MILON (stößt Jeremejewna von Sophie, welche von der Alten festgehalten
wird, und schreit, einen entblößten Degen in der Hand). Wage es keiner,
mir zu nahen!
SOPHIE (eilt zu Starodum). Onkel, beschütze mich!
STARODUM. Mein Kind, was gibt’s denn? }
}
PRAWDIN. Beleidigt man Sie? } (Gleichzeitig.)
}
SOPHIE. O mein Herz! }
}
JEREMEJEWNA. Ich bin verloren! }
MILON. Die Bösewichter! Als ich hierher ging, sah ich eine Menge
Menschen, die Sophie unter den Armen hielten und sie, die Schreiende und
sich Sträubende, in einen Wagen vor der Hinterthür schleppen wollten.
SOPHIE. Das ist mein Retter!
STARODUM. Teures Kind!
PRAWDIN (zu Jeremejewna). Sofort bekennst du, wohin ihr sie bringen
wolltet, sonst sollst du als Verbrecherin –
JEREMEJEWNA. Zur Trauung! ach, zur Trauung!
FRAU PROSTAKOWA (hinter der Szene). Halunken! Diebe! Spitzbuben! Zu Tode
lass’ ich euch peitschen!
Dritter Auftritt.
DIE VORIGEN. FRAU PROSTAKOWA, PROSTAKOW und MITROFAN.
FRAU PROSTAKOWA. Bin ich Herrin im Hause? (Auf Milon weisend.) Ein
Fremder droht, und meine Befehle werden nicht erfüllt!
PROSTAKOW. Bin ich schuld? }
}
MITROFAN. Die Dienstboten sind schuld. } (Gleichzeitig.)
}
FRAU PROSTAKOWA. Ich will nicht von der Stelle }
gehen – }
PRAWDIN. Das Verbrechen, dessen ich Zeuge bin, gibt Ihnen als Onkel und
dir als Bräutigam das Recht –
FRAU PROSTAKOWA. Bräutigam! }
}
PROSTAKOW. Wehe! } (Zusammen.)
}
MITROFAN. Alles zum Teufel! }
PRAWDIN. – von der Regierung zu verlangen, daß die Beleidigung, welche
Fräulein Sophie zugefügt worden, mit aller Strenge der Gesetze bestraft
werde. Sofort verklag’ ich diese Frau vor Gericht –
FRAU PROSTAKOWA (sich auf die Kniee werfend). Verzeihung, Gnade!
PRAWDIN. Auch Mann und Sohn sind teilhaftig des Verbrechens.
PROSTAKOW. Ich bin unschuldig! } (Zusammen auf die Kniee stürzend.)
}
MITROFAN. Verzeihe, verzeihe! }
FRAU PROSTAKOWA. Ach, ich Hundetochter! Was hab’ ich gethan!
Vierter Auftritt.