Es ist spät in der Nacht. Heut hab ich es über mich gebracht, daheim zu
bleiben. Und ich bin glücklich im Bewußtsein der Einsamkeit. Die
glühenden Kohlen starren zum Ofenloch heraus. Bisweilen zucken kleine,
blaue Flämmchen hindurch. Dann werden die Ränder schwarz, und alles
versinkt zu Asche. Ich denke mir: Wieviel Schmerz ist in der Welt und
wieviel Glück, und alles versinkt zu Asche. Ein oftgedachter Gedanke.
Ich sehe hinein in die glühenden Brocken und erblicke mein
Schwarzwaldschloß, wie es sein wird, wenn die Abendröte drüber hinfliegt
und der Wind um die Parktannen streicht.
Jetzt denke ich mir: wie muß wohl das Weib beschaffen sein, das ich
lieben würde. Vor allem müßte es klein sein, zart und heiter. Es müßte
blond sein und blaue Augen haben mit dunklen Rändern um den Augapfel und
schwarzen Wimpern. (Das soll pikant sein.) Die Haare dürften schließlich
auch kastanienbraun sein, ja sogar jene bronzefarbnen, oder jene, die
aussehen wie ein schwer mit Kupfer legirtes Goldstück gefielen mir.
Gescheiter als ich dürfte sie nicht sein, wohl aber müßte sie besser als
ich sein. Sanft, nachgiebig und beständig müßte sie sein. – Es ist
nicht sehr weise, sich ein Rezept zu schreiben, bevor man weiß, woran
man erkranken wird, – als #stud. med.# sehe ich das ein.
Diese Frau Bender quält mich so sehr, ich solle Pension nehmen. Aber
wozu soll ich so viele Menschen kennen lernen?