Nicht mehr die Lust
Des Taumelns im Getriebe;
Nicht mehr voll Macht die Brust,
Voll Ruhm und allgeliebter Liebe;
Nicht mehr das Singen, Stürmen in den Himmel,
In wilder Wiesen blühendem Gewimmel,
In der Gebüsche grün verschlungnem Blühn;
Nie jubelnd mehr das weite Land durchziehn;
Zu nichts mehr als zum Erdbekriechen taugen;
Nie mehr die Düfte einer Welt einsaugen:
-- Verloren irgendwo auf dürrem Pfad
Steht der Soldat
Mit den zerschossnen Augen.
Er geht und macht nach jedem Schritte Halt.
Was soll er gehn?
Die Welt ist dumpf, ungütig kalt
Wie schweres Winterwehn.
Geräusche hört er hohl vorüberrauschen;
Sein Hirn erstickt im Denken an ein Glück.
Er will mit seinem Kopf der Sonne lauschen: --
Der Alte Wahnsinn krallt ihn im Genick.
Er weint in seinen Leib.
O süßes Weib,
Mit Blumen, Blüten, Kränzen im Haar,
Mit Tanz und Spiel,
Umschlingendem Gefühl,
O alles, was im Licht voll Liebe war!
Viel Tausende mit ihm
Zerschlug die Schlacht und ließ sie leben.
Sie waren jung, in frohem Ungestüm,
Voll Wille wollten sie die Welt erheben.
Nun schleppen sie den Leib wie eine Fracht,
Die niemand will,
Erstarrt und still
Von Nacht zu Nacht.
O käme Mord in diesen Qualenschacht!
Ein Gnadenstoß
In das verdammte Menschenlos,
Das ihr zum Vieh-Dasein gemacht.
Mord ist nicht grausam, wäre willkommen jetzt,
Wo ein zerwühltes Nichtsmehrsehn
Die Sinne folternd fetzt!
O käm' ein unbegrenztes Untergehn!