»Nun er hat mich gesehen mit Ihnen, – und« ...
»Aber das macht ja nichts. Er weiß doch nicht, wer ich bin. Sie können
ihm doch sagen ...«
»Ach, wenn Sie wüßten! Er vermutet jetzt das Allerschlimmste. Er hat mir
ja auch streng verboten, auf der Straße mit jemand zu gehen. Selbst mit
einer Dame darf ich nicht gehen. Ich darf keine Freundin haben, nichts.
Bah, es ist mir wirklich gleich; jetzt lach ich dazu. Es hat eben so
sein sollen, das tröstet mich. Ja wirklich, das tröstet mich. Es wäre ja
ohnehin zu Ende gewesen, – natürlich. Aber jetzt ist alles aus.«
Diese verworrenen Sätze fielen wie eine wilde Klage von ihren Lippen.
Was soll jetzt mit mir werden? dachte sie. Diese Frage folterte sie, daß
sie Kopfschmerz bekam. Sie war froh über diese Schmerzen; jetzt
verschwand doch das aufdringliche Bild: der lachende Freund mit seinen
gelben Zähnen, seinem grinsenden Gesicht. Sie seufzte.
Vidl Falk sah seinen Argwohn plötzlich groß geworden. Dieser Argwohn
sah mit finsteren Augen aus seinem Versteck heraus. Er war hungrig und
verschlang auch Nichtigkeiten, um sich zu sättigen. Aber er wurde
niemals satt.