Und schon fiel die Lüttich ein, lebhaft gestikulierend, die Hände immer
über den Bauch zusammenschlagend, wobei der Schlüsselbund ein jedesmal hell
aufklirrte:
»Schad, schad . . . So a hübsch Weiberl, erst ihre achtzehne alt, drei Tag
erst verheirat, a Kreuz is, wenn is sag, und springt die eim zum Fenster
nunter, heut früh, um halb siebene . . .«
Es verfinsterte sich.
Doch gleich wieder sprang Licht auf.
Dienstmädchen, Marktweiber, Küchenfrauen in breiter Front über den Fahrdamm
. . . der Schlüsselbund der Frau Lüttich klirrte. Eine tiefe Stimme (und
ein Polizeimann warf die Hand): »Sie, Herr, gebens acht, daß net
neintretn.«
Es qualmte, klingelte, rauschte weiß. Eine Masse teilte sich, wich zurück,
in die Knie --: Kreuz, Weihrauchkessel, Priester, Trauerwagen, gefranstes
Wieherpferd . . .