DER MISCHLING

Das blonde Haar ist über seinem schmalen Schädel

in hoher Welle schräg zurückgestrichen.

Die Stirn, gebuckelt, ist graviert mit Strichen,

unter dem Sprung der Brauen unterjochen

wilde Augen die gewölbten Backenknochen;

kurz sprechend wirft er hastig seinen Schädel.

Dem wüsten Vaterhause ist er früh entwichen.

Auch in der Fremde blieb er unverhohlen

unglücklich. Er ist viel in Europa umhergestrichen,

tat viel und war sehr vielen Dingen nah,

war deutscher als ein Deutscher, polnischer als Polen.

Schließlich ging er mit einem Mädel,

das ihm ähnlich sah,

in die Kolonie,

entrann dem Rausch und fand etwas wie Glück.

Bei Kriegsausbruch kam er von Pondichéry

zurück.

Er sprang vom Schiff. Er übersprang die Grenzen, die sie trennen,

er fühlte sie und fühlte sich mit gespaltner Flamme brennen.

Er kannte Krieg und wußte, daß jedes Volk sich selbst bekriegt.

Er half zum Siege und war selbst besiegt.

Er war geschaffen, ihre Tugenden zu kennen.

O wie sein schönes Herz zwischen den Völkern liegt!

Polnische Gedichte · 第 21 / 33 题