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»Die Schrulle eines Millionärs« nennen sie hier den Wunsch meines
Gatten.
Mein lieber, einfacher Mann. Kann ein Mensch anspruchsloser sein? Er
beanspruchte so wenig für sich von seinem Reichtum.
Ist er nicht ganz natürlich dieser Wunsch nach einem stillen, einsamen
Ruheplätzchen, wenn man ein so arbeitsreiches, unruhiges Leben hinter
sich hat? --
Nun haben wir ihn gebettet. Nichts wird ihn stören als der Schrei eines
Nachtvogels oder das Brüllen der Hirsche in ihrer Kampfzeit.
Die Vögel in den Zweigen singen ihm das Schlummerlied. Ihm ist wohl, für
uns ist es hart. Wer sich zu der Religion flüchten kann mit seinem
Schmerz, der ist wohl daran.
Ach, ich beneide mein Kind, das voller Inbrunst und Hingebung am Grabe
des geliebten Vaters betet.
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Nun ist wieder Ruhe um mich her.
Wir bleiben noch einige Tage hier bei den Großeltern.
Lou würde am liebsten immer hier bleiben, hier, bei dem toten Vater und
bei den lieben alten Leuten.
Nur mir wühlt die Unruhe im Blut.
Eine Aussprache ist unvermeidlich, und ich -- ich fürchte sie.
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Die Großeltern haben mir das Geständnis leicht gemacht.
Sie schienen zu ahnen, was hinter mir lag.
Ich hatte den Brief vergessen, den ich am Vorabend jenes unseligen
Ankunftstages an sie geschrieben hatte. Dieser Brief war das letzte
Lebenszeichen von mir. --
War es verwunderlich, daß sie ahnten, in welche Hände ich gefallen?
Sie haben Erkundigungen angestellt, der Onkel in Amerika hat mit Hilfe
des deutschen Konsuls alles mögliche versucht -- ohne Erfolg.
Mich hatten sie fest und sicher hinter den Mauern jenes verfluchten
Hauses. -- -- -- --
Und während meine Lou, mein Liebling, draußen im Walde umherstreift,
rollt sich noch einmal die Vergangenheit mit all ihren Schrecknissen vor
mir auf. -- -- --
Wir haben uns ausgesprochen und alles ist -- oder vielmehr soll begraben
sein.
Zu vergeben hatten sie mir im Grunde nichts -- der alte Fluch hatte sich
auch an mir erfüllt. --