglernen geübt werden.“
„Überall wirken Lehren weniger als Übungen.“
„+Spiele+ sind geschickt, den Verstand der jungen Leute zu schärfen, so
wie sich auch der Charakter der Kinder beim Spielen in seiner wahren
Gestalt offenbart.“
„Der Erzieher selbst habe keine Fehler und dulde keine.“
„Gerade für die +unteren Stufen soll man die geschicktesten+ Lehrer zu
gewinnen suchen.“
„In der Regel ist +das am verständlichsten, was von dem Gebildetsten+
gelehrt wird.“
=4. Decimus Junius Juvenalis= (100 n. Chr.):
„Ein gesunder Geist sei in einem gesunden Körper. (~Mens sana in
corpore sano.~)“
„Die größte Ehrfurcht schulden wir dem Knaben. (~Maxima debetur puero
reverentia.~)“